velidhu202k Velidhu, Ende September 2005

Ruhe und gute Schnorchelmöglichkeiten möglichst ohne Wellen und Strömungen waren für unsere Entscheidung für Velidhu ausschlaggebend. Einzelbungalows mit Klimaanlage und Kühlschrank (Minibar) und gute Buffets waren zwar keine zwingende Voraussetzung, aber willkommener Luxus.
Gebucht haben wir die Insel (wirklich nur den Aufenthalt + HP) bei Thomas Cook. Dies hat für 10 Tage (inkl. Schnellboottransfer) pro Person ca. 500 Euro gekostet (also ca. 40Euro pro Person und Tag + Transfer).

Da wir vor Velidhu die (sehr einfache) Insel Asdu besuchten (siehe Reisebericht) könnte der folgende Bericht davon ein wenig beeinflusst sein.

Anreise per Schnellboot (oder Wasserflugzeug?)
velidhu194kBekanntermaßen sind im Airtaxi ja nur 25 kg Gepäck (inkl. Handgepäck) pro Person frei. Für jedes weitere Kilo sind 2 US$ fällig.
Da ich für unser Tauchgepäck nicht bereit war im Wasserflugzeug noch zusätzlich Geld auszugeben (wir hatten ca. 25kg zuviel), haben wir uns für den Bootstransfer entschieden. Die im Katalog angegebenen 2 ½ Stunden erschienen mir schon im Voraus als etwas lang. Und tatsächlich erreichten wir Velidhu nach etwas holprigen, aber gut verträglichen 90 Minuten. Dabei hatten wir leichten Wellengang. Am Rückreistag war das Wasser dann fast ganz glatt. Dennoch konnten wir nicht ausprobieren, ob dies die Fahrt nochmals um einige Minuten beschleunigt hätte, da wir für den Rückweg ohne Aufpreis auf das Wasserflugzeug umgebucht wurden. Dies kann auch auf dem Hinweg passieren, wenn nur 1 oder 2 Personen für ein Schnellboot vorhanden sind.
Hätten wir für den Rückweg einen Flug gewünscht (was man spätestens 5 Tage vorher anmelden muss), dann hätte dies einen Aufpreis von 68$ pro Person gekostet.

Der Flug war nett und problemlos.
velidhu199kWer jedoch schon einmal zu einer anderen Insel geflogen ist, der sieht dabei nichts Neues und gerade bei dem Flug zwischen Veidhu und Male fliegt man die meiste Zeit zwischen dem Male und Ari Atoll und sieht dabei keine anderen Inseln. Sitzt man auf der richtigen Seite, dann hat man aber einen schönen Blick auf Male und Hulule. Die Start-/Landebahn, bzw. die ganze Flughafeninsel sieht wirklich verdammt klein aus…

Da wir vorher auf Asdu waren und deshalb keinen Ankunftsflug angeben konnten, war eine gewisse Absprache mit der Insel nötig. Dies war absolut problemlos möglich. Die Reaktionszeiten auf Emailanfragen war zumeist schneller als 24 Stunden.
Die (sehr unterhaltsame) Anreise mit Emirates findet Ihr im Asdu-Bericht.

Die Insel

velidhu022kVelidhu steht (noch min. 2 Jahre) unter dem Management der John Keells Gruppe. Per Email wendet man sich aber besser direkt an das Management der Insel:
velidhu@dhivehinet.net.mv.
Mit dem Speedboot legt man am südlichen Steg an, der die Insel von der Schokoladenseite (ohne Wellenbrecher, Mauern und Wasserbungalows, siehe Panaorama ganz oben) mit viel weißem Sand zeigt. Hier wird man entweder von der Reiseleitung oder aber von einem Mitarbeiter des Managements abgeholt und zur Rezeption geführt.
Wie üblich auf den Malediven wird das Gepäck von Angestellten nachgebracht, die sich anschließend über ein Trinkgeld freuen. Auch wenn auch auf Velidhu Trinkgelder zu einem unverzichtbare Bestandteil der Gehälter gehört (Angestellte mit Touristenkontakt verdienen üblicherweise weniger), so wird einem das niemals gezeigt oder „gebettelt“.

velidhu122kSchon auf dem Weg zur Rezeption bemerkt man, dass die knapp 300m lange und bis zu 200m breite Insel neben den vielen Wegen aus Sand im Restaurant und Rezeptionsbereich auch ein paar Steinwege hat und diese Einrichtungen auch keinen Sandboden haben. Dennoch kann man natürlich während seines gesamten Urlaubs auf Schuhe verzichten. Im Restaurant halten sich Barfüßläufer und Schuhträger die Waage.
Bewohner der hinteren Wasserbungalows werden sich allerdings kaum ohne Schuhe/Schlappen auf der Insel herumtreiben. Wenn die Sonne scheint, dann ist der Holzsteg nämlich so heiß, dass man es ohne Brandblasen maximal in die ersten beiden Wasserbungalows schafft.

velidhu008kEin komplettes Umrunden der Insel ist aufgrund einiger Mauern und Wellenbrecher praktisch nicht möglich. Auch wenn man sich über die Optik streiten kann (mir macht das nicht so viel aus), sind sie jedoch zwingend notwendig um uns Touristen einen möglichst gleichmäßigen und dauerhaften Strand anbieten zu können.

In der Rezeption erhält man dann eine Informationsbroschüre (schon lange nicht mehr überarbeitet, was man aus dem Dollarkurs ersehen kann, der zum Zeitpunkt der Ausarbeitung noch mehr als der Euro wert war). Ricarda (von Neckermann) erzählt kurz das Wichtigste zur Insel und verweist dann auf die Sprechzeiten (an jedem Abend vor dem Essen). Dazu gibt es einen Cocktail.

velidhu072kDie All Inklusive Gäste erhalten einen Hinweis, dass fast alles All Inklusive ist – nicht aber einige alkoholische Getränke, frische Säfte, viele Cocktails und die Minibar. Dann werden die obligatorischen Armbänder verteilt und angelegt, deren Sinn ich überhaupt nicht verstanden habe, zumal die All Inkl. Gäste ja zusätzlich noch für jede Bestellung unterschreiben müssen. Da könnte man entweder auf die Armbänder oder auf das unterschreiben verzichten.

Halbpension oder All Inklusive? – die Preise

velidhu033kWir hatten (wie meistens) Halbpension gewählt, was für jemanden, der Mittags meist noch satt vom Frühstück ist und kaum Alkohol trinkt die bessere, preiswertere Wahl darstellt. Wer jedoch gerne auch mal ein paar Gläser Wein oder Bier und /oder einen der inkludierten Cocktails trinkt und Mittags oder Nachmittags häufiger etwas essen möchte, der kann mit dem Aufpreis von ca. 25 Euro (30$) Pro Tag schon günstiger fahren.

Bei Preisen von 3,5$ für eine 1,5l Flasche Wasser, 2,5$ für einen Softdrink, 3$ für ein Bier und ab 7$ für einen Cocktail, sollte man sich das vorher genauer überlegen.
Allerdings gibt es auch für sparsame Halbpensionisten hin und wieder die Möglichkeit an etwas günstigere Getränke zu kommen:

  • Getränke mitbringen (freigepäck, ggf. Tauchgepäck ausnutzen)
  • Cocktailstunde: Einmal pro Woche kann man für 10$ eine Stunde lang so viele Cocktails trinken, wie man schafft.
  • Sonderangebote: Während unseres Aufenthaltes gab es ein Dosenbierangebot im Zimmer: 6 Dosen für erstaunlich günstige 10$.
  • Zwischen 18:30 und 19:30 sind in der Bar (fast) alle Getränke um 20% reduziert (kein Wasser)
  • (und sich beim Repeaterscocktail einschleichen s.u.).

Getränke werden übrigens immer nur geöffnet ausgegeben. Dies ist auf den Malediven so üblich und soll einerseits verhindern, dass man diese anderen (nicht AI Gästen) gibt und dass man sie nicht in den Kühlschrank stellt und so die „Minibar“ Bezahlung untergräbt.
Lediglich die 1,5l Wasserflaschen werden ungeöffnet ausgegeben und können so natürlich auch in den eigenen Kühlschrank gestellt werden.

