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Reethi Beach, Baa Atoll, 25. September – 10. Oktober 2003
In der oben genannten Zeit haben wir unseren Urlaub auf Reethi Beach verbracht. Eigentlich heißt die Insel ja Fonimagoodhoo. Wie bei den Touristenresorts üblich, wird die Insel aber meist mit dem Namen des Hotels bezeichnet und der ist Reethi Beach Resort.
Dieser Reisebericht beschreibt ganz subjektiv unsere Eindrücke.
Da wir ansonsten nur Eriyadu kennen, können wir natürlich auch nur diese andere Insel zum Vergleich heranziehen und haben das im Folgenden auch getan.
Planung oder „Warum Reethi Beach?“
Wir planen unsere Urlaube meist eher kurzfristig und auch diesmal war das nicht anders. Dennoch war das Angebot an preisgünstigen Angeboten durchaus akzeptabel. Allerdings wurden bis ca. 3 Wochen vor unserem gewünschten Termin langsam die Flüge knapp und bei einigen Veranstaltern wie Thomas Cook (= Neckermann, Bucher …) waren dann die Last Minute Angebote vergriffen.
Für uns soll eine Malediveninsel vor allem ruhig und gemütlich sein und zusätzlich über ein schönes Hausriff zum Schnorcheln verfügen. Wie auch die Insel, sollte sich möglichst auch die Tauchbasis im bezahlbaren Bereich bewegen. Veranstaltungen und Animationen sind uns nicht wichtig oder könnten sogar eher gegen eine Insel sprechen. Ein besonderer Luxus ist nicht Voraussetzung, aber auch keinesfalls ein Hinderungsgrund. Und wer lässt sich nicht gerne mit etwas Komfort und durch gutes Essen verwöhnen…
Eriyadu ist diesen Wünschen sehr nahe gekommen. Einzig der etwas geringe Abstand der einzelnen Bungalows störte etwas das sonst sehr schöne Flair der Insel.
In allen Reiseberichten schien das Reethi Beach Resort (RBR) diesem Ideal sehr nahe zu kommen (zumindest von den bezahlbaren Inseln). Wir fanden kaum negative Punkte und auch der Kontakt vor der Buchung zur Insel (per Email) war schnell und sehr viel versprechend. Dafür noch einmal vielen Dank an Helena, die wirklich jede Frage meist innerhalb nur weniger Stunden kompetent beantwortet hat. Neben den positiven Berichten gab letztlich auch das wirklich sehr günstige Angebot von LTUR den Ausschlag. 2 Wochen HP für nur 1200 Euro (ÜF für 990€) war tatsächlich um 400-600 unter den Preisen anderen Anbieter. Und dabei war sogar bereits ein innermaledivischer Flugtransfer inklusive. (Das reichhaltige Abendbuffet kostet auf der Insel übrigens 26$ anstatt beim o.g. Aufpreis ca. 15€)
Da konnte mich sogar der Flug mit LTU nicht abschrecken, der in einigen Berichten von Maledivenurlaubern nicht besonders gut abgeschnitten hat.
EInen besonderen Dank geht an Helena von der Rezeption, die mir schnell und freundlich alle Fragen per EMail beantwortet und trotz unserer kurzfristigen Buchung auch eine Reservierung für einen EInzelbungalow möglich gemacht hat. Fragen richtet Ihr an: reservation@reethibeach.com.mv.
Der Flu(ch)/g der Anreise
Ein Nachtflug auf der Hinreise könnte durchaus den Vorteil haben, dass man die knappen 10 Stunden über den Wolken kaum mitbekommt und am nächsten Morgen seinen Urlaub ausgeschlafen auf den Malediven verbringen kann. Wenn man aber über 1,90m groß ist, dann sollte man das aber nicht erwarten und stattdessen folgendes mit ins Handgepäck nehmen:
- einen Schuhanzieher
um seine Knie hinter den Sitz des Vordermannes zu quetschen
- Knieschoner
- Einen Ausredenzettel
um sich beim Vordermann dafür zu entschuldigen, warum der seinen Sitz nicht nach hinten machen kann. (macht der das dennoch einmal, falls man z.B. mal zur Toilette gegangen ist, dann hilft auch der Schuhanzieher nicht mehr: dann am besten gleich auf dem Lokus sitzen bleiben!)
- Schlaftabletten oder besser einen dicken Holzhammer
weil man in dieser Position ohne Drogen garantiert nicht einschlafen kann. (Den Holzhammer verwenden Masochisten statt der Schlaftabletten an sich selber, Sadisten setzen damit denjenigen außer Gefecht, der einem den begehrten Platz mit Beinfreiheit am Notausgang weggeschnappt hat.
- Eine Nackenstütze
Leider sind für Großgewachsene auch die Rückenlehnen zu kurz geraten, so dass man seinen Kopf nicht vernünftig anlehnen kann.
Zusätzlich kann folgendes nicht schaden:
- Kopfhörer (3,5mm Klinke), damit man sich den nicht im Flugzeug kaufen muss.
- Abdeckung für die Augen
Nein – sooo hässlich sind die Stewardessen gar nicht! Und die Filme sind auch einigermaßen erträglich. Wenn man aber schlafen möchte, bekommen so auch die Augen ihre Pause…
- Geld / Kreditkarte
Falls man etwas zollfreies kaufen oder an Bord etwas alkoholisches trinken möchte!
Zigaretten kann man übrigens getrost in den Koffer verbannen. Alle LTU Flüge sind Nichtraucherflüge. Ansonsten sind Speisen und Getränke an Bord im Reisepreis enthalten (staun) und beim ersten Service gab es auch 2 oder 3 alkoholische Getränke ohne Aufpreis (aber wirklich nur beim ersten Service). Auch das vorherige Reservieren eines vegetarischen oder diabetischen Essens ist kostenlos, muss aber rechtzeitig vor der Reise passieren.
Grundsätzlich ist auch eine vorzeitige Sitzplatzreservierung kostenlos – allerdings nur für Besitzer einer LTU Card. Diese kostet 30 Euro (für ein Jahr) und bietet neben der Reservierungsmöglichkeit noch zahlreiche Vorteile (z.B. wird die Brieftasche dicker und man kann sich endlich wie ein Mensch erster LTU Klasse fühlen). Da in unserem Flugzeug die Sitzanordnung 2-4-2 war (also am Fenster jeweils Zweierplätze), habe ich mich zur Sitzplatzreservierung für 30 Euro entschieden. Dies hatten übrigens auch schon so viele andere Reisende gemacht, so dass fast alle Fensterplätze reserviert waren.
