Addaran Club Rannalhi

Adaaran Club Rannalhi im Dez. 2008

Rannalhi 2007Die  gut 400m lange und etwas über 100m breite Insel liegt am westlichen Außenriff des Süd Male Atolls. In direkter Sichtweite liegt das Touristenresort Fihalhohi. Wie auf den beiden Bildern erkennbar ist wurden auf Rannalhi weitere Wasserbungaows gebaut. Rannalhi ab 2008Auch kann man hier sehen oder zumindest erahnen, dass der Zustand der Strände sich aufgrund der Wetter- und Strömungsverhältnisse immer wieder ändern kann. So erkennt man auf der älteren Aufnahme links deutlich mehr Strand als auf zurzeit vorhanden und auf der neuen Aufnahme zu erahnen ist. Natürlich kann das in einem Jahr schon wieder ganz anders aussehen.
Insgesamt bietet Rannalhi Platz für 260 Gäste, davon 192 in den Standard und weitere 68 in den Wasserbungalows, was für eine Insel dieser Größe sicherlich die absolute Obergrenze sein dürfte.

Rannalhi Hauptstrand

Interaktive Inselkarte / Überblick

Einen ersten Überlick verschaft mach sich am besten mit meiner interaktiven Inselkarte

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Ankunft

Bei Ankunft in Hulule/Male wird man empfangen und zum Schalter der Adaaran Gruppe begleitet, die sich hinten links, fast am Ende der Empfangshalle befindet. Dabei sieht man möglicherweise zum zum einzigen Mal seinen Ansprechpartner vom Reiseveranstalter. Später auf der Insel ist dieser nur telefonisch erreichbar.   Hier (oder in der nahen Bar) wartet man dann ggf. noch auf andere Gäste, die mit späteren Flügen ankommen. Sehr lange dauert dies aber meist nicht.
Sobald alle Touristen sich hier versammelt haben, geht es den kurzen Weg zum Schnellboot.

Rannalhi Nordansicht

Nach einer Schnellbootfahrt über 34 km von ca. 40 Minuten Dauer kommt die nördliche Schokoladenseite mit dem großen Sandstrand von Rannalhi in Sicht. Diese Fahrt verläuft üblicherweise durch das Südmale Atoll und ist deshalb vor starkem Seegang relativ geschützt. Dennoch kann diese 3/4 Stunde recht anstrengend werden und empfindliche Mägen sollten vorher entsprechend beruhigt werden.  Im Hintergrund der Insel sieht man die Wasserbungalows. Vom Anleger neben der Tauchbasis wird man mit Handgepäck zur Rezeption geführt und dort mit einem Cocktail und kühlen Tüchern empfangen. Nach dem Ausfüllen des obligatorischen Gästebogens erhält man seinen Zimmerschlüssel, zeigt den Angestellten seine Koffer und kann dann zu seinem Bungalow gehen. Zumindest deutsche Gäste bekommen auch im Falle einer AI Buchung netterweise kein Armband.

Rezeptioni Rannalhi

Strandbungalows

Standard Strandbungalow RannalhiAlle Strandbungalows befinden sich in doppelstöckigen Bungalows mit je 4 Wohneinheiten. Die Gebäude befinden sich alle hinter dem Strand und dem (einzigen) Sandweg der Insel, der fast um die ganze Insel läuft. Zwischen Bungalows und Strand/Wasser befindet sich eine relativ dichte und natürliche Pflanzenwelt aus Bäumen, Büschen und Palmen, die auch von den meisten oberen Balkon der Strandbungalows RannalhiGeschossen der Bungalows nur einen sehr kleinen Blick auf den indischen Ozean freigibt, dafür aber für ausreichend Schatten sorgt.
Alle Bungalows haben im Erdgeschoss eine Terrasse und darüber einen Balkon. Vor der Treppe befindet sich eine Wasserschale zum Abspülen des Sandes von den Füßen. Den Bereich unter der Treppe hätte man sicherlich abschließen und etwas freundlicher gestalten können. Auf der Terrasse/dem Balkon gibt es neben zwei Stühlen und einem kleinen Tisch auch noch ein praktisches Holzgestell für Handtücher, Flossen oder andere Dinge. Hier hängen meist auch die beiden Strandtücher, die vom Hotel gestellt und zumeist täglich erneuert werden.

Standardzimmer

Der Wohn-/Schlafraum ist geräumig und verfügt neben dem Bett noch über einen Tisch und zwei Stühle, einen Schreibtisch mit großem Spiegel, eine Minibar und ein geräumiger Schrank mit kostenlos nutzbarem Tresor. Auf der Minibar steht der fernbedienbare Fernseher mit diversen englischen, italienischen und auch einem deutschen Programm (DW TV).
Das Bett ist 2*2 Meter groß und verfügte in unserem Zimmer über zwei gute, eher harte Matratzen, auf denen wir sehr gut schlafen konnten.
Zimmer im StrandbungalowAnstatt Nachttischen befindet sich hinter dem Bett eine gemauerte Ablage. Darüber ist die fernbedienbare Klimaanlage angebracht, die in unserem Fall gut und relativ leise funktionierte.
Schon beim Betreten des Bungalows fiel uns ein künstlicher Geruch auf, der von mehreren „Duftsteinen“ herrührte, die im Zimmer und Bad verteilt waren. Nachdem wir diese aus dem Bungalow entfernt hatten, verflog dieser Geruch nach und nach und gab stattdessen einen leicht muffigen, aber problemlos erträglichen Geruch frei.