Die Bungalows

velidhu041kAuf Velidhu gibt es 80 Einzelbungalows + 10 Doppelbungalows, die auf Stelzen in die Lagune gebaut sind. Die Einzelbungalows befinden sich fast alle auf einem äußeren Ring am Strand. Einige sind jedoch auch etwas unglücklich in die zweite Reihe gebaut.
Ursprünglich gab es auf Velidhu 30 Rundbungalows, die immer noch vorhanden sind. Es sind diejenigen mit der älteren Bauweise. Sie sind aus sichtbaren Steinen gemauert und haben einen (nicht wirklich sinnvollen) Gang außen um das Gebäude. Sie sind nicht ganz so hoch wie die neuen Bungalows und haben auch keine Nachttische, dafür aber eine etwas größere Ablage am Kopfende.
Die Nische beim Kühlschrank ist etwas größer und hat noch eine weitere Tür nach Außen. Dafür ist das Badezimmer etwas kleiner und wirkt etwas dunkler. Dies ist aber nur im direkten Vergleich erkennbar.

velidhu045kGrundsätzlich sind beide Varianten einfach, aber sehr schön eingerichtet. Die Betten sind groß und angenehm gefedert (nicht bretthart – aber auch nicht zu weich). Vom Bett aus hat man immer die Aussicht in Richtung Strand, auch wenn man nicht bei jedem Bungalow von hier aus das Meer sehen kann. Es gibt diverse Lampen, von denen man die wichtigsten vom Bett aus ein- und ausschalten kann. Der Ventilator ist nur bei den neuen Bungalows vom Bett aus zu bedienen. Wer jedoch die gut funktionierende Klimaanlage benutzt, der sollte die Warme Luft von der Decke nicht mit dem Ventilator nach unten blasen. Die Klimaanlage ist nicht vollkommen leise, aber erträglich. Eine Fernbedienung für die Klimaanlage gibt es nicht.
Es gibt einen Schreibtisch mit einem Stuhl und darüber eine Steckdose mit Mehrfachstecker.

velidhu006kDie Badezimmer sind dreigeteilt (Waschen, Toilette, Dusche) und hell eingerichtet. Aufgrund der runden Bauweise der Bungalows gibt es aber leider keine Halboffenen Bäder.
Wie auch der Wohn-/Schlafraum ist auch das Badezimmer sehr geräumig und sauber.

Selten trifft man eine Ameise, wohingegen Eidechsen zur dauerhaften Innenausstattung gehören. Diese Wandern aber meist hoch über dem Bett an der Decke herum und scheinen dort auch irgendwelche Nahrung zu finden, obwohl wir im Zimmer weder Mücken, noch anderes Ungeziefer entdecken konnten.

Im den einfachen Holzschranken befinden sich 2 Regenmäntel und ausreichend Platz für die eigene Garderobe.

velidhu007kVor der Tür gibt es noch einen Wasserhahn, damit man sich vor dem Betreten des Raumes noch einmal die Füße waschen kann. Aber Achtung: die Fliesen draußen sind danach so rutschig, dass man schnell fallen kann. Mich hat dies leider das Glas meiner Armbanduhr gekostet.
Eine Außendusche oder ein separater Eingang zum Badezimmer gibt es nicht. Dafür gibt es am Strand aber tatsächlich einige Süßwasserduschen, was ich bislang noch auf keiner Malediveninsel gesehen habe.
Zwei bequeme Plastikstühle und ein kleines Tischchen befinden sich auf der Terrasse.
Sobald man abends das Licht auf der Terrasse anschaltet, lassen sich auch dort ein paar Echsen blicken, die aufgrund des Lichts von den angelockten Insekten profitieren. Es sind aber wirklich nur so wenige, dass sie gerade einen Lurchi satt machen, aber uns Touristen nicht stören.

Liegen gibt es in zwei Varianten am Strand. Die zahlen auf manchen davon zeugen noch von Zeiten, als diese den Bungalows direkt zugeordnet waren. Dies wird heute aber nicht mehr gemacht. Obwohl die Insel während unseres Aufenthaltes fast ausgebucht war, mekrt man davon fast nichts und wenn man nicht (wie manche deutschen) jeden Tag „ihren“ Stammplatz fest belegt haben wollen, dann findet man immer eine freie Liege.

Wasserbungalows
velidhu157kDie Wasserbungalows sind etwas edler eingerichtet. Neben dem Fernseher (DW, alle 2 Stunden deutsche Nachrichten) und einem Wasserkocher gibt es noch eine Sitzecke mit Glasfenster im Boden. Das Mobiliar wirkt schick, aber nicht zu pompös. Durch 2 Stufen liegt das Bett etwas erhöht in der Mitte des Raumes, was mir gut gefällt.
Das Badezimmer wirkt ebenfalls sehr edel, ist jedoch nicht besonders groß. Dafür ist die Terasse riesig. Allerdings bietet sie (je nach Bungalow) kaum Schatten.

velidhu102kWenn die Wasserbungalows nicht ausgebucht sind, dann besteht die Möglichkeit zu einem Upgrade, welches 70$ pro Tag kostet.

Am Ende des Steges der Wasserbungalows befindet sich eine Plattform mit Liegen und einer Treppe ins Wasser. Da es hier aber keinerlei Schatten gibt, habe ich dort niemals jemanden liegen sehen. Zum Schnorcheln ist dieser Eingang auch weniger günstig. Das Riff ist etwas weiter entfernt und kann dort auch nur bei Flut vorsichtig überschwommen werden.

GardenView Bungalows
velidhu064kIn der Inselmitte, neben dem SpaCenter, befinden sich die sogenannten „Garden View“ Bungalows. Diese kann man nicht buchen. In diesem 2stöckigen Wohnblock sind die Wohnungen der Reiseleitungen und des Managements. Bei Überbelegungen / Überbuchungen kann es aber durchaus passieren, dass man hier einquartiert werden soll.
Sicherlich kann man darüber geteilter Ansicht sein. 2stöckige Bungalows gibt es ja auch auf anderen Inseln (Eriyadu, Embudu, Ellaidho), aber für mich wäre es eine Qual dort wohnen zu müssen und einem Maledivenurlaub nicht angemessen. Dabei spielt die Ausstattung für mich keine Rolle.
Diese Bungalows habe ich übrigens von innen nicht sehen können.

Wie auf den Malediven kommt der Roomboy (der normalerweise für 8, bei Urlaubsvertretung für 10 Bungalows zuständig ist) zweimal am Tag. Morgens macht er gründlich sauber, abends prüft er noch einmal alles und deckt das Bett auf. Wenn man Glück hat, dann schmückte er dieses hin und wieder schön mit Blumen. Unser Roomboy war schien immer gut drauf zu sein und war sehr zuverlässig und freundlich (auch bevor er velidhu131kTrinkgeld bekam).

Die Handtücher werden (leider) jeden Tag gewechselt, was unserer Ansicht überhaupt nicht notwendig ist. Die Strandtücher wurden „nur“ alle 2-3 Tage ausgetauscht. Aus ökologischer Sicht wären es wünschenswert Handtücher nur auf Wunsch zu tauschen.
Wie oft die Bettwäsche gewechselt wurde, ist mir nicht aufgefallen. Es war aber auf keinen Fall zu selten.

Und welcher Bungalow ist nun der schönste / beste?

Leider ist die Karte der Insel nicht genau genug, um dies zu erkennen. So wirkt zum Beispiel der Bungalow 142 auf der Karte sehr ungünstig. In Wirklichkeit ist er jedoch nur leicht nach hinten versetzt, hat aber eine ausreichend große Lücke zum Meer. Im Gegensatz dazu ist die 140 sehr von den beiden vor ihr liegenden Bungalows verdeckt und hat deshalb eine etwas eingeschränkte Aussicht.

velidhu038kDazu kommt nun auch noch, dass die Geschmäcker recht verschieden sind. Der eine möchte einen möglichst großen Strand vor der Tür haben. Der andere möchte lieber einen kleinen Strandbereich, der dafür etwas privater ist.
Den einen stören Wellenbrecher sehr, einem anderen ist eine freie Sicht aufs Wasser von der Terrasse und/oder dem Bett wichtig.

Den idealen Bungalow gibt es sicherlich nicht.
Der Bungalow 159 (immer gerne als bester Bungalow der Insel reserviert)  erfüllt viele dieser Kriterien, allerdings fehlt ihm die „private Nische“. Ich wäre mit der 159 sicherlich auch zufrieden gewesen, dies war mit der 142 aber genau so der Fall und wäre sicherlich bei weit mehr als der Hälfte der anderen Bungalows ebenso gewesen.

