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Testbericht / Erfahrungsbericht
Samsung Q35 Ciona / Ruby
Allgemeines / Vorwort
Den Samsung Q35 gibt es in verschiedenen Ausführungen mit unterschiedlicher Ausstattung. Die etwas älteren Modelle haben einen Core Duo, die aktuellen Modelle einen Core 2 Duo Prozessor. Ansonsten unterscheiden sich die Modelle in Prozessorgeschwindigkeit, Festplattengröße und der Farbe. Auch die Modelle mit dem „Pro“ Zusatz unterscheiden sich praktisch nur in diesen Daten, haben lt. Samsung aber ausgewählte A+ Komponenten eingebaut.
Grundsätzlich bezieht sich mein Test auf die gesamte Q35 Serie. Zum Test lag mir das Modell Ciona mit T5500 Core 2 Duo (2*1,66 GHz), 1 GB RAM und 120 GB Festplatte. Das ebenfalls erhältliche Modell Ruby unterscheidet sich lediglich durch den roten Deckel. Bei den aktuellen Modellen ist Windows Vista vorinstalliert. Bei den älteren Modellen liegt Windows XP bei.
Technische Daten und Maße findet Ihr auf der Samsung Homepage.
Die günstigsten Modelle bekommt man bereits zu Marktpreisen von knapp unter 1000 Euro. Die aktuelle Core 2 Duo Modelle liegen je nach Ausstattung zwischen ca. 1200 und 1800 Euro. Studenten bekommen ausgewählte Samsung Notebooks übrigens unter www.studentbook.de zu (leicht) vergünstigten Preisen.
Aussehen / Gehäuse / Erweiterung
Wie die meisten Notebooks mit 12 Zoll Display findet auch der Samsung Q35 ungefähr auf einer DIN A4 Seite Platz. Das Gehäuse ist überwiegend aus Kunststoff gefertigt, an manchen Oberflächen aber mit Magnesium verstärkt/überzogen. Der Deckel mit dem Display ist recht stabil und schließt sicher, auch wenn es dabei ohne „Haken und Ösen“ auskommt. Der Akku ragt hinten aus dem Gehäuse heraus. Dennoch kann man das Display um vollständige 180 Grad aufklappen. Das Gehäuse ist insgesamt recht robust und verwindungssteif. Auch die Anfälligkeit für Fingerabdrücke und Kratzer ist nicht allzu hoch.
Die Unterseite des Gehäuses ist stark zerklüftet. Auf glatten Flächen wie einem Tisch steht das Notebook auf kleinen Füßen, was für eine ausreichende Luftzufuhr von unten sorgt. Bei Benutzung auf den Oberschenkeln ist dies nicht unbedingt von Vorteil, aber durchaus machbar. Die meisten Komponenten sind unter Klappen zu erreichen und dadurch einfach zu tauschen. Auch das DVD Laufwerk kann „nur“ nach Entfernen von 2 Schrauben entfernt werden. Ein Plastikrahmen (zum Gewicht sparen) gibt es nicht.
Festplatte und Speicher lassen sich einfach erweitern. Allerdings ist beim Hauptspeicher nur eines der beiden Module zu erreichen. Deshalb sind die standardmäßigen 1 GB (2 * 512 MB) mit einem 1GB Modul nur auf 1,5 GB zu erweitern. Ein 512MB Modul bleibt dabei natürlich übrig.
Bei der Angabe des Gewichts hat Samsung nicht untertrieben. Das Gewicht (mit Akku aber ohne Netzteil) liegt tatsächlich knapp unter 1900 Gramm.
Tastatur / Touchpad
Leider nutzt die Tastatur weder Gehäusebreite, noch –tiefe sinnvoll aus, biegt sich beim Schreiben aber nicht durch. Die meisten Tasten sind dennoch ausreichend groß und vermitteln zusätzlich ein gutes Anschlaggefühl. Leider sind unter anderem die Cursor-/Pfeiltasten aber etwas kleiner, dafür aber immerhin etwas abgesetzt angeordnet. Da diese Tasten aber zumindest noch die volle Breite haben, kann man auch mit breiten Fingern noch ganz gut damit leben. Manche Funktionen (z.B. Pos1/Home) sind dabei aber nur über die Fn-Taste als Doppelbelegung zu erreichen.