Toilette und Dusche im StandardbungalowDas Badezimmer ist ein geschlossener Raum mit allem, was man an so einem Ort erwarten darf. Schön, dass die Dusche durch eine Glastür vom übrigen Bad getrennt ist und man sich so nicht mit einem Plastikvorhang herumärgern muss. Dabei ist die Dusche auch sehr geräumig und mit 2 Duscharmaturen ausgestattet.
Alle Armaturen (auch am Waschbecken) funktionierten einwandfrei. Ein Föhn (mit Stromanschluss für z.B. einen Rasierer), sowie Handtücher, Schampon und Seife sind vorhanden und werden auch nachgefüllt. Um Wasser zu sparen werden Handtücher nur auf Wunsch ausgetauscht, wenn man diese auf den Boden, bzw. den Wäschekorb unter dem Waschtisch wirft.

Badezimmer StrandbungalowDie Bungalows sind nicht allzu hellhörig. Werden oben aber z.B. Stühle verrückt, kann man dies unten durchaus hören. Auch wenn vor den Bungalows andere Urlauber vorbeigehen und sich dabei laut unterhalten, kann man dies vor allem unten wahrnehmen.
Insofern erscheinen mir die Bungalows im ersten Stock die bessere Wahl zu sein, auch wenn diese kaum eine bessere Aussicht bieten. Dafür sind Balkon und Fenster aber vor den Blicken anderer Urlauber geschützt.

Zweimal täglich werden die Bungalows gereinigt, bzw. aufgesucht. Dies passiert zumeist während des Frühstücks und des Abendessens, so dass man nichts davon merkt. Wir hatten bezüglich der Sauberkeit keinerlei Beanstandungen, obwohl pingelige Naturen sicherlich irgendwelche Kleinigkeiten zum bemängeln finden werden. Besonderheiten, wie z.B. schön verzierte Handtücher oder Blumen gab es jedoch nicht.

 

"alte" Wasserbungalows auf Rannalhi

Wasserbungalows

einer der beiden doppelstöckigen, neuen WasserbungalowsAuf der Insel gibt es schon seit einigen Jahren Wasservillen. 2008 wurden auf Rannalhi zusätzliche Wasserbungalows gebaut, zwei davon sogar in zweigeschossiger Bauweise. Ein letzter Bungalow befand sich in 12/2008 noch in Bau, was jedoch zu keinen besonderen Einschränkungen (Baulärm) führte. Mit der Fertigstellung dieses letzten Wasserbungalows wird die Bautätigkeit auch dauerhaft abgeschlossen sein. Lt. Regierungsbeschluss darf auf maledivischen Touristeninseln nämlich nur ein bestimmter Anteil der Inselfläche bebaut werden, wobei auch die Fläche der Wasserbungalows und der Personalgebäude mitgerechnet wird. Diese Grenze ist mit den diesjährigen Erweiterungen auf Rannalhi erreicht.

neuer WasserbungalowSomit gibt es nun zwei unterschiedliche Wasserbungalows - die alten und die neuen, die sich in der Innenraumgestaltung deutlich voneinander unterscheiden aber die gleiche Buchungsklasse und somit auch den gleichen Preis haben. Der Aufpreis vom Strandbungalow betrug  während unseres Aufenthaltes übrigens 200$ pro Tag und Bungalow - als Sonderangebot musste man „nur“ 300$ für zwei Nächte bezahlen.
In allen Wasserbungalows befinden sich je zwei Wohneinheiten - in den beiden Zweigeschossigen natürlich vier.

 

Einrichtung eines "alten" Wasserbungalows

der letzte im Bau befindliche Wasserbungalow (im alten Design)Die alten Wasserbungalows haben einen sehr großen Wohnraum mit Glasscheibe im Holzfußboden. Die neuen Wasservillen haben einen etwas kleineren Wohn-/Schlafraum, der lediglich mit Laminat ausgelegt ist, dafür aber ein größeres Bad. Beide sind gegenüber den Strandzimmern mit Tee-/Kaffekocher, Bademänteln und allgemein behobenere Ausstattung aufgewertet.
Beide Varianten haben eine große Fensterfront mit schönem Meerblick auch vom Bett aus.  Auf den Terrassen gibt es Stühle und Liegen mit Auflagen. In beiden Varianten ist die Terrasse von den Nachbarn aus einsehbar. Einen Sichtschutz gibt es nicht. Natürlich kann man von allen Terrassen aus über eine eigene Leiter ins Wasser gehen, wobei man dies aufgrund der Rutschgefahr besonders vorsichtig machen sollte. Nur bei den oberen Stockwerken der beiden Doppelbungalows befindet sich die Leiter nicht auf dem Balkon, sondern unten am Steg.
Hinten an den Bungalows oder an der Leiter sind übrigens keine Nummern angebracht, so dass man sich seine Leiter, bzw. Terrasse vor dem Schwimmen/Schnorcheln gut merken oder irgendwie markieren sollte.