Hier ein paar Anmerkungen zu verschiedenen Bungalow-/Strandbereichen

Wie man auf der Karte und dem Panorama sieht, ist die Südseite die schönste, weil hier der größte Strandbereich ist und gleichzeitig von hier die Wellenbrecher nicht (kaum) sichtbar sind.

  • velidhu040kBungalow 101 – 106 haben sehr kurze Wege zum Restaurant, zum Schnorcheln und zum Strand, liegen aber etwas vom Strand versetzt.
  • Bungalow 107 – 123 sind recht nah am Strand, haben teilweise eine recht schöne Aussicht, einen privaten Schattenplatz und liegen auch recht ruhig. Dafür ist zwischen Bungalows und kleinem Strand teilweise eine Korallenmauer, die man (ohne Schuhe) nur über dafür ausgelegte Sandsäcke überqueren kann.
     
  • Bungalow 124 – 133 liegen zwar nahe am Strand, haben aber durch die Nähe zum Tauchbasissteg und zum Wasserbungalowsteg eine recht verbaute Aussicht. Außerdem ist auch hier der Weg ins Wasser steinig bis unmöglich. Dass auch hier hin und wieder andere Gäste vorbeilaufen und man natürlich die startenden und landenden Wasserflugzeuge hören kann, finde ich zwar weniger störend. Dies ist aber natürlich Ansichtssache.
     
  • velidhu113kBungalow 134 – 151 haben eine günstige Lage mit guter Aussicht aufs nahe Wasser. Vor den Bungalows gibt es meist ein schönes Plätzchen am Wasser. Der Strand ist zwar nicht riesig, aber ausreichend. Allerdings hört man in diesem Bereich vor allem den zweiten Generator (siehe unten: Anlagen der Insel).  Je höher die Nummer, desto weniger hört man dies. Wir hatte die 142 und konnten dies deutlich hören, waren aber dennoch mit unserem Bungalow sehr zufrieden. Außerdem hat man hier am Strand Ausblick auf die Wellenbrecher.
  • Bungalow 152 bis 180 liegen teilweise sehr günstig in der Nähe des größeren Strandbereiches, teilweise (wie im Bild zu erkennen) aber auch in zweiter (fast dritter) Reihe.
    Vor diesen Bungalows befindet sich teilweise aber sehr dichte Bepflanzung, so dass man den Strand nur durch Nischen erreicht, bzw. einsehen kann. 155, 157 und 159 liegen sicherlich sehr gut, die dahinter liegenden eher nicht. Gleiches gibt für die 170er, von denen ich am ehesten die 170, 173, 175 und 177 nehmen würde. Je kleiner hier die Nummer ist, um so mehr hat man noch Ausblick auf die Wellenbrecher.

Schnorcheln

velidhu009kIm Gegensatz zu den meisten anderen Inseln, bei denen wir am ersten Abend bei einem Begrüßungscocktail mit der Reiseleitung immer auch Hinweise von der Tauchbasis zum Schnorcheln bekommen haben, bleibt man auf Velidhu auf sich gestellt.
Ich fand eine solche Einweisung mit den Inseltypischen Schnorchelgegebenheiten und zusätzlichen erwähnen der „Benimmregeln“ immer sehr sinnvoll. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass dies am Abend während der allgemeinen Sprechstunde nachgeholt wurde. Im Gegensatz zur italienischen Reiseleiterin, die wir abends mit Notebook und Riff-Bilder Unterstützung bei der Information sahen, schien es gleiches aber für deutsche Besucher nicht zu geben.

velidhu011kDennoch kann man aufgrund der einfachen Gegebenheiten auf Velidhu auch ohne solche Hinweise leben. Auf den Schutz der Unterwasserwelt wird man durch Hinweise im Bungalow aufmerksam gemacht.
Durch die abgeschirmte Lage im Innenriff eignet sich Vedlihu sehr gut für ein weitgehend strömungsfreies Schnorcheln an der Riffkante.

velidhu121kTheoretisch kann Velidhu komplett umschnorchelt werden. Da sich das Hausriff aber im Norden und Westen etwas von der Insel entfernt dürfte eine komplette Runde sicherlich an die 3 Stunden in Anspruch nehmen. Dass dies tatsächlich aber niemand macht, liegt neben der langen Dauer auch darin begründet, dass es auf Velidhu kaum angelegte Riffausgänge gibt. Bei Flut kann man an vielen Stellen (vorsichtig) über das Riffdach schwimmen. Bei Ebbe geht das nicht.

velidhu125kAm einfachsten beginnt man seinen Schnorchelgang am Südsteg (bei der Rezeption). Hier kann man fast immer schwimmend über das Riff gelangen oder am Steg per Treppe ins Wasser steigen oder einfach hinein springen. Von dort kann man dann in beide Richtungen losschnorcheln und entweder wieder zurück zum Steg oder bei Flut über vorsichtig über das Riffdach zum Strand zurückschwimmen.
Unter dem Steg oder ganz in der Nähe befindet sich oft ein größerer Makrelenschwarm. Aber auch am Riff gibt es die malediventypische Vielfalt an Fischen zu bewundern. Die Korallen sehen vom Steg besser aus, als sie es tatsächlich sind. Der Zustand des Hausriffs ist für die „Nach El Ninjo“ Zeit aber recht ordentlich. Beide Richtungen bieten ähnliche Riffqualität und Fischreichtum.

velidhu130kJe weiter man sich vom Steg nach Rechts (Westen, Wasserflugzeuganleger) bewegt, desto weiter entfernt sich das Riff von der Insel. Der Rückweg zum Strand ist dann etwas weiter und aus Schnorchlersicht nicht wirklich interessant. Der Weg bis zum Wasserflugzeuganleger ist sehr weit und dauert vermutlich an die 2 Stunden (ich habe es nicht probiert).
Links vom Steg (Osten) erreicht man nach ca. 45 Minuten ein Abflussrohr (in ca. 5-10m Tiefe). Ca. 15 Minuten später beginnt dann die Kurve um die Insel und die Nordseite mit den Wasserbungalows  und den Wellenbrechern kommt in Sicht. Bis zu den Wasserbungalows ist es sicherlich noch eine knappe weitere Stunde. Allerdings kann man auch vorher vorsichtig über das Riffdach zurück zur Insel schwimmen. ACHTUNG: Das klappt aber nur bei Flut. Bei Tiefststand des Wassers ragt das Riff bis zur Wasseroberfläche und kann nicht überschwommen werden.

velidhu139kAuf der Nordseite in der Lagune bis zu den Wellenbrechern ist das Schnorcheln eher uninteressant. Das Riff beginnt erst weit hinter den Mauern. Nur bei Flut gelangt man über das Riff zur Kante, die dort etwas weniger Steil abfällt und mir zum Schnorcheln auch sehr gut gefallen hat. Der Zustand des Riffs ist dort ähnlich wie auf der Südseite. Es kam mir jedoch so vor, dass auf dieser Seite wegen einer ganz leichten Strömung der Fischreichtum noch etwas größer gewesen wäre. Auch habe ich bei zwei Schnorchelgängen von der Nordseite nach rechts Richtung Hauptsteg dort 3 Schildkröten gesehen. Auf der Südseite in wesentlich mehr Zeit nur eine.
Vom Strand bis zur Riffkante braucht man mindestens 15 Minuten. Dann nach rechts bis zum Hauptsteg je nach Startpunkt und Geschwindigkeit mindestens eine Stunde. Mir hat dieser Weg besonders gut gefallen.

velidhu147kInsgesamt und im Vergleich zu den anderen von uns besuchten Inseln, hat mir das Riff zum Schnorcheln sehr gut gefallen. Es kommt vielleicht nicht ganz an Eriyadu heran, weil es dort mit den vielen Riffausgängen mehr und verschiedene Strecken gibt. Ansonsten bietet es Ideale Möglichkeiten auch für den ungeübten Schnorchler. Dass man bei einem strömungsarmen Riff im Atollinneren keine ständigen Begegnungen mit Großfischen erwarten darf, ist ein kleiner Preis für diesen Luxus.

velidhu169kNeben der ganzen Palette an kleineren Schwarmfischen habe ich während unseres Aufenthalts mehrere Schildkröten, Muränen, einen Manta (obwohl im Ariatoll die Mantazeit erst im November beginnt), mehrere ausgewachsene Riffhaie und einen Rochen am Hausriff gesehen. Darüber hinaus gibt es natürlich noch die zahlreichen Babyhaie und kleinen Stachelrochen, die man fast überall am Strand und von den Stegen beobachten kann. Natürlich besteht – wie überall – kein Grund für eine besondere Besorgnis. Alle Fische halten normalerweise einen ausreichenden Abstand zu uns Menschen. Wenn man sehr ruhig im velidhu175kWasser treibt, dann kann es auch einmal sein, dass man von Putzerfischen angeknabbert wird. Dies ist aber weder gefährlich, noch schmerzvoll. Nur in extremen Notsituationen, wenn ein Fisch z.B. keine Fluchtmöglichkeit hat oder seine Brut verteidigt, kann es durchaus zu (Schein)Angriffen kommen, die aber immer nur darauf ausgelegt sind uns (den vermeintlichen Angreifer) zu vertreiben. Mir ist letzteres in sicherlich weit über hundert Stunden Schnorcheln noch nie passiert.