Pro Person hat man 20 kg Freigepäck (+ Handgepäck) und kann ohne vorherige Anmeldung zusätzlich 20 kg Tauchgepäck mitnehmen. Dies wird übrigens nicht geprüft und auch nicht sonderlich genau genommen). Insofern hat man als stolzer Besitzer einer LTU Card natürlich kaum einen Vorteil, dass man noch einmal 10 kg mehr einpacken darf. Im Nachhinein habe ich mich schon etwas geärgert, dass wir nicht noch 20 kg Sand mitgenommen haben. Schließlich will man seine Vorteile ja auch ausnutzen … Außer vom Sitzplatzangebot kann ich viele andere Berichte aber nicht bestätigen. Service und Freundlichkeit der Besatzung war absolut ok. Wer also nicht gerade ein Sitzriese ist, hatte also eigentlich keinen Grund zur Beanstandung. Für 200€ pro Person und Flug hätte man am Flughafen übrigens die erste Klasse (heißt bei LTU First Business oder so ähnlich) nachbuchen können. Das ist ungefähr der halbe Normalpreis!. Dafür gibt es dann mehr Filme, doppelt so viel Platz und Alkohol bis zum Abwinken …
Wie üblich bekam man an Bord dann noch die maledivischen Einreisepapiere, die man dann während des Flugs ausfüllen konnte. Den Flug kann man bei LTU im Internet übrigens auch separat buchen. Der Listenpreis beträgt 1149 Euro (was allerdings niemand wirklich bezahlt). Kurzfristig gebucht hätte unser Flug 499 Euro gekostet.
Auf den Malediven / Zwischenlandung in Hulule
Flug und Landung verliefen ohne Problem und auch sehr pünktlich. So kamen wir gegen 10 Uhr morgens (+3 Stunden Zeitverschiebung) auf Hulule an. Da wir aufgrund des Windes von Süden einfliegen mussten, konnten wir einen schönen Blick auf Male und andere Inseln werfen. Dabei sind mir einige nette Fotos geglückt – bis mich die Stewardess darauf hinwies, dass das Verbot von elektrischen Geräten während der Landung sich auch auf Digitalkameras bezog.
Male, die Flughafeninsel Hulule und eine Touristeninsel sollen übrigens in den nächsten Jahren per Landgewinnung zu einer großen Insel zusammengefügt werden. Davon ist zurzeit aber noch nichts zu bemerken. Ich finde es toll, wenn an kleinen Flughäfen einfach eine Treppe ans Flugzeug gestellt wird und man von dort aus zu Fuß zur Abfertigung gehen kann. Auf den Malediven ist das so und wird nicht (wie mir schon passiert) für 50m Luftlinie in einen Bus verfrachtet. Da meist nicht so viele Flugzeuge ankommen, geht die Abfertigung recht zügig und auch die Koffer kommen recht schnell auf das Band. Vom Zoll habe ich nichts bemerkt, obwohl man doch so manches nicht einführen darf (Alkohol, Fleisch/Wurst, …).
Draußen wartet dann eine Halle mit diversen Schaltern von Inseln, bzw. Touristenbüros. Zusätzlich stehen natürlich die verschiedenen Veranstalter mit den üblichen Schildern in freudiger Erwartung neuer Touristen bereit. Wir wurden zu einem Schalter gelotst, der unsere Unterlagen prüfte, uns freundlich begrüßte und uns noch Anmeldungen für die Insel, sowie zwei Flaschen kaltes Wasser mit auf den Weg gab. Dann ging es wenige Schritte zu einem Bus, der uns dann zum Wasserflugzeugabflug brachte. Interessanterweise fuhr dieser Bus quer über die Start- und Landebahn des Flughafens, ohne dabei irgendwelche Kontrollen oder Ampeln passieren zu müssen. Lediglich an einer geschlossenen Schranke ist er einfach vorbei gefahren. So etwas wäre bei uns wohl undenkbar. Beim Rückflug ist mir dann doch eine Ampel aufgefallen und diesmal hat der Bus auch vor der geschlossenen Schranke gewartet.
Natürlich bekommt man auch auf jeder Insel Briefmarken – allerdings meist nur eine Standardmarke. Im Flughafengebäude (außen) befindet sich eine Bank und eine Post. Hier gibt es auch schöne andere Briefmarken mit bunten Fischen drauf. Man kann dort mit $ bezahlen und erhält als Wechselgeld Maledivische Rufia, die man notfalls als Souvenir behalten kann.
Auf dem Parkplatz hatten wir übrigens eine denkwürdige Begegnung: Ein Paar sprach uns an: Paar: Ward ihr letztes Jahr nicht auch auf Eriyadu? Wir: Ja – oh – hallo. Und wo fahr Ihr jetzt hin? Paar: Wir fahren jetzt wieder nach Eriyadu. Für die 2. Woche. Wir haben gewechselt. Auf der ersten Insel hat es uns nicht so gut gefallen. Wir: Oh – schade. Und wo war das? Paar: Reethi Beach. Wir: (schluck) Da fahren wir jetzt hin. Was war da denn nicht so gut? Paar: Die Insel war wirklich nicht schlecht – aber das Tauchen war nicht so gut.
Tja – dann fuhr unser Bus los und wir konnten uns nicht weiter austauschen. Naja. Das war kein wirklich guter Auftakt. Aber da das Tauchen ja nicht die Hauptsache („nur“ eine wichtige Nebensache) sein sollte, habe ich mir meine Stimmung nicht verderben lassen. Auf dem Rückflug haben wir sie dann wieder getroffen. Sie hatten nach Eriyadu die Insel noch ein weiteres Mal gewechselt und dann die letzten Tage auf Filitheo verbracht.
So checkten wir erstmal für das Wassertaxi ein. Leider wurde unser Gepäck dort doch genau gewogen und wurde für zu schwer befunden. Pro kg Übergepäck wurden dann 2 $ Aufpreis fällig. Im Gegensatz zu anderen Reiseberichten wurde das Handgepäck nicht mit gewogen (die Passagiere auch nicht) und es waren 25 kg pro Person frei. Dann warteten wir noch gut 20 Minuten auf unser Wasserflugzeug und flogen dann durch einen nur leicht bewölkten Himmel in ca. 30 Minuten zum Ziel. Die Aussicht auf die vielen kleinen Inseln war wunderschön. Der irgendwo gelesene Tipp, dass man auf der linken Seite vor allem von Reethi Beach mehr zu sehen bekommt, erwies sich bei unserem Flug aber als absolut falsch.
Auf der Insel
Die Landeplattform von RBR ist nur wenige hundert Meter vom Steg entfernt (bei anderen Inseln kann das auch schon mal eine Bootsfahrt von gut 10 Minuten werden). Sofort nach der Landung kam ein Dhoni und holte und vom der Platform ab (Es ist übrigens das große Dhoni, welches auch beim Tauchen benutzt wird). Wenn man jetzt vergisst die Uhr noch einmal eine Stunde vorzustellen, der wird beim Tauchen immer der erste auf dem Boot sein und beim Essen schon vor den Kellnern und vor dem Essen an seinem Platz sitzen!