Unter der Tastatur verbleibt eine verhältnismäßig große Handballenauflage. Darin befindet sich das etwas kleine Touchpad, dessen Oberfläche leicht angeraut und dadurch (für meinen Geschmack) sehr angenehm zu bedienen ist.
Display
Der 12“ Bildschirm ist (wie heute meist) in spiegelnder Glare Technik gebaut. Die Helligkeit ist gut – in Verbindung mit der spiegelnden Oberfläche aber nicht für Arbeiten unter hellem und direktem Tageslicht geeignet. Die Helligkeit kann in 9 Stufen reguliert werden, wobei je nach Umgebung eine mittlere Einstellung noch ausreichen kann. Kontrast und Farben sind für einen Notebook gut, mit einem separaten PC Monitor aber nicht zu vergleichen. Der horizontale Blickwinkel ist klassenüblich akzeptabel – der vertikale leider mäßig.
Lautstärke / Wärme
Im Netzbetrieb läuft der Lüfter immer, ist dabei hörbar, aber leise. Per Taste kann die Prozessorgeschwindigkeit abgeregelt werden, was den Lüfter (fast) komplett abschaltet. Im Akkubetrieb bleibt der Lüfter erst einmal aus und schaltet sich dann nur bei Notwendigkeit zu. Die Geräusche der Festplatte und des DVD Brenners bleiben im üblichen Rahmen, womit das DVD Laufwerk die lauteste Komponente darstellt. Beim Anschauen von DVDs ist dies aber kaum störend.
Die Kühlung funktioniert gut. Auch bei längerem Arbeiten bleibt es bei nur leichten Erwärmungen im Bereich von CPU und Festplatte.
Sound
Die eingebaute Soundkarte und die Lautsprecher werden durch das SRS/Wow System unterstützt. Obwohl die Lautsprecher an der hinteren Unterseite des Notebooks liegen und dadurch die Voraussetzungen für einen guten Klang deutlich erschwert sind, macht der Q35 in dieser Disziplin eine erstaunlich gute Figur. Richtig eingestellt kommen selbst Bässe (für einen Notebook) gut zur Geltung und auch die maximale Lautstärke ist vollkommen ausreichend.
Das eingebaute Mikrofon ist sicherlich nur eine Notlösung. Analoge und digitale Anschlüsse sind vorhanden.
Akku
Als Besonderheit bietet der Akku eine Skala aus 5 LEDs, die bei Druck auf einen kleinen Knopf über den Ladezustand des Akkus Auskunft gibt. Da man den Akku aber standardmäßig im Notebook auflädt, ist das wohl eher als witziges Gimmick, denn als wichtige Errungenschaft anzusehen. Im Vergleich zur Anzeige innerhalb Windows zeigt diese LED Skala auch eher zuviel an.
Die Akkulaufzeit kann natürlich mit verschiedenen Stromsparmaßnahmen verlängert werden Die auf der Homepage versprochenen maximalen 6 Stunden erreicht man vermutlich aber nur dann, wenn man bei niedrigster Helligkeit die CPU möglichst gar nicht beschäftigt und dabei natürlich auch Sound, Wlan und Bluetooth abgeschaltet hat. Letzteres ist übrigens leider auch nicht per Taste zu bewerkstelligen. Bei akzeptabler Helligkeit (Stufe 6/9) und aktiviertem WLan ist nicht viel mehr als 3 Stunden Internetsurfen drin. Inwieweit sich der Akku nach einigen Ladezyclen noch steigert, kann ich leider nicht sagen. Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass meine Tests unter Windows Vista erfolgt sind, dem man (bisher) ja (noch) einen deutlich weniger effizienten Umgang mit der Akkukapazität bescheinigt.
Schnittstellen
Die Ausstattung an Anschlüssen liegt im üblichen Bereich. Wie die meisten kleinen Notebooks gibt es auch für den Q35 kein ***. Serielle, parallele oder PS/2 Schnittstellen gibt es heute praktisch an keinem Notebook mehr.