Tauchen

velidhu106kDie Tauchbasis gehört zu den Eurodivers und steht seit vielen Jahren unter der kompetenten Leitung von Jürgen aus Belgien.
Als weitere Tauchlehrer arbeiten dort zurzeit Ricardo und Ricarda aus Italien, Thomas aus Frankreich und Winni aus Deutschland. Dies garantiert, dass fast alle Taucher in Ihrer Muttersprache betreut werden können, obwohl alle Angestellten natürlich auch englisch und teilweise andere Fremdsprachen sprechen.  

velidhu110kWirklich alles ist nahezu perfekt organisiert, ohne dabei allzu bürokratisch zu wirken.
Die Tauchbasis befindet sich in der Nähe des Jettys, an dem die Wasserflugzeuge ankommen. Dadurch ist ein kurzer Weg zu den (mindestens) 3 Tauchdhonis gewährleistet.
Die Basis besteht aus einem Bürotrakt mit Schulungsraum, dem Kompressorraum, dem Ausgabe- und Trockenraum für Leihausrüstung und einem (nicht abgeschlossenen) Raum für die eigene Ausrüstung.
Davor befinden sich 3 Spülbecken und ein Platz mit Tisch und Bank. Hier sind an einer Wand die wichtigsten Informationen (Preisliste, ....) und an der anderen Wand die Informationen zu den nächsten Tauchgängen und eine Karte des gesamten Tauchgebietes angeschlagen.

velidhu111kObwohl es offizielle Büroöffnungszeiten gibt, kann man hier jederzeit vorbeikommen, sich anmelden, etwas nachfragen oder einfach nur mal etwas plaudern. Natürlich kann es immer einmal vorkommen, dass gerade alle Mitarbeiter beschäftigt oder auf Tauchfahrt sind. Dann bekommt man notfalls eine Zeit zum wiederkommen.

 Das Einchecken erfolgt sehr gewissenhaft. Der Ausbildungsstand wird notiert und ein sehr ausführlicher Fragebogen muss ausgefüllt werden. Wer schon einmal bei Eurodivers getaucht hat sollte auf keinen Fall einen Beleg vergessen (Stempel im Logbuch reicht), weil es dann Rabatt gibt. Auch die Fragen zur Gesundheit sind sehr ausführlich. Wer auch nur eine dieser Fragen positiv beantwortet, der muss eine ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung vorweisen. Inwieweit man dies auf der Insel (es gibt dort ja einen Arzt) machen kann, weiß ich nicht.
velidhu108kAnschließend bekommt man eine Leih-Ausrüstung, bzw. eine nummerierte Plastikbox für die eigene Ausrüstung. Diese Box befindet sich dann zu jedem Tauchgang immer automatisch auf dem Boot, ohne, dass man sich irgendwie darum kümmern müsste. Lediglich an den Anzug (falls er zum Trocknen am Bügel hängt) muss man selber denken. Die Leihausrüstung machte auf mich einen sehr guten und gepflegten Eindruck (auch wenn es mir an Kompetenz mangelt dies genauer zu beurteilen).
Dann bekommt man eine ausführliche Einweisung über die Einrichtungen der Basis und das Tauchen mit den Eurodivers.
Nitrox wird auch bei den Eurodivers für NRC/Padi Prüflinge kostenlos angeboten. Dass es nur für Nitrox Taucher 12l Flaschen gibt und gerade Anfänger mit höherem Luftverbrauch mit 10l Pressluft vorlieb nehmen müssen, kann ich nur als verkaufsfördernde Maßnahme für einen Nitroxkurs ansehen.  

velidhu105kNun steht dem freien Tauchvergnügen nur noch ein möglicher Checktauchgang entgegen, der meist am Hausriff durchgeführt wird. Dieser verdient übrigens ein besonderes Lob, da er grundsätzlich kostenlos ist! Wer (wie ich) jedoch innerhalb der letzten 3 Monate getaucht ist, dem wird diese Pflichtübung erlassen.

Täglich (ausreichend Taucher vorausgesetzt) werden um 9 und 14 Uhr je 2 Tauchfahrten angeboten. Eine davon ist für alle (OWD) Taucher, die andere nur für "Advanced" Taucher vorgesehen. Solange diese Angebote aushängen, kann man sich dafür eintragen (bis ca. 2 Stunden vorher klappt das fvelidhu097kast immer noch). Darüber hinaus gibt es dann noch Specials, wie Nachttauchen (mit Boot), Early Morning Ausfahrt mit 2 TG, Nachmittagsausfahrt mit 2 TG oder Ganztagesfahrten (während meines Aufenthaltes nur mit 2, vielleicht aber auch mit 3 TG).
Zwar kann man über die Tafel die Region des Tauchplatzes und die ungefähre Entfernung von Velidhu erkennen, eine Tauchplatzbeschreibung zum nachlesen gibt es aber leider nicht. Allerdings waren alle Guides auf Nachfrage immer bereit unschlüssigen Tauchern ein paar Tipps oder Infos zu den Plätzen zu geben.

Ob die Aussage "Advanced-Ziele sind immer besser als All-Ziele" tatsächlich stimmt, oder in einem gewissen Maße auch die Nachfrage nach AOWD Tauchkursen ankurbeln soll, möchte und kann ich nicht bewerten. Auf jeden Fall wird auf Velidhu die Vorgabe der maledivischen Tourismusbehörde (OWD max. 18m) streng eingehalten und somit eine Nachfrage für AOWD Kurse erzeugt.

velidhu132kNach allem, was ich auf Velidhu gesehen habe, bin ich der Überzeugung, dass diese Kurse hier gewissenhaft und sorgfältig durchgeführt werden. Dennoch halte ich diese Regelung für Geldschneiderei und freue mich, dass es immer noch Tauchbasen auf den Malediven gibt, die sich nicht daran halten/beteiligen.
Sobald ein Angebot dann entfernt wird, werden kurze Zeit später die Ziele für den nächsten Tag ausgehängt.
In diese Liste trägt man Name und Zimmernummer ein - und ggf. noch benötigte Zusatzausrüstung (Lampe, Nitrox, ...).
Taucht man mit Nitrox, dann muss man nun noch seine Flasche(n) vorbereiten (o2 Gehalt prüfen, aufschreiben und Flasche markieren). Ansonsten kommt man 15 Minuten vor Abfahrt zur Basis, wo der/die Guides schon mit einer gedruckten Liste warten und die Teilnehmer abhaken. Dann geht es aufs Boot, wo die Ausrüstung schon zum Zusammenbau wartet. Am Steg muss jeder Taucher noch unterschreiben, weil die Bootsfahrten vom Management in Rechnung gestellt werden.

velidhu028kPositiv hervorzuheben ist die Tatsache, dass ein Ziel mit vielen Tauchern oft auf zwei Boote verteilt wird, selbst dann, wenn man die (vielleicht) 15 Leute zur Not auch auf ein Boot hätte quetschen können.