In der Rezeption bekamen wir eine aufgeschlagene Kokosnuss (schön kühl) und füllten dann die Anmeldungen (die wir am Schalter beim Flughafen bekommen hatten) aus. Kurz wurde noch auf die Essenzeiten verwiesen und dann ging es in die Zimmer. Am gleichen Abend fand vor dem Essen noch ein kurzer Inselrundgang statt. Zum Abschluss gab es ein Getränk in der Bar und ein Tauchlehrer berichtete wissenswertes über das Tauchen und Schnorcheln.
In der Rezeption gibt es auch die üblichen Informationsmappen und –tafeln der verschiedenen Anbieter. Ausflüge können aber direkt an der Rezeption gebucht werden und auch die Abreiseinformationen liegen hier am Abend vor der Abreise aus.
Die Insel
Reethi Beach ist eine langgestreckte Insel. Sie ist ca. 600m lang und gut 200m breit. Sie ist mit Bäumen, Büschen und Palmen bewachsen, wobei die Palmen nicht allzu hoch und im Vergleich zu den Bäumen in der Minderheit sind.
Auf der Insel gibt es Echsen und Lurche, Flughunde (vor allem am Abend zu sehen) und kleine Vögel. Ein Reiher war nur selten zu sehen. Auch nur einmal habe ich ein Palmhörnchen (=Ratte) und eine Kakerlake gesehen. Die Kakerlake habe ich gefangen und dann aus unserem Badezimmer verwiesen. Sie hat sich das anscheinend gemerkt, denn sie ist nicht wiedergekommen. Auch einige größere Ameisen liefen im Bad herum, störten aber nicht und verliefen sich nur selten ins Schlafzimmer. Kleine Ameisen hatten an einer Bungalowwand eine Straße errichtet, aber auch die störten uns nicht. Mücken haben wir nicht gesehen. Hin und wieder verflog sich aber eine Fliege in unser Zimmer. Und dann liefen natürlich noch diverse Krebse und Einsiedlerkrebse (die mit den Muscheln) über den Strand.
Auf der einen Längsseite (Westen) befinden sich die Bungalows und auf der anderen Seite alle anderen Einrichtungen. Im Süden ist der größte Strandbereich (Postkarten zeigen RBR immer von dieser Seite) und dort beginnen die Deluxebungalows, die etwas größer sind und einen separaten Raum mit Sitzecke haben. Vor den Deluxebungalows befindet sich etwas mehr Strand und zudem jeweils eine maledivische Schaukel.
Die ersten beiden Bungalows (101-104) sind Doppel, alle weiteren Deluxe sind Einzelbungalows. Ab ca. der 135 kommen dann die Standardbungalows, die ab ca. 160 Doppelbungalows sind. Auf der Nordseite sind dann die (von außen sehr unscheinbaren) 15 Wasser/Doppelbungalows. Dazu kommen noch ein paar Bungalows (um 190) auf der Ostseite, die nicht am Strand liegen und anscheinend vorwiegend bei Überbelegungen genutzt werden. Zum Zeitpunkt unseres Aufenthaltes hat ein anderes Paar 10 Tage ohne Aufpreis in einem Wasserbungalow wohnen dürfen, musste dafür die restlichen 4 Nächte in diesen Bereich.
Insgesamt (bei teilweise 3er Belegung mit Kindern) sind max. 260 Gäste auf der Insel. Die Wasserbungalows haben einen kleinen zugehörigen Strand. Hier befindet sich (wie auch auf der Südseite) eine kleine Bar. Vor den meisten Standardbungalows ist nur bei Ebbe ein wirklicher Strand auszumachen. (Fast) jeder Standardbungalow hat aber einen kleinen Zugang zum Strand/Wasser. Mit etwas Glück ist dieser Bereich so geschützt, dass man den Nachbarn kaum bemerkt.
Ob die Doppelbungalows hellhörig sind, kann ich nicht sagen. Wir hatten vorher per Email um einen Einzelbungalow gebeten und diesen auch bekommen. Grundsätzlich kann man (kostenlos) einen Bungalow oder Bereich reservieren. Macht man dass min. 6 Wochen vorher, dann stehen die Chancen nicht schlecht, dass das auch klappt. Da –wie auf allen Touristeninseln- das Inselinnere dem einheimischen Personal vorbehalten bleibt, bewegt man sich immer auf Wegen, die um die Insel herum führen. So haben die Bewohner der Nummern um 115 den kürzesten, die der Wasserbungalows den längsten Weg zum Essen und zur Hauptbar.
Die Wege sind tatsächlich betoniert, bzw es sieht zumindest so aus und fühlt sich auch so an (auch wenn beim Managementgespräch gesagt wurde, dass dies kein Beton sondern nur stark kompriemierter Sand sein soll). Darauf ist mehr oder weniger viel Sand (gestreut?). Da es während unseres Aufenthaltes häufig und auch kräftig geregnet hat, war auf einigen Abschnitten der Sand fast komplett weggespült. Beim allmorgendlichen Harken und Fegen (der herabgefallenen Blätter) wurde zwar auch immer wieder etwas Sand auf diese Stellen gelegt, wirklich schönes Gehen im Sand stelle ich mir allerdings anders vor. Aber auch wenn teilweise 1-2 cm Sand auf dem Beton liegt, mir taten nach einigen Tagen schon die Fersen weh. Auf der Ostseite liegen die Surf/Segelschule, die Rezeption, die Mainbar, das Hauptrestaurant, der Grill, die Tauchbasis, das Wellnesscenter und der Pool/Sportbereich. An einem der 3 Stege ist ein weiteres Restaurant und am Hauptweg von Ost zur Westseite das Spezialitätenrestaurant. Zwischen der Rezeption und der Hauptbar befinden sich die beiden Inselläden. Im gleichen Gebäude ist auch ein praktischer Arzt zu finden (spricht englisch). Glücklicherweise können wir über die Qualität und Ausstattung der Praxis nichts sagen.
Alle Einrichtungen sind ansprechend eingerichtet, haben aber nicht grundsätzlich Sandboden (z.B. Hauptrestaurant, Parkett). Dennoch dürfen und können alle Einrichtungen (auch Abendbuffet) ohne Schuhe besucht werden.
Der Bungalow
Alle Bungalows sind ähnlich ausgestattet.