Der VGA Anschluss ist ebenso selbstverständlich vorhanden, wie auch 2 USB Schnittstellen, Firewire, Modem, Netzwerk. Sicherlich ist es Geschmacksache, ob man einen PC Express oder PC Card PCMCIA Steckplatz bevorzugt. Im Gegensatz zu den meisten kleinen (Sub)Notebooks setzt Samsung noch auf den älteren (und etwas größeren) PC Card Steckplatz, für den es bedeutend mehr und zurzeit auch noch preiswertere Erweiterungen gibt. Natürlich gibt es auch noch einen SD/MMC/MS Steckplatz.
Geschwindigkeit und Software
Durch die Tatsache, dass Windows Vista (Home Premium) auf dem Notebook vorinstalliert ist, macht der Q35 erst einmal keinen besonders schnellen Eindruck auf einen WinXP Nutzer. Erkennbare Unterschiede gibt es letztlich im Vergleich zu Notebooks mit anderen Core 2 Duo Prozessoren kaum. Natürlich zeigen Testprogramme kleinere Werte als bei einem T7200 mit 2*2 GHz. Bei Internet und Officeanwendungen merkt man dies aber praktisch nicht. Dies gilt gleichermaßen für Spiele, denn einfache Spielchen laufen trotz Chipsatzgrafik mit shared Memory problemlos und aufwendigen 3D Spiele machen auch bei schnellstem Prozessor wenig Freude. Insofern ist das Notebook mit einem T5500 mit 1,66 GHz absolut ausreichend „motorisiert“.
Zum Windows Vista wird eine Recovery CD mitgeliefert. Die weiteren Zugaben beschränken sich auf eine 90 Tage Version der McAffee Internetsecurity, die man immerhin problemlos deinstallieren kann. Zum Betrachten von Filmen, Bildern oder Musikhören ist eine komplette Softwaresuite installiert. Um den Notebook nur/sofort mit dieser Software hochzufahren, gibt es einen extra (etwas kleineren) Anschaltknopf. Allerdings wird in diesem Fall Windows Vista ganz normal mitgestartet, womit es zu keinem Zeitgewinn kommt. Ob dies nur bei meiner Installation so ist oder ein verkürzter Start nur bei WinXP Systemen möglich ist, habe ich nicht herausfinden können.
Für Software-/Treiberaktualisierung ist ein praktisches Programm vorinstalliert, welches auf Wunsch verbesserte Treiber auf dem Samsung Server sucht und automatisch einrichtet.
Die Geschwindigkeit der Wifi Karte ist gut. Die Verbindung kommt problemlos zustande und bleibt innerhalb unseres Hauses stabil.
Fazit.
Insgesamt ist Samsung mit dem Q35 sicherlich ein gutes und solides Notebook zu angemessenen Preisen gelungen. Lediglich die Aufpreise für die kaum unterschiedlichen Pro Modelle erscheinen mir etwas hoch zu sein.
Hier die wichtigsten Stärken und Schwächen noch einmal in einer Liste:
+ Tastatur mit gutem Schreibgefühl + helles Display mit natürlicher Farbdarstellung und gutem Kontrast + geringe Lautstärke + gute Klangqualität und Lautstärke + stabiles Gehäuse + angenehme Oberfläche des TouchPads + einfache Um-/Aufrüstung (aber. s.u.) + hohe Geschwindigkeit + Pcmcia PC Card Steckplatz
o kleinere Cursortasten noch brauchbar o brauchbare Displaydarstellung bei seitlicher Sicht o durchschnittliche Akkulaufzeit o Chipsatzgrafik für übliche Anwendungen ausreichen o normale Schnittstellenausstattung
- Akku ragt aus Gehäuse heraus - vertikale Blickwinkelabhängigkeit (schlechte Anzeige von oben/unten) - Display spiegelt stark - eine Speicherbank nicht erreichbar (max. 1,5 GB RAM) - Lieferumfang könnte besser sein (vor allem Tasche)
Hier geht es zu einer vergleichenden Übersicht zwischen vier 12” Notebooks
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Hintergrundbilder über und unter Wasser hier downloaden!
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