Die üblichen Bootsfahrten sind zwischen 15 und 60 Minuten von Velidhu entfernt.
Wenn alle Ihre Ausrüstung zusammengebaut und geprüft haben, fährt das Boot los. Dies geschah überwiegend sehr pünktlich. In den meisten Fällen wird der Tauchplatz kurz vor Erreichen des Ziels genau beschrieben und auf Besonderheiten hingewiesen. Auf die üblichen Grenzen (max 30m, min. 50 Bar, Sicherheitsstopp 3Min auf 5m, Signalbojenpflicht und max. 60 Minuten) wird jedes mal hingewiesen. Positiv: Für die Signalboje wird keine Leihgebühr erhoben. Sie wird vor dem Tauchgang verteilt und direkt anschließend wieder eingesammelt. Es wird darauf geachtet, dass möglichst jeder eine Einweisung in einer Sprache bekommt, die er auch versteht. Natürlich kommt es aber durchaus auch einmal vor, dass hier die Teilnehmer etwas improvisieren müssen. Ich fand die Beschreibungen fast immer sehr ausführlich und die Tipps und Hinweise fast immer zutreffend. Natürlich werdvelidhu034ken (falls man nicht sowieso schon mit festem Buddy angereist ist) die Tauchpartner zugewiesen, wobei (wenn möglich) auf  vergleichbare Erfahrung/Luftverbrauch geachtet wird. Dass dies aber nicht immer 100%ig klappen kann und man auch mal wegen eines Buddys mit 80 Bar nach 45 Minuten auftauchen muss, kann man nicht immer vermeiden. Nun taucht jedes Buddyteam, wie es ihm gefällt. Natürlich ist es nicht verboten sich an den Tauchlehrer zu "hängen". Dies kann bei kleinen Gruppen und neuen Buddyteams durchaus den Vorteil haben, dass man unter Wasser nach Luftverbrauch die Möglichkeit hat die Tauchpartner zu tauschen. Der vorherige Strömungscheck eines Guides war übrigens immer sehr zuverlässig, so dass dem Tauchvergnügen nichts mehr im Wege stand.

velidhu050kWie üblich tauchen die Teams dann irgendwann unter Ihrer Signalboje auf und werden dann vom Boot eingesammelt. Anschließend wird von jedem Taucher die Tauchzeit, Restluft und max. Tiefe notiert. Am Ende des Urlaubs bekommt man dann eine Liste mit allen Tauchgängen und Daten. Statt der sonst üblichen Kokosnusstücke oder des Tees gibt es hier Orangenstücke nach dem Tauchgang.

An der Insel angekommen lässt man seine Box entweder unter der Sitzbank stehen (dann bleibt die Ausrüstung für den nächsten TG auf dem Schiff) oder man schiebt sie in die Mitte. Dann wird sie kurze Zeit später zu den Waschbecken gebracht. Auswaschen und wegstellen muss man allerdings selber machen.
Bei Sonnenschein heizt sich der Steg recht schnell und stark auf. Schlappen/Schuhe sind für empfindliche Füße dann Pflicht.
Und dann gibt es kurz vor Verlassen des Bootes noch den obligatorischen Dank des Tauchlehrers an die Bootscrew und jeder (na ja – fast jeder) klatscht einmal für die tolle Leistung. Das fand ich albern und überflüssig.

velidhu117kNicht, dass mich jetzt jemand falsch versteht: Ich bedanke mich gerne für eine gute Leistung. Aber ich klatsche weder, wenn der Pilot seine Pflicht erfüllt und das Flugzeug auf die Landebahn gebracht hat, wenn die Supermarktverkäuferin mir das korrekte Wechselgeld herausgegeben hat oder eben wenn eine Bootscrew zurück in den Hafen gefunden hat…

Wer die Leistung der Bootscrew und/oder der anderen Mitarbeiter der Tauchbasis honorieren möchte, der kann und sollte sich selbstverständlich persönlich bedanken oder ein Trinkgeld in die dafür bereitgestellten Boxen in der Tauchbasis werfen.

velidhu134kNatürlich kann auch jederzeit in Eigenregie am Hausriff getaucht werden. Dafür gibt es eine extra Liste, in der man sich mit Uhrzeit und seiner Zimmernummer einträgt. Da es eigentlich nur einen Einstieg (am Steg bei der Rezeption) gibt, findet man dort seine Ausrüstung vor, wenn man sie rechtzeitig an der Basis zusammengebaut und dort stehen gelassen hat.
Das Hausriff ist nicht schlecht und sicherlich für 2-3 Tauchgänge und gelegentliches Nachttauchen gut. Die Qualität der meisten Bootstauchplätze erreicht es jedoch nicht.

Irgendwann kommt das unangenehme und dicke Ende: Die Rechnung.
velidhu135kLeider ist das Tauchen auf Velidhu recht teuer. Vor allem Wenigtaucher werden mit 52$ + 10$ Bootsfahrt + ggf. Ausrüstung kräftig zur Kasse gebeten. Wer mehr taucht, dem wird am Ende eine Bestabrechnung erstellt. Die Tauchbasis berechnet den günstigsten Preis, der unter Berücksichtigung von 10 TG Paket oder NonLimit Paket anfällt.
Wer sein Tauchvorhaben auch nur halbwegs planen kann, dem empfiehlt es sich die Tauchpakete von Deutschland aus vorzubuchen. Dabei sollte man auf jeden Fall die Preise vom Reiseveranstalter und www.eurodivers.com <http://www.eurodivers.com/>  miteinander vergleichen, da sie durchaus voneinander abweichen können.

So kostete ein 10+1 Tauchgang Paket im Voraus über Eurodivers gebucht ungefähr den gleichen Preis wie 6 Tauchgänge vor Ort.

Tauchplätze
velidhu143kIch tue mich immer schwer besondere Tauchplätze zu nennen – hier fällt mir das aber recht leicht.
In der Basis wird Maaya Thila als der beste Platz angesehen und er ist auch wirklich gut. Fast immer gibt es zahlreiche Grau- und Weißspitzenriffhaie zu sehen. Der Adlerrochen mit dem angeknabberten Flügel lässt sich oft sehen und dazu gibt es jede Menge Schwarmfische und ein recht gutes Riff, welches zum austauchen bis 5 Meter Tiefe reicht und bei dem auch Schildkröten, Stein- oder Skorpionfische finden kann,.

velidhu148kMaaya Thila wird oft als 2 TG Halbtagesfahrt angeboten (Morgens oder Nachmittags), wobei der zweite Tauchgang dann auf dem Rückweg bei Hafza Thila gemacht wird. Aufgrund des noch besseren Zustand des Riffs und der ebenfalls riesigen Fischschwärme und ebenfalls vielen anderen Riffbewohnern, wie z.B. Oktopusse hat mir dieser Platz besser gefallen. Da wäre ich glatt jeden Tag hingefahren.

Übrigens kostet die morgendliche Bootsfahrt in diesem Fall 20$ (weil es ein Sandwich und ein Stück Kuchen gibt). Eigentlich eine Unverschämtheit, dass die Inselleitung für ein Minifrühstück 10$ extra abzockt, obwohl alle Gäste das Frühstück ja schon bezahlt haben. Nachmittags kostet die Bootsfahrt zu dieser 2TG Tour „nur“ die üblichen 10$.

velidhu167kAber auch die anderen Tauchplätze waren alle recht ansprechend. Eine wirkliche Pleite habe ich nicht gesehen.
 
Fazit: Die perfekte Organisation der Basis und Durchführung der Tauchgänge, sowie die große Verfügbarkeit und Hilfsbereitschaft der Mitarbeiter in Verbindung mit guter technischer Ausstattung verdienen Anerkennung.velidhu150k

Das Gefühl (was mir andere Taucher bestätigten), dass der Kunde sich zur Teilnahme an einem AOWD und/der Nitrox Kurs überredet fühlen kann, trübt den Gesamteindruck ein kleines bisschen. Den etwas hohen Preise vor Ort steht eine entsprechend hohe Leistung egegenüber.

Einem unbeschwerten Tauchvergnügen steht auf Velidhu aber grundsätzlich nichts im Wege – vor allem, wenn man ein Tauchpaket vorgebucht hat und bereits Nitrox und AOWD Ausbildung hat.

Essen

Sicherlich kann man über das Essen meckern:

  • Nur eine Sorte Käse und Wurst zum Frühstück.
  • Es gibt „nur“ Kaffee und Tee, aber keinen Kakao.
  • Das Frühstück ist fast jeden Tag identisch und
  • Der „Saft“, der beim Frühstück angeboten wird ist eine unerträgliche Pansche

velidhu189kDiesen kleinen Mängeln steht aber 3 mal täglich ein bombastisches Buffet gegenüber, das wirklich jeden Geschmack abdecken dürfte und welches immer sehr schon präsentiert wird.
Zudem werden alle Speisen bis kurz vor Ende der Essenszeiten nachgefüllt und auch erst deutlich danach wieder abgeräumt.
Dies – und die Tatsache, dass es zwei Speiseräume gibt – trägt dazu bei, dass nicht alle (max. 200) Gäste zur gleichen Zeit beim Essen auflaufen und es weder ausgesprochen voll wirkt, noch längere Schlangen an den Buffets entstehen.