Dem Strand zugeneigt befindet sich hinter einer kleinen Terrasse mit 2 bequemen Stühlen der Eingang. Außerdem hat jeder Bungalow 2 nummerierte Liegen (aus Holz) und zugehörige Polster, die allerdings schon etwas angegammelt waren. Sie sollen aber demnächst neu angeschafft und ausgetauscht werden. An der Terrasse ist ein Wasserhahn (Salzwasser) zum Abspülen der Füße angebracht. Einen seitlichen direkten Zugang zum Bad gibt es leider nicht. Innen befindet sich eine Sitzecke in einem Vorraum. Bei den Standardbungalows gibt es diesen Vorraum nicht und die Sitzecke befindet sich im Wohn-/Schlafraum. Im Zimmer befindet sich auf der einen Seite ein großes Doppelbett mit 2 Nachttischen und auf der anderen Seite eine Tisch/Schreibtischkombination mit Fächern, Spiegel, TV und Minibar. Fernseher (Deutsche Welle TV – zur ungeraden Stunde mit deutschen Nachrichten und Magazinen) und Klimaanlage sind fernbedienbar. Das Licht ist vom Bett aus- und einzuschalten. Die Matratzen sind eher hart, was ich angenehm finde und was sicherlich auch an dem darunter befindenden Brett (kein Lattenrost) liegt. Die Möbel bestehen aus Rattan, bzw. Korbgeflecht und sind wie die übrige Einrichtung in dunklerem braun gehalten. Gleiches gilt auch für das Holzdach und das Parkett und den am hinteren Ende liegenden Einbauschrank mit integriertem Tresor.
Hinten ist der Zugang zum halb (in Wirklichkeit ca. ¼) offenen Bad. Dies ist sehr geräumig und hell mit einem großen Spiegel, Toilette und Dusche eingerichtet. Interessanterweise befinden sich in der Dusche zwei Armaturen aus denen aber das gleiche Wasser kommt. Das Wasser kann man zum Zähneputzen verwenden, soll es aber nicht trinken. Hin und wieder kommt es beim Duschen oder Toilettespülen zu einem leicht schwefligen/fauligen Geruch, der aber immer schnell wieder verzieht. Etwas vermisst haben wir. eine Toilettenbürste (haben wir beim Managementgespräch vergessen zu erwähnen) und auch die Seifenablage in der Dusche war so angebracht, dass Seife oder Duschgel garantiert sofort wieder herunterrutschte. Aber wir sind ja auch nicht zum Waschen auf die Malediven geflogen ... Unter dem offenen Teil des Bades ist ein kleines Beet und darüber befindet sich eine Wäscheleine. Während unseres Aufenthaltes war es aber (wegen der Luftfeuchtigkeit?) kaum möglich dort irgend etwas zu trocknen...
Jeden Tag bekommt man 4 frische Handtücher für das Badezimmer (2*groß und 2*sehr klein), sowie 2 große Handtücher für den Strand. Obwohl eine Information an der Wand hängt, dass zum Wasser- und Energiesparen nur Handtücher auf dem Boden gewechselt werden, wurden immer alle Handtücher ausgetauscht. Aufgrund des schlechten Trocknens war das aber auch durchaus sinnvoll...
Der Roomboyist für jeweils 6 Bungalows zuständig. Er hat sich nach wenigen Tagen an die Gewohnheiten seiner Gäste gewöhnt und bleibt trotz seiner 2 Besuche pro Tag fast unsichtbar. Auf die schönen Muster der Bettdecke hat er jeden Abend einen Zettel mit der Wettervorhersage gelegt, der man leider nicht unbedingt trauen konnte.
Die Möbel der Bungalows sollen in der nächsten Zeit gewechselt werden. Zur Zeit wird auch die Informationsmappe überarbeitet und befindet sich nicht in den Zimmern.
Baden
Auf der Ostseite kann man sehr gut schwimmen. An vielen Stellen fällt der Strand dort langsam und sehr sandig ab und in der Lagune war auch bei Wind das Wasser immer sehr ruhig.
Die Bungalowseite ist zum Schwimmen alleine schon aufgrund der geringen Tiefe und vielen Korallen kaum geeignet.
(Den Swimmingpool habe ich nicht getestet. Erstaunlicherweise gab es aber Leute, die sich dort auf die Liegen gelegt haben und auch ins Wasser gegangen sind - obwohl doch wenige Meter weiter das kristallklare Wasser in der Lagune lockt. Aber vielleicht waren das ja Leute mit Meerwasserllergie...)
Das Hausriff / Schnorcheln
Die Beurteilung eines Hausriffs ist sicherlich nur vergleichend möglich.
Wenn ich Eriyadu zum Schorcheln als Note eine 1 geben würde, dann bekäme Reethi Beach von mir eine 2. Diese setzt sich zusammen aus einer 1 für den Fischreichtum und einer 3 für das eigentliche Riff. Das wirkliche Hausriff befindet sich auf der Bungalowseite und beginnt zumeist nach wenigen Metern. Die Riffkante zwischen 50-100m vom Strand entfernt und fällt dann in einer Steilwand ab. Es gibt 3 mit Bojen gekennzeichnete Eingänge (zur Kante), von denen ich allerdings nur den einen (115) als wirklichen Eingang erkannt/gefunden habe. Ich bin zumeist einfach bei unserem Bungalow (140) direkt zur Kante geschnorchelt, was bei Flut problemlos und bei Ebbe mit etwas Vorsicht möglich ist. Leider ist das Wasser bei der Riffkante bereits 3-5m tief, so dass Detailbeobachtungen von oben nicht ganz einfach sind.
Natürlich ist auch hier das Riff sehr stark geschädigt und man sieht Korallentrümmer so weit das Auge reicht. Dennoch ist bei weitem nicht alles im schmucklosen Grau gehalten. Hier und da sieht man Korallen nachwachsen oder Blöcke zumindest wieder Farbe gewinnen.
Die Fische scheint das weniger zu stören. Selbst im flacheren Wasser tummeln sich ungezählte Fische und an der Riffkante auch viele Schwärme. Neben tausenden ungenannten Kleinfischen, habe ich dort auch verschiedenartige Moränen, Rotfeuerfische, Thunfische, Napoleons, Schildkröten, Lobster und einen Manta beim Schnorcheln gesehen. Die Bilder unter Hausriff (Tauchen und Schnorcheln) und Tauchbasis sind alle beim Schnorcheln aufgenommen.
Delfine habe ich nur vom Land aus vorbeiziehen sehen. Dabei waren sie aber teilweise direkt in der Nähe der Riffkante, so dass man Sie beim Schnorcheln hätte sehen können. Selbst Walhaie kommen immer mal wieder hier am Hausriff vorbei (zuletzt wurde einer im Juli gesehen).
Am Hausriff herrscht oft Strömung, so dass man sich von einem zum anderen Ausgang treiben kann. Obwohl es während unseres Aufenthaltes sehr windig war und ich immer ohne Flossen schnorchle, war die Strömung aber niemals so stark, dass ich nicht problemlos hätte dagegen anschwimmen können.
Das Hausriff / Tauchen
Hier fällt der Vergleich zu Eriyadu schlecht aus. Dort ist das Hausriff immer für einen (weiteren) Tauchgang gut und dabei muss man (außer Großfischen) fast nichts vermissen. Die Steilwand auf RBR hat mich nicht gereizt ein zweites Mal zu betauchen (außer vielleicht ein Nachttauchgang). Auch zwischen 10 und gut 20 Metern ist keine besondere Verbesserung im Korallenbewuchs zu erkennen und der Fischreichtum ist an der „Schnorchelkante“ weitaus größer.
Die Ostseite der Insel ist eher sandig mit wenigen Korallenblöcken. Leider ist der Zustand hier noch schlechter als auf der Westseite. Diese Seite ist aufgrund Ihrer Beschaffenheit aber gut für Ausbildungszwecke geeignet und wird dafür auch genutzt. Einen Hausrifftauchgang habe ic h dort nur in Verbindung mit einem Navigationstauchgang gemacht. Für einen normalen Hausrifftauchgang erschien mir das Riff eher uninteressant.
Insgesamt scheint RBR weit weniger Taucherinsel zu sein, als das z.B. Eriyadu ist. Dies ist vielleicht auch daran zu erkennen, dass sehr viele Tauchneulinge hier eine Ausbildung machen und im Verhältnis weniger reine Tauchurlauber anzutreffen sind. Diese Bemerkung ist absolut nicht wertend gemeint.
Die Tauchbasis
Die Tauchbasis „SEA-EXPLORER“ macht einen guten Eindruck. Es gibt alles, was zum komfortablen Tauchen notwendig ist. Die Ausstattung der Basis ist sehr komplett und das ausreichend vorhandene Personal ist immer erreichbar und für Fragen offen.
Die Leihausrüstung ist sicherlich nicht neu, macht aber einen gut gepflegten Eindruck (ich habe meine eigene Ausrüstung). Der Check in geht schnell. Der obligatorische Checktauchgang kann bei ausreichender Erfahrung (Logbuch) vor einem regulären Tauchgang vom Boot aus gemacht werden. Nur bei Anfängern oder Leuten die sehr lange nicht getaucht sind wird der Checkdive nur am Hausriff durchgeführt. Ansonsten gelten die maledivischen Richtlinien (5 Minuten Sicherheitsstopp bei 5m, max. 20m Tiefe für OWD/CMAS*, ansonsten max 30m, Tauchzeiten, - tiefe und Restluft müssen protokolliert werden). Darüber hinaus gilt bei SeaExplorer die max. Tauchzeit von 60 Minuten und ein Rauchverbot auf dem Boot vor den Tauchgängen.
Die Basis hat 2 Schulungsräume für Unterrichtszwecke, die auch oft belegt sind. Die Angestellten sind alle sehr freundlich und zuvorkommend
Getaucht wird mit 10,5l Pressluft oder Nitrox (32%). Wer einen NRC Nitroxschein hat oder diesen hier macht, kann ohne Aufpreis Nitrox tauchen. Ansonsten kostet jeder Nitroxtauchgang 3$ Aufpreis. Ebenfalls 3$ kostet der Aufpreis für eine 12l Flasche, die es allerdings nur bei Nitrox gibt. Die Preise (Flasche/Blei) für einen Tauchgang liegen um 30$, je nachdem, wie viele Tauchgänge man insgesamt gemacht hat. Beim aktuellen guten Eurokurs (1,18$) lohnt es sich kaum, wenn man auf der Internetseite (www.sea-explorer.net) vorausbucht. Dies kann sich aber immer wieder ändern. Außerdem kann es auf dieser Seite immer mal wieder besondere Angebote geben. Leider wird diese Seite nur schleppend gepflegt und es wird noch nicht einmal eine Emailadresse zum Nachfragen angegeben. Anfragen richtet Ihr am besten an: dive@reethibeach.com.mv.
Anscheinend machen sehr viele Leute bei der Basis Kurse und Scheine. Dabei findet man problemlos verschiedensprachige Ansprechpartner (deutsch, englisch, italienisch, japanisch, ...). Die Preise für die Kurse sind durchaus moderat, wenn man die enthaltenen Tauchgänge mitberücksichtigt. Allerdings sind 112$ Prüfungsgebühr ein erheblicher Posten.
Grundsätzlich kann man jederzeit ohne Begleitung am Hausriff tauchen. Allerdings hat mich das nicht für einen zweiten Tauchgang gereizt.
Jeden Morgen (8:30 Uhr) und jeden Nachmittag (15 Uhr) findet mindestens eine Bootsausfahrt statt. Bei großem Andrang findet ggf. auch eine 2. Fahrt am morgen statt (8:45). Die Fahrten am Morgen sind immer 2-tank-dives. Es wird meist in 40-60 Minuten der erste Tauchplatz angefahren, dann der zweite Platz, der meist näher an RBR liegt. Nach einer Pause von gut 60 Minuten erfolgt der 2 Tauchgang und dann ist man meist gegen 13 Uhr zurück auf der Insel.
Da ich recht schnell seekrank werde, war das für mich natürlich nicht ideal. Besonders die Stunde Wartezeit vor dem 2. TG war für mich auch aufgrund des teilweise rauen Seeganges kein Spaß. Auf Nachfrage, ob man denn morgens nicht auch mal Einzelfahrten anbieten könne – und diese dann am besten auch erst nach dem Ausschlafen und dem Frühstück (also vielleicht gegen 10 Uhr oder 10:30 Uhr) wurde mit der Begründung abgelehnt, dass das erfahrungsgemäß keiner wolle.
Nachmittags wird meist eine etwas näheres Ziel angesteuert (um 30 Minuten Bootsfahrt). Oft sind das Ziele, die am Morgen als 2. Tauchplatz genommen werden. Während der 14 Tage wurden keine Ganztagestouren angeboten. Aufgrund meiner mangelnden Seefestigkeit habe ich mich aber auch nicht danach erkundigt.
Die Fahrten der nächsten 24 Stunden sind immer mit Beschreibung zur Anmeldung ausgehängt. Kurz nach der Abfahrt des Bootes wird die Fahrt für den nächsten Tag gewechselt. In einer Liste trägt man dann seinen Namen ein und kreuzt ggf. als Sonderwunsch Nitrox und/oder Int.-Anschluss an. Zusätzlich gibt es noch Spezialangebote, wie z.B. 2 Mal pro Woche ein Nachttauchgang vom Boot (Aufpreis 10$).
Die Qualität der Tauchplätze ist sicherlich stark von der Wetterlage abhängig. Natürlich habe ich mit meinen 12 TG sicherlich nur einen kleinen Teil der verfügbaren Plätze gesehen. Gut gefallen hat mit Daravando und noch ein anderer mit „D“, die nur morgens als 1. Platz angefahren wurden. Für den zweiten Morgen-TG und den Nachmittagstauchgang gab es verschiedene Steilwände mit Überhängen und Höhlen, die ich langweilig fand. Bei den kurzen Entfernungen haben mir die beiden Giravandu Plätze bedeutend besser gefallen.