Ich habe nicht herausgefunden, ob dies eine neue Idee des Managements war oder einfach häufiger ausprobiert wird: Als wir ankamen bekamen wir (wie üblich) einen Tisch (für 2 Personen) zugewiesen, den wir auch während des ganzen Urlaubs behielten. Natürlich hätte die Möglichkeit bestanden zu wechseln. Anfangs saßen wir in der Nähe einiger Raucher, was aufgrund der Belüftung aber wenig störte. Am Ende des Urlaubs war „unser“ Speisesaal ein reiner Nichtraucher Raum und es wurden auch entsprechende Schilder aufgehängt.

velidhu183kMalediventypisch ist es auch, dass man einen Kellner fest zugeteilt bekommt, der nach kurzer Zeit unsere Eigenheiten (welche Getränke zum Essen, nach dem Essen noch einen Tee, wie viel Zucker …) kennt. Nicht nur unser Kellner sondern wirklich alle Angestellten waren ausgesprochen freundlich und zuvorkommend. Es machte z.B. wirklich den Eindruck, dass man dem „Mann an der Suppe“ eine große Freude bereitete, wenn man sich dort eine gefüllte Tasse abholte.

Frühstück: 7:30 – 9:30

  • Brot, Toastbrot, Baguette und Croissants, sowie eine kleine Auswahl von Kuchen
     
  • Marmelade, Müsli, Cornflakes, Naturjoghurt, Milch, je eine Sorte Käse und Wurst und 2 Sorten „Säfte“
     
  • Von einem Koch „live“ zubereitete Eier (Rühr, Spiegel, Omlett oder gekocht) mit Zutaten nach Wunsch (Gewürze, Tomaten, Käse, …) und frisch zubereitete Waffeln. Manchmal auch frisch gepresster Saft (4$ pro Glas).
     
  • Eine wechselnde Auswahl an warmen Speisen, wie Kartoffeln, halbe Tomaten, Milchreis, Würstchen, Speck, Bohnen und immer auch ein kleines Currygericht.
     
  • Obst (meist Bananen, Orangenstücke, Melone, Pampelmuse, Ananas)

 Mittagessen (12:30 – 14 Uhr) / Abendessen (19:30 – 21 Uhr)

Zwar sind die Buffets nicht wie auf anderen Inseln pro Wochentag auf ein bestimmtes Thema festgelegt. Dennoch sieht man den Buffets oft ein solches Motto an.

  • Brot, Baguette, Suppe (leider fast nie vegetarisch)
     
  • Kalte Speisen (z.B. Fisch oder Sushi) und diverse Salate mit einer großen Auswahl an Dressings.
     
  • Mindestens zwei „live“ zubereitete Speisen, wie z.B. Backfisch, gefüllte Teigtaschen, Rinderfilet; meist mit leckeren Soßen. Dazu fast immer noch Nudeln mit einer einfachen Tomatensauce.
     
  • Eine wechselnde Auswahl an warmen Speisen mit Beilagen, Aufläufen, Gemüsen, Fleisch- und Fischgerichten, sowie immer auch Pizza und eher selten einem Currygericht.
     
  • Eine große Auswahl an Nachspeisen mit viel Torten, Kuchen, Gebäck, Obst und meist auch einer warmen Nachspeise mit Sauce. Das meiste ist recht süß – vor allem die kleinen Desserts in den Tassen oder Gläschen können schon fast einen Zuckerschock auslösen J

Alles immer in ausreichender Menge und sehr lecker.
velidhu182kZu (oder nach) allen Mahlzeiten wird auf Wunsch (kostenlos) Kaffee oder Tee (leider kein Kakao) gereicht.
Erfreulicherweise gab es niemals besonderes Gedrängel oder Anstehen am Buffet und auch in den beiden Speisesälen wirkte es niemals überfüllt, da sich aufgrund des immer ausreichenden Angebotes die Gäste über die gesamte Essenszeit recht gut verteilten.

Insgesamt sicherlich ein überdurchschnittlich gutes Buffet, was problemlos auch einer 4 Sterne Anlage angemessen wäre. Für die gute Qualität spricht auch die permanente Kontrolle der angebotenen Speisen – nicht nur auf ausreichende Menge, sonder auch per Digitalem Thermometer auf korrekte Temperatur.

Natürlich gibt es auch hier (kleinere)  Verbesserungsmöglichkeiten:
Dunkles/Vollkornbrot zum Frühstück, eine größere Auswahl an Käse und Wurst, echte Säfte (statt Wasserpansche), mehr vegetarische Gerichte, eine genauere Beschilderung was denn in den angebotenen Speisen enthalten ist (z.B. Fleisch oder Alkohol) und vielleicht eine ständige Ecke mit Fisch- und Kartoffelcurry wären schön.

velidhu181kDies trübt aber keinesfalls den hervorragend Gesamteindruck des Essens, dem der Service am Tisch nicht nachsteht.

Bestellte Getränke kommen immer schnell und der Kellner ist sehr zuvorkommend und aufmerksam. Kaum hat man seinen Teller leer gegessen, da steht dieser auch schon zum Abräumen bereit. Es passiert eigentlich nie, dass man mit seinem 2. Gang vom Buffet zurückkommt und der vorher gebrauchte Teller noch auf dem Tisch steht.

Unterhaltung, Animation, Einkaufen

velidhu071kNeben dem Schwimmen, Schnorcheln und Tauchen kann man am Wassersportzentrum auch Windsurfen oder Kanus ausleihen. Ob man auch Kiten kann, weiß ich nicht. Ich habe während unseres Aufenthaltes niemand Surfen oder Kiten gesehen.

An der Rezeption werden einige andere (typische) Freizeitaktivitäten angeboten, wie z.B.

  • Mantaschnorcheln (Wurde während unseres Aufenthaltes mehrmals angeboten und dauert 2-3 Stunden. Nur einmal gab es keine Mantas zu sehen. Statt dessen wurde dann an einem anderen Riff zum Schnorcheln angehalten, das nach Aussage der Teilnehmer eher schlechter als das Hausriff war. Wenn man aber einmal die Gelegenheit hatte diese majestätischen Tiere aus der Nähe an einem vorbei“fliegen“ zu sehen, dann nimmt man „paar“ Dollar dafür gerne in Kauf.)
     
  • Inselhüpfen (Wir als 1/2 und ein Tagestrip angeboten. Neben einer oder zwei einheimischen Inseln wird Nika angefahren, welche auf meinem Wunschzettel für einen späteren Aufenthalt weit oben steht. Für eine Stunde muss ich mir aber keine andere Touristeninsel ansehen und auf Einheimischeninseln mit Vorzeigequalität bin ich auch nicht so scharf.
     
  • Die meisten, die dieses Inselhüpfen mitgemacht haben, schienen mir aber durchaus zufrieden gewesen zu sein.
     
  • Nachtfischen (stelle ich mir ganz grässlich vor. Obwohl ich zugebe, dass ich bedenkenlos (anonymen) Fisch esse, will ich auf keinen Fall ein solch armes Geschöpf an meiner Angel zappeln haben und töten/essen müssen. Für weniger zart besaitete Naturen scheint das aber ein großer Spaß zu sein.
     
  • velidhu197kEin Ausflug nach Male (wird nur auf Anfrage angeboten. Aufgrund der großen Entfernung dürfte das Vergnügen recht teuer werden und auch einen ganzen Tag in Anspruch nehmen. Wer jedoch einmal Male besucht hat, der wird dafür eine weite Anfahrt und hohe Kosten kaum in Kauf nehmen und lieber auf Velidhu bleiben. Die wenigen Sehenswürdigkeiten (Fisch/markt, Moschee, kleiner Park, ein Museeum, Präsidentenpalast von außen und eine wenig interessante Shoppingmeile) sind in einer Stunde abgegrast und bieten nicht viel mehr Unterhaltung als ein Besuch in unserem Wohnort, Glandorf).