Seine Ausrüstung verstaut man in Körben und diese in Regalen. Warum man nicht seinen Korb zum Boot mitnimmt, sondern seine Ausrüstung mit dem Bleigurt zusammenschnüren muss und dann dieses Paket auf den Bollerwagen legt, ist mir nicht ganz klar. Auf dem Boot wäre auch für die Körbe ausreichend Platz. Dies sollte 15 Minuten vor Abfahrt erledigt sein und dann sollte man auch schon aufs Boot und seine Ausrüstung zusammenbauen. Insgesamt hat das gut funktioniert und so fuhren die Boote zumeist sehr pünktlich ab. Wenn nur eine Fahrt stattfindet, dann wird dafür immer das größere Dhoni genommen auf dem man auch mit 15 Leuten noch ausreichend Platz hat. Mit maximaler Belegung bin ich allerdings nie auf dem Boot gewesen.
Tauchplatzbeschreibungen und Einweisungen waren größtenteils gut. Das Briefing wurde teilweise in Englisch, teilweise aber auch in Deutsch durchgeführt. Vor dem Tauchgang wird üblicherweise die Strömung geprüft. Auf die anschließende Richtung sollte man sich aber nicht blind verlassen und ggf. doch in die andere Richtung aber dafür mit der Strömung tauchen . Einmal bei besonders schlechter Sicht wurden wir angeblich direkt über dem Riff ins Wasser geschickt und brauchten nur „linke Schulter“ daran entlang tauchen. Leider haben 3 Gruppen das Riff überhaupt nicht gefunden und den Tauchgang dann frustriert nach 10 Minuten wieder abgebrochen.
Nach den Tauchgängen gibt es auf dem Boot Tee und meist auch Kokosnuss. Dann packt man seine Sachen wieder zu einem Bündel zusammen und bringt es nach Ankunft auf der Insel in den Wagen am Steg (oder trägt es einfach 30m weiter zur Basis).
Wasch-/Tauchbecken sind groß genug auch wenn es aufgrund der kleinen Tür zum Trockenraum immer zu kleinerem Gedrängel kommt.
Eine Nachmittagsbootsfahrt kostet übrigens satte 11$, eine 2 Tauchgangsfahrt am morgen sogar 16$.
Das Wetter, der Seegang und die Sicht unter Wasser
Natürlich ist das Wetter einer der wichtigsten Umstände für einen wirklich schönen Maledivenaufenthalt. Deshalb ist dieser Bericht vielleicht etwas negativer, als es Reethi Beach verdient hätte. Denn wir hatten nicht wirklich gutes Wetter!
Bekanntermaßen gibt es im Indischen Ozean zwei Jahreszeiten, die von der Richtung des Monsunwindes abhängen. Natürlich richtet sich der Wechsel von Ost auf Westmonsun nicht exakt nach dem Kalender. Irgendwann Ende September/Ende Oktober sollte üblicherweise die Regenzeit enden und dann bis Ende April/Mai bleiben. Die beste und sicherste, aber natürlich auch die teuerste Reisezeit ist von November bis März. Zudem ist in der Regenzeit das Meer wesentlich planktonreicher, was zwar Walhaie und Mantas freut und auch deren Auftauchen wahrscheinlicher macht, aber leider die Sicht unter Wasser stark einschränken kann. Natürlich regnet es in der Regenzeit nicht permanent und auch nicht jeden Tag – genau so wenig ist man in der Trockenzeit garantiert vor Niederschlägen sicher. Oft gibt es in der Regenzeit einen kurzen und kräftigen Schauer und eine Stunde später scheint die Sonne wieder erbarmungslos. Natürlich kann es aber auch dauerhafte Bewölkung, Regen oder Sturm geben.
An unserem Ankunftsmorgen war das Wetter gar nicht schlecht; der Himmel war von einigen Wolken durchsetzt. Beim Flug von Male zur Insel durchflogen wir 2 mal kleine Schauer, aber überwiegend konnten wir unter uns viele sonnige Inseln sehen. Per Email hatte ich bereits vorher erfahren, dass es auch in den letzten Wochen überwiegend sonnig gewesen ist. Aber schon bei unserer Ankunft herrschte ein recht starker Wind aus westlichen Richtungen, der auf der Bungalowseite recht unangenehm war und auch das Wasser in stärkere Wallungen versetzte. Unsere neuen Nachbarn versicherten uns, dass es an den vorangegangenen Tagen wesentlich ruhiger war und sicher morgen wieder abflauen würde. Leider war dies ein Irrtum. Der Wind blieb die ganzen 2 Wochen und sollte sich nur nach einigen Regenschauern kurz beruhigen, frischte dann aber immer wieder schnell auf. Die Windstärken sollen dabei meist so um Stärke 5-6 gelegen haben, was auch für die meisten Wassersportanfänger (Kiten, Segeln, Surfen) zu viel war. Zusätzlich bezog sich ab dem 3. Urlaubstag der Himmel dann durchgängig und peitschte uns Wind und Regen gegen Fenster und Türen. Obwohl unser Bungalow (wie die meisten) etwas zurückliegt und von einigen Büschen und Bäumen geschützt war, entwickelte sich dabei schon eine recht laute Geräuschkulisse. Noch stärker soll dies bei den Wasserbungalows gewesen sein, die dem Wetter ja ungeschützter ausgeliefert sind.
Bereits am ersten Tag hatte es Abends einen kurzen Schauer gegeben. Dennoch war er meist sonnig und freundlich. Am zweiten Tag wechselten sich Sonne, Wolken und Regen häufiger ab und am dritten und vierten Tag war dann die Sonne nur noch zu erahnen. Leider wird das Regenwasser nicht aufgefangen; es hätte sicherlich für die Versorgung der nächsten Wochen ausgereicht. Zusätzlich machte der starke Wind die Bootsausfahrten zum Tauchen nicht gerade zu einem Vergnügen und durch den Wellengang und die dadurch entstehenden Schwebeteilchen im Wasser betrug die Sichtweise unter Wasser oft nur wenige Meter. Es sollte fast eine Woche dauern, bis das Wetter sich langsam besserte. Unsere letzten Urlaubstage waren recht freundlich – der letzte Tag war der erste und einzige ohne Regen. Dennoch bleib es windig und wenn auch der Wellengang etwas nachließ, so war die Sicht unter Wasser nie wirklich gut. Am letzten und ruhigsten Tag war die Sicht so schlecht, dass man beim Schnorcheln kaum die 3-5m entfernte Riffkante klar sehen konnte.
An einem der beiden schlechtesten Tage war übrigens das Wetter so schlecht, dass der Flughafen in Male/Hulule für 3 Stunden geschlossen wurde. Mindestens ein ankommendes Flugzeug wurde nach Colombo umgeleitet und auch die Airtaxis (Wasserflugzeuge) verkehrten nicht. Einzig positiv war, dass es zwar für maledivische Verhältnisse bitter kalt, für uns aber mit 25/26 Grad noch gerade erträglich warm war. Das Wasser hatte weiterhin 27-28 Grad und beim Schnorcheln ist Regen ja nicht wirklich störend.
Dass sicht die Jahreszeiten und das Wetter nicht exakt an den Kalender halten, kann man daran erkennen, dass wir exakt zur gleichen Zeit letztes Jahr auf Eriyadu über und unter Wasser anderes Wetter hatten.
Das Essen oder wie viel man in 2 Wochen zunehmen kann.
Angeblich kann man RBR in allen Verpflegungsvarianten buchen. Die meisten Gäste hatten aber Halbpension, wenige Vollpension und durch das Sonderangebot von LTUR auch einige nur ÜF. All Inclusive Gäste haben wir nicht gefunden. In der Karte ist aber beschrieben welche Getränke bei dieser Wahl enthalten sind (es sind die wenigsten). Der Preis für das Abendbuffet (für ÜF Gäste) beträgt übrigens 26$.
Wie auf den Malediven üblich wird einem beim ersten Besuch des Restaurants ein Tisch in einem der Beiden Essräume zugeteilt, den man zusammen mit dem Kellner während des ganzen Urlaubs behält. Das hat u.a. den Vorteil, dass man seine zurückgelassene Getränkeflasche oder sonstiges wieder auf „seinem“ Tisch vorfindet. Bei voller Belegung erschien mir die Größe (nicht Menge) des etwas klein, so dass ich längere Staus an den Speisen befürchtete. Ganz zu vermeiden war das zwar (vor allem abends) nicht, hielt sich aber noch in gut vertretbare Grenzen.
Sobald den Gästen klar war, dass leer werdende Speisen immer wieder schnell aufgefüllt werden, entschärfte sich das doch stark. Die Kellner waren sehr kompetent und freundlich. Die Musikuntermalung beim Essen unauffällig und annehmbar. Dass ein Speisesaal für über 100 Personen nicht wie ein gemütliches Restaurant wirken kann, ist selbstverständlich. Dennoch ist die Einrichtung freundlich und auch nicht zu dicht gedrängt.
Besondere Garderobe ist zu den Malzeiten nicht vorgeschrieben. Lediglich in (nasser) Badekleidung sollte man nicht erscheinen. Auch beim Abendessen sind weder lange Hosen/Kleider, noch Schuhe erwünscht. Während unserer Zeit herrschte legere Kleidung (kurze Hosen, T-Shirt, „gewickelte“ Kleider/Tücher) vor. In vornehmer Abendgarderobe habe ich niemanden dort gesehen.
Seit knapp einem Jahr ist ein deutscher Koch für das Essen verantwortlich. Insgesamt sind alle Speisen eher nach europäischem Geschmack zubereitet. Besonders stark gewürztes Essen gibt es nicht.
Frühstück (7:30 – 10 Uhr) Das Frühstück ist international und umfangreich. Es gibt frisches Obst (Papaya, Melone, Ananas, selten Bananen), Müsli, Käse, Wurst, Marmelade, Honig, Suppe, warme Speisen (wechselnd z.B. Würstchen, Kartoffeln, Curry, Pfannkuchen, Fleisch, Bacon, …), diverse Brotsorten und Kuchen. Zusätzlich konnte man sich Eier nach Wunsch braten lassen.
Als Getränke gibt es Kaffee und Tee (nicht besonders gut, leider keinen Kakao), Milch und 3 Säfte (Mango, Ananas, Apfel, Grapefruit, Orange). Die Säfte haben den Namen Saft wirklich verdient und verdienen nicht nur im Vergleich zu Eriyadu einen dicken Pluspunkt.
Zum Mittagessen kann ich nichts sagen
Abendessen (20 – 22 Uhr) In einem 14 tägigen Rhythmus steht das Buffet täglich unter einem Motto (Maledivisch, Exotisch, Chinesisch/Japanisch, ...). Aufgrund von Gästebefragungen gibt es aber ein paar besonders beliebte Themen, die wöchentlich stattfinden (z.B. italienisch).
Es gibt immer ein kaltes Buffet (Brot, Salate, Dressings,....), ein warmes Buffet (Tagessuppe, diverse Fleisch-/Fischgerichte, sowie verschiedene Beilagen), ein auf Wunsch frisch zubereitetes Gericht (beim italienischen Abend war das z.B. Nudeln mit Soße nach Wahl) und ein Nachspeisebuffet mit Obst und diversen kalten und meist auch einer warmen Nachspeise. Eine tägliche Curryecke, wie es sie auf vielen anderen Malediveninseln gibt, habe ich etwas vermisst. Natürlich war aber in der großen täglichen Auswahl immer reichlich für jeden Geschmack vorhanden.
Überrascht hat mich, dass es hin und wieder Schweinefleisch gegeben hat.
Im Grill und dem Spezialitätenrestaurant
Bei der kurzen Inselführung wird darauf hingewiesen, dass man hier möglichst vor 13 Uhr reservieren soll (dann gibt es 20 oder 25 Prozent Rabatt).
Während unseres Aufenthaltes hatte der Grill nur 2 mal geöffnet (mangels Gästen). Im Spezialitätenrestaurant sah man häufiger mal einen oder zwei besetzte Tische. Die Preise dort sind jedoch außerordentlich hoch, obwohl man als HP/VP/AI Gast einen geringeren Preis als der ÜF Gast zahlt. Der Preisunterschied ist jedoch lediglich knappe 10$, obwohl man ja statt dessen auf ein Buffet verzichtet, dass einzeln 26$ kostet.
Alternativ kann man sein Abendessen auch in Form eines „CandleLightDinners“ am Strand einnehmen. Dies ist natürlich auch mit einem Aufpreis verbunden und anstatt des Buffets erhält man dann ein mehrgängiges Menü. Dieses Essen findet in der Nähe des Hauptsteges am Strand unter den Sonnenschirmen statt. Meist waren dann aber mehrere (3-5) Tische nicht allzu weit voneinander aufgebaut.
Auch auf einer einsamen Insel/Sandbank kann man sich ein Essen buchen – teilweise alleine, teilweise aber auch in Kombination mit einem Abendfischen.
Abendaktivitäten
Fast an jedem Abend wird irgend eine Veranstaltung (Disco, Krabbenrennen, Strandparty mit Trommeln, etc.) angeboten. Diese wiederholen sich üblicherweise wöchentlich und die Teilnahme daran ist meist kostenlos. Wer kein Interesse daran hat, der bekommt auf der Bungalowseite (fast) nichts davon mit und hat seine Ruhe. Alle Angebote des folgenden Tages sind auf einem Zettel, der auf dem Esstisch liegt, in englisch und deutsch beschrieben.
Angebote / Was kann man sonst noch machen?