Darüber hinaus gibt es noch ein paar Angebote eine besondere Malzeit in etwas exotischerem oder exklusivem Ambiente zu genießen. So kann man ein Abendessen auf einem schön dekorierten Schiff einnehmen und bekommt dazu noch eine Flasche Champagner. Diese besonderen Angebote haben aber auch einen exklusiven Preis und sind zwischen 80 und 150$ pro Person zu bekommen.

Echte Animation gibt es auf Velidhu nicht. Auf dem Programm der Woche steht dauerhaft für jeden tag das gleiche Angebot, was ich hier nicht in der korrekten Reihenfolge nennen kann: Dart, Tischtennis, Volleyball, Fussball und noch irgendetwas.

Hat man kein Interesse daran, dann bekommt man davon aber auch nichts mit und wird auch nicht zu einer Teilnahme genötigt.

velidhu066kJeden Abend findet in der Bar irgend eine Veranstaltung statt, die üblicherweise von 21:30 bis 22:30 dauert. Der Zauberer (der zusätzlich auch noch Bauchredner und Schattenspieler war) hat mir sehr gut gefallen. Ansonsten ist es natürlich Geschmacksache, ob man sich einen Gitarrenspieler anhören, am Krabbenrennen oder Bingo teilnehmen möchte.
Seit kurzem ist für einige Monate eine belgische Geigerin auf der Insel, die mehrmals in der Woche an der Bar auftritt. Zusätzlich wird die Musik manchmal auch zum Abendessen in die Restaurants übertragen.

Zuschauen (und hören) ist immer kostenlos. Die Teilnahme z.B. beim Krabbenrennen kostet 5$, für die zumeist vorher beim Abendessen geworben und eingetragen wird. Hier gibt es auch die Möglichkeit sich für 10$ für die Cocktailstunde einzutragen, in der man dann während einer dieser Veranstaltungen so viele Cocktails wie man möchte, trinken kann.
Insgesamt sind auch diese Angebote sehr ruhig. Man wird nicht bedrängt daran teilzunehmen und wer kein Interesse daran hat und sich nicht in der Nähe der Bar aufhält, der wird davon auch nichts mitbekommen.

velidhu067k02Zwischen Restaurant und Rezeption befindet sich auch ein (offener) Fernsehraum. Hier kann man ggf. Nachrichten oder Sportevents schauen.

Auf der Insel gibt es einen recht edlen Schmuckladen. Über Angebt und Preise kann ich nichts sagen. Vermutlich dürfte es am Flughafen (oder falls man wie wir mit Emirates fliegt in Dubai) günstiger sein.
Hinter der Rezeption ist der Inselshop. Hier gibt es neben diversen Souvenirs alles zu kaufen, was man vergessen hat einzupacken. Fast jeden Tag wurde der Schaufensterpuppe ein neuer Bikini angezogen. Ob der jedes Mal verkauft wurde, kann ich nicht sagen. Natürlich muss man sich bei allen angebotenen Sachen auf gepfefferte Preise gefasst machen und deshalb beim Einpacken des Koffers sorgfältig überlegen.

Die Insel, Pflanzen und Tiere

velidhu098kVelidhu ist keine keine typische Palmeninsel. Zwar gibt es sie in ausreichender Zahl, jedoch sind diverse Bäume, teilweise mit wunderschönen Blüten oder beeindruckenden Luftwurzeln und Sträucher in der Mehrzahl. Die meisten freien Stellen der Insel sind gartenähnlich aufbereitet, so dass man kaum irgendwo eine unansehnliche Stelle findet. Alles ist sehr gepflegt und mit viel Liebe zum Detail in mühevoller Kleinarbeit hergerichtet.

Wie auf der Karte ersichtlich führen einige Wege über die Insel. Diese sind angenehm schattig und sandig. Nur bei den Verbindungswegen zwischen Bar, Rezeption und Restaurant handelt es sich um Wege aus Stein.
Überall findet man Schilder, die zur Rezeption, Bungalows velidhu191koder anderen Einrichtungen weisen. So findet man sich schnell zurecht und wirklich verlaufen kann man sich auf einer so kleinen Insel sowieso nicht.

Vor allem auf der Westseite befinden sich die Einrichtungen der Insel, die man von den Wegen aus sehen und auf Nachfrage auch besichtigen kann. Vom Strand aus sind diese Bereiche hinter den Bungalows mit recht dezenten Sichtschutzwänden vor unseren Blicken geschützt (oder umgekehrt )

velidhu155kAuf der Insel gibt es Reiher, Schönechsen, Eidechsen, kleine Laufvögel, Krähen, Flughunde und mindestens zwei weitere Vogelarten. Natürlich wandern auch Ameisen herum, die am Strand von Krebsen vertilgt werden. Mücken sieht (und fühlt) man kaum, so dass man sich wundert, wie die Lurchis denn überhaupt satt werden können. Lediglich am Abend bei eingeschaltetem Terrassenlicht flattert mal ein kleines Insekt (zur Freude der wartenden Eidechsen) vorbei. Kakerlaken oder Palmhörnchen (= Ratten) habe ich nicht zu velidhu017kGesicht bekommen und auch nicht von Sichtungen anderer Gäste gehört.

Während unseres Aufenthaltes haben wir keine Ungezieferbekämpfung mitbekommen.

Die meisten Tiere (außer den Ameisen) sind auch recht scheu und entsprechend schlecht zu fotografieren. Dies spricht aber durchaus dafür, dass sich die Gäste weitgehend daran halten und Tiere nicht füttern.

Anlagen der Insel / Management / Wiederholer

Das Management ist immer auf der Insel präsent. Man erkennt diese Mitarbeiter an den zumeist dunklen Hemden und dem Ovalen Namensschild mit Bezeichnung der Position.
Wie alle anderen Angestellten sind auch diese sehr freundlich und zuvorkommend.

velidhu093kDa das Management auch an den Buffets teilnimmt, gibt es auch hier immer mal die Möglichkeit den einen oder anderen anzusprechen.
Als der Technische Leiter (Manager Engeneering), Herr J.P.P neben mir auf sein Rührei wartete, habe ich ihn ganz unverbindlich auf die Generatoren angesprochen. Als ich dann zu den Würstchen weiterging ist er mir gefolgt und hat mir eine Besichtigung angeboten. Diese fand dann noch am gleichen Tage statt und erstreckte sich letztlich über die gesamte Anlage (Küche, Generatoren, Entsalzungsanlage, Abfallentsorgung, Wäscherei, Näherei, Vorratsräume …).

Eine wirklich sehr interessante gute Stunde, die ich jedem nur ans Herz legen kann.
Dabei wird der Eindruck, dass das Management auf Velidhu wirklich sehr gut arbeitet, weiter bestärkt.

Unter anderem lernt der (Wissens)durstige Besucher,

  • dass jeden Tag Fische aus eigenem Fang ins Kühlhaus gebracht werden und dort max. 3 Tage max. lagern.
     
  • velidhu088kDass jede Woche eine große Lieferung mit Lebensmitteln aus aller Welt angeliefert und gelagert wird. Von den Malediven kommen neben Bananen nur noch Kürbisse und Melonen.
  • Pro Tag verbraucht der Generator ca. 2000l Diesel. Alternative Energiequellen (Solar) werden leider nicht genutzt. Es steht lediglich eine Solarzelle für Warmwasser auf der Insel, die keine wirkliche Funktion zu haben scheint. Die Dieseltanks auf der Insel fassen 60.000 Liter und bieten somit eine Reserve von ungefähr einem Monat.
     