Wer nicht gerne faul in der Sonne liegt und sich beim Tauchen oder Schnorcheln die Unterwasserwelt ansehen möchte, der ist eigentlich auf den Malediven etwas fehl am Platze. Dennoch gibt es diverse Angebote, die man während eines Aufenthalts unternehmen kann (fast alle kostenpflichtig)
- Inselhüpfen (andere Touristeninseln)
- Besuch einer einheimischen Insel
- Besuch einer Art historischen Dorfes / Freilichtmuseums
- Fischen
- Technische Tour
- Wellnessangebote im Spa Center
- Shoppingtour
- Fütterung
Ein Ausflug nach Male wird (wegen der großen Entfernung) nicht angeboten. Ob man das privat organisieren kann, ist zwar denkbar, aber sicherlich nicht unter 200$ pro Person (per Flugzeug) zu machen!
 Die technische Tour (zur Zeit immer Freitags um 10 Uhr) dauert ca. eine Stunde und führt durch das Inselinnere, das ansonsten ja nicht betreten werden darf. Sie ist kostenlos und sollte von jedem Besucher genutzt werden. Uns hat sie sehr gut gefallen.
Grundsätzlich ist es auch möglich mit einem Segelboot oder einem Kanu auf eigene Faust auf eine unbewohnte Insel zu fahren. Dabei wird immer darauf geachtet, dass jeweils nur einer/ein Paar zur gleichen Zeit auf der entsprechenden Insel ist. Mit einem Segelboot hat man 3 oder 4 Inseln in der Nähe zur Auswahl. Mit dem Kanu sind innerhalb von 30-45 Minuten 2 unbewohnte Inseln erreichbar.
Jeden Abend um 18 Uhr findet eine 30 minütige Fischfütterung am Tauchbasis Steg statt. Auch wenn man grundsätzlich von solchen unnatürlichen Aktionen nichts hält, bekommt man hierbei verschiedene Rochen (auch Geigen-, bzw. Gitarrenrochen) zu sehen, die teilweise beim Betteln fast an Land kommen. Mit Glück sieht man auch verschiedene Muränenarten, die sich außerhalb des Wassers füttern lasasen.
An sportlichen Aktivitäten werden neben Schwimmen, Schnorcheln, Tischtennis, Tischfussball und Billard folgende kostenpflichtige Sportarten angeboten: Schnorchelausflüge, Tauchen, Segeln, Windsurfen, Kitesurfen, Tret-, Paddel- und Bananaboot, Tennis und Badminton.
In den beiden Inselshops kann man diverse Souveniers, sowie auch einige Dinge des täglichen Bedarfs einkaufen. Natürlich sind die Preise recht hoch, wenn auch durchaus die Möglichkeit des Handelns besteht. Unsere schöne Maledivenkarte haben wir zumindest für 8 anstatt ausgezeichneten 9$ bekommen.
Ansonsten sollte man natürlich besser alles notwendige von zu Hause mitbringen. Wer zu wenig Lesestoff mitgenommen hat, dem steht eine mehrsprachige und kostenlose Bücherei zur Verfügung.
Managmentgespräch
Einmal pro Woche hat man die Möglichkeit dem Management seine Probleme, Vorschläge oder Wünsche mitzuteilen. Dieses Treffen verlief in einem sehr angenehmen Rahmen mit kostenlosen Getränken und Broten.
Es war wirklich sehr positiv und ich hatte das Gefühl, dass Anregungen und Beschwerden wirklich ernst genommen wurden.
Spa Center / Wellness
Grundsätzlich mag ich diesen Trend eigentlich nicht, dass auf vielen Malediveninseln der Komfort und die Freizeiteinrichtungen verstärkt ausgebaut werden.
Dennoch ist das Spa Center auf RBR wirklich sehr schön gebaut und bietet für vertretbare Preise angenehme Behandlungen an.
Besonders interessant ist sicherlich die Reethi Beach Massage, die 90 Minuten dauert und bei der fast der ganzen Körper verwöhnt wird. Wenn man diese (oder andere Massagen) vormittags macht, bekommt man einen kleinen Rabatt. Für die 90 Minuten waren z.B. 64$ - also zu unserer Zeit 55 Euro fällig. Uns hat das auf jeden Fall sehr gut gefallen und auch gut getan...
Internet / Email
Auf RBR ist das Versenden und Empfangen von Emails kostenlos. Dafür gibt es für alle Gäste die Emailadresse guest@reethibeach.com.mv Um Eure Emails schnell zu finden, solltet Ihr Eure Freunde bitten in der Bezugszeile Euren Namen anzugeben. Dann findet Ihr die in der teilweise langen Liste der neuen Emails besser.
Natürlich kann man gegen Gebühr (min. 5$) auch im Internet surfen. Da ich es nicht getan habe, kann ich zu Preis und Geschwindigkeit nichts sagen.
Preise, Trinkgeld
Wie überall auf den Malediven sind die Preise auch auf RBR relativ hoch. Auch hier sind alle Preis in US$ ausgezeichnet. Bargeld wird nicht benötigt. Man unterschreibt überall nur eine entsprechende Quittung und am letzten Abend bezahlt man dann die komplette Rechnung. Es wird Barzahlung, Travellerschecks und Kreditkarte akzeptiert.
In der HappyHour (18:30-19:30 Uhr) bekommt man an allen Bars 20% Rabatt (außer auf Wasser und Champagner). Achtet darauf, dass auf den anschließenden Belegen der reduzierte Preis steht. Bei mir haben die das einige Male vergessen und dann wird natürlich hinterher auch voll abgerechnet.
Hier einige Beispiele:
- 1,5l Wasser ohne oder 0,75l mit Kohlensäure kosten je 2,90$
- Bier (gezapft) 3 $
- Cola 2,20 $
- Cocktails ab ca. 6 $
- Flasche Wein ab 20$
Die Getränke in der Minibar sind übrigens höher als an den Bars.
Auch hier wird die Unsitte angewendet, dass auf alle Preise (Ausnahme ist die Tauchbasis und das SpaCenter) noch 10% Servicegebühr aufgeschlagen wird. Diese wird umgelegt und auf alle Angesellten verteilt. Dies soll u.a. die Motivation der Angestellten erhöhen, was z.B. für einen Mitarbeiter der Wäscherei nicht unbedingt nachvollziehbar ist.
Mir wäre es lieber, wenn die Angestellten korrekt bezahlt würden und ich auch die wirklichen Endpreise in den Preislisten finden würde.
Gästestruktur
Die Gäste waren in allen Altersgruppen vertreten. Viele Deutsche und Schweizer und auch Briten (Engländer, Schotten und Iren), einige Spanier, Italiener und Niederländer, wenige Japaner. Natürlich trägt nicht jeder Gast seine Nationalfahne mit sich herum. Vielleicht waren also auch noch andere Nationalitäten vorhanden.
Insgesamt ergab sich aber eine gute und homogene und größtenteils recht legere Gemeinschaft
Wenn Euch dieser Bericht gefallen/ geholfen hat, dann freue ich mich über einen Eintrag in meinem Gästebuch. Fragen oder Fehlermeldungen bitte per Email!
Hintergrundbilder über und unter Wasser hier downloaden!
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