  • velidhu075kDie Entsalzungsanlage erzeigt 200.000l Süßwasser pro Tag, das in der Regel auch verwendet wird. Die Süßwassertanks fassen 300.000 Liter womit es keine große Reserve gibt, wenn die Entsalzungsanlage ausfällt.
    Salzwasser wird ansonsten auf der Insel nicht verwendet (außer zum Pastakochen )und es gibt auch keine Leitungen dafür.
  • Die Stromgeneratoren erzeugen in maximal 500kW Strom.
    velidhu078kMeist läuft nur einer der beiden Generatoren mit einer Leistung bis 300 kW. Der andere ist leider hörbar lauter und man kann es an einigen Stellen der Insel hören, wenn dieser in Spitzenzeiten (z.B. vor der Zubereitung von Mittag und Abendessen) anläuft und arbeitet. Vormittags und Nachts habe ich diesen aber niemals gehört. Und auch über Tags habe ich das nicht als große Belästigung empfunden (obwohl diese Geräusche bei unserem Bungalow zu hören waren).

velidhu073kEine andere Möglichkeit das Management kennen zulernen bleibt Wiederholungsgästen vorbehalten. Als solcher erhält man nicht nur einen schönen Obstkorb zur Begrüßung ins Zimmer und wird (wenn möglich) vom Management auch begrüßt und verabschiedet. Man wird auch zu einem Coctail an den Strand eingeladen, bei dem es dann reichlich Getränke (siehe Sparmöglichkeiten für HP Gäste ) und leckere Häppchen gibt. Dabei laufen dann alle Mitarbeiter des Managements herum, stellen sich vor und haben sowohl für Smalltalk, aber auch ernst gemeinte Anregungen ein offenes Ohr.
Hierbei erfuhren wir u.a., dass das Management diese Insel noch zwei Jahre unter der Regie der JK Gruppe führen wird. Dann läuft der Pachtvertrag aus und wird für 25 Jahre neu von der Maledivischen Regierung vergeben. Sollte das aktuelle Management den Zuschlag bekommen, so planen sie u.a. weitere Wasserbungalows und einen Tennisplatz.
Ich hoffe mein Hinweis, dass dies sicherlich die meisten Gäste nicht unbedingt wünschen würden, ist nicht ungehört verhallt.

velidhu027kDa wir vorher mit Herrn Sumith einige Emails gewechselt hatten, durften wir auch daran teilnehmen, obwohl es ja unser erster Besuch auf Velidhu war. Es war zwar etwas gewöhnungsbedürftig, weil die meisten Gespräche mit der Frage „Zum wie vielten Male sind sie denn hier?“ begannen und mir die Antwort immer etwas unangenehm war – aber dennoch eine interessante Veranstaltung, bei der man auch mit ein paar anderen Gäste ins Gespräch kam, die man ansonsten nur beim Essen sah.

Gästestruktur / Nationalitäten

Velidhu wird vorwiegend von den Veranstaltern Kuoni und Thomas Cook (Neckermann) gebucht. Daneben gibt es noch ein paar kleine Anbieter (Orca…).

velidhu015kDas Publikum ist international; während unserer Zeit wohl am meisten Briten. Der Rest setzte sich aus Franzosen, Spaniern, Italienern, Östereichern, Schweizern, Japanern und Deutschen zusammen.
Auch wenn dieser oder jener Angestellte auch mal ein paar Brocken einer anderen Sprache versteht, ist die „Amtssprache“ auf Velidhu englisch. Die meisten Unterlagen gibt es jedoch in allen genannten Sprachen und irgendwie kann man sich immer verständlich machen.

Die Alterstruktur war ebenfalls bunt gemischt. Vom frisch verheirateten jungen Paar auf Hochzeitsreise bis zum Rentnerpaar beim wiederholten Besuch ist alles auf Velidhu vertreten.
Gemeinsam haben jedoch (fast) alle, dass es sich um ruhige und Erholung suchende Paare oder Einzelreisende handelt.

So bleibt es auf der Insel immer angenehm ruhig, was auch durch die (fast) fehlende Animation gefördert wird. Glücklicherweise hört man auch nur sehr selten ein Handy bimmeln oder sieht jemanden telefonierend über die Insel laufen. Ich hoffe stark, dass die internationalen Preise weiterhin sehr hoch bleiben, damit dies auch in Zukunft so bleibt.

SpaCenter

velidhu190kGrundsätzlich gehöre ich zu den Touristen, die eine einfache Malediveninsel wie vor 15-20 Jahren angenehm, ausreichend und besonders erholsam empfinden. Riesige Buffets, Pools oder SpaCenter halte ich für weniger wichtig (wenn durchaus auch nicht für unangenehm) – und für ärgerlich, wenn diese eine Insel unnötig verschandeln oder teuer machen.
Auf der anderen Seite ist es natürlich angenehm sich mit einer Massage verwöhnen zu lassen. Zudem ist das SpaCenter auf Velidhu unauffällig im Inselinneren gebaut und stört so den Gesamteindruck der Anlage überhaupt nicht. Und das Velidhu zu den besonders teuren Ressorts gehört ist ja glücklicherweise auch nicht der Fall.

Es werden verschiede Massagen und Behandlungen mit Elementen von Ajuveda und **** angeboten. Ganz grob muss man für eine Minute mit ca. 1$ rechnen, wobei die Behandlungen bis zu 90 Minuten dauern.

Bärbel fand sowohl die Atmosphäre als auch die Durchführung sehr angenehm und für den Preis angemessen. Direkte Sonderangebote gibt es nicht. Sollte man mehrere Massagen machen wollen, kann man vorab für aber einen kleinen Rabatt aushandeln

Das Wetter

velidhu052kRegenzeit oder nicht, dass ist auf den Malediven keinesfalls das Hauptkriterium für schönes Wetter in seinem 1-3 wöchigen Urlaub. Da unterscheiden sich die Malediven nicht von unserem Sommer. Wenn man Glück hat, dann kann man auch während der Regenzeit (Mail bis August) einen sonnigen Urlaub geniessen. Auf der anderen Seite hatten wir auch schon zur besten Reisezeit (Dezember - März) recht durchwachsenes Wetter.

Vor dem Urlaub habe ich per wetter.com ausführlich den Wetterbericht beobachtet - und er war eigentlich immer schlecht. Auch während unseres Aufenthaltes war das nicht anders. Der 10 Tage Wetterbericht wurde sogar an der Rezeption ausgehangen, stimmte aber noch nicht einmal am ersten Tag.
Kurz vor unserem Urlaub war auf den Malediven tatsächlich 3 Wochen mieses Wetter und die Urlauber haben kaum die Sonne gesehen.
Wir hatten Glück und während unserer 16 Tage (ikl. Asdu) fast ausschließlich Sonne. Lediglich einen Tag war der Himmel etwas stärker bewölkt. Lediglich Abends zogen häufiger Wolken auf und brachten meist nachts (einmal Abends) teilweise recht kräftige Schauer.
Gerade bei Bewölkung und/oder leichtem Regen sollte man aber durchaus mal einen Schnorchelgang machen. Oft sind dann wesentlich mehr Fische unterwegs...

Die Temperaturen liegen (auch bei Regen und in der Nacht) zumeist zwischen 27 und 31 Grad, die Wassertemperaturen bis in große Tiefe ebenfalls bei ca. 27 Grad. Wenn das Meer allerdings sehr ruhig ist und die Sonne die oberste Wasserschicht auf weit über 30 Grad aufheizt, dann kommt einem das daruter liegende Wasser fast kalt vor.

velidhu203k
Fazit

Den Malediventraum von einer völlig einsamen Insel, die man für sich alleine hat, findet man auf den Malediven allgemein (fast) nicht mehr.
Auch findet man kaum mehr Inseln, die den einfachen und typischen Maledivencharme von vor 15-20 Jahren ausstrahlen.
Und wer ein wenig mehr Action haben will, für den sind die meisten Malediveninseln sowieso die falsche Wahl.

Velidhu ist eine komfortable Insel mit aufmerksamen Angestellten unter einem sehr guten Management, dass einen erholsamen und unbeschwerten Urlaub garantiert. Sie bietet sehr gute Schnorchel und Tauchmöglichkeiten und bietet trotz ihrer max. 200 Gäste immer irgendwo eine recht einsame Ecke.
Nicht zuletzt sprechen die vielen Wiederholungsgäste eine klare Sprache für Velidhu.

In meiner persönlichen Wertung nach 5 Inseln würde ich Velidhu sowohl vom Standard, als auch den Bedingungen auf eine vergleichbare Stufe mit Rheeti Beach stellen. Eriyadu steht in der Ausstattung ein klein wenig zurück, kann aber durch das sehr gute Hausriff punkten. Asdu ist sowieso kaum mit den anderen Inseln vergleichbar und nimmt einen Sonderstatus ein. Nur Embudu liegt in meiner Bewertung leicht abgeschlagen.

Wenn Euch dieser Bericht gefallen/ geholfen hat, dann freue ich mich über einen Eintrag in meinem Gästebuch. Fragen oder Fehlermeldungen bitte per Email!

Hintergrundbilder über und unter Wasser hier downloaden!

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