Einrichtung eines neuen WasserbungalowsNatürlich ist es Geschmacksache, welche der beiden Wasserbungalows man schöner findet. Die alten wirken etwas geschmackvoller, die neuen moderner. Der Ausblick aus den oberen Geschossen soll besonders schön sein und die neuen Bungalows können z.B. mit einer Regendusche und einer Musikanlage punkten. Auch ist der Weg von den meisten neuen Wasserbungalows zur Riffkante (zum Schnorcheln) etwas kürzer.
Wir hätten uns vermutlich eher für die alten Bungalows entschieden, die uns irgendwie wohnlicher und freundlicher vorkamen.

 

Nordstrand Rannalhi

Strand

Bucht am Strand von RannalhiDen Hauptstrand der Insel auf der Nordseite Rannalhis hat man ja schon bei der Ankunft kennengelernt. Hier gibt es keinen Schatten und deshalb halten sich hier nur die Hardcore Sonnenanbeter auf. Wunderschön anzusehen - aber nicht unser Ding. Sicherlich sind das zu bestimmten Reisezeiten auch Gruppen italienischer Gäste, die dann hier wahrscheinlich auch zu diversen (Ball)Sportarten animiert werden. Der Strand ist aber sicherlich groß genug, um sich beim Spielen und Sonnenbaden aus dem Weg zu gehen.

am WeststrandAnsonsten gibt es vor den meisten Bungalows kleinere Buchten mit ausreichend Liegen und auch schattigeren Plätzen. Wirklich einsame Stellen wird man hier aber nur finden, wenn Rannalhi schwach gebucht ist. An der Südwestseite Seite im Bereich der Bungalows 125-130 ist der Strand in einem etwas schlechteren Zustand und der eine oder andere Sandsack zu erkennen. Dennoch kann man auch hier von schattigen Plätzen eine wunderschöne Aussicht genießen.

Hängematte auf der Westseite RannalhisDer beste Strandabschnitt ist meiner Ansicht nach vor den Bungaolws 139-145, weil dieser hier recht breit, aber dennoch Schatten vorhanden ist. Wir waren aber auch mit unser kleinen Bucht vor dem Bungalow 109 absolut zufrieden, auch wenn ich mir vielleicht ein paar weniger Liegen/Touristen gewünscht hätte. Bei einer Bungalow-Breite von knapp 20 Metern (die von maximal 8 Personen bewohnt wird) ist es aber leicht nachzuvollziehen, dass man auf Rannalhi einen privaten Standabschnitt vergebens sucht.

An allen Strandbereichen kann man problemlos ins Wasser gelangen.

Lage der Bungalows / Bungalowauswahl

schöner Schattenplatz am StrandWie schon beschrieben, würde ich eher zu einem Bungalow in der ersten Etage tendieren, auch wenn man hier aufgrund der Bäume und Palmen meist keinen besseren Meerblick hat. Die Unterschiede sind allerdings nicht wirklich groß. Dies gilt auch für die Lage der verschiedenen Bungalows. Die Entfernungen zu Bar, Restaurant oder Tauchbasis sind auch von den davon am weitest entfernten Unterkünften (125/225) zu vernachlässigen und Aussicht oder Strand unterscheiden sich nicht nennenswert voneinander.

am SüdweststrandFür die Bungalows an der Südseite der Insel (um Nr. 125/225) spricht die Tatsache, dass hier vor allem abends weniger Gäste herumlaufen, wobei wir das bei unserer Nummer 109 auch nicht als störend empfunden haben.
Gegen die Bungalows 125 - 132 könnte sprechen, dass hier der Strand in einem etwas schlechteren Zustand ist und hier und da Sandsäcke zum Vorschein kommen. Aber natürlich wird man nicht dazu gezwungen eine Liege am Strand genau vor dem eigenen Bungalow zu belegen.
SüdweststrandDen Inselgenerator hört man (zumeist allerdings nicht sehr laut) im Bereich der Bungalows 137-150. Extrem lärmempfindliche Naturen sollten diesen Bereich und vor allem den Bungalow 140/141 deshalb meiden, weil in der Nähe des Weststegs auch früh morgens hin und wieder auch Boote ablegen und dabei nicht unbedingt sehr leise sind.

Auch wenn die Inselkarte (oben) vor allem bei Grün- und Strandbereich nicht sehr präzise ist, so stimmt doch die dort erkennbare und durchaus unterschiedliche Entfernung zum Wasser.
Wirklich schlechte oder eindeutig bevorzugte Bungalows konnten wir aber bezüglich deren Lage nicht ausmachen und wenn ich sowieso nicht gerne bestimmte Bungalownummern empfehle, so wüsste ich bei einem nächsten Besuch selber nicht so genau, welche Nummer ich mir aussuchen würde.

AI Bar

Bar

AI BarAn der AI Bar trifft man sich nachmittags und abends. Auf der großen Holzterrasse kann man abends ein Getränk genießen und dabei sehr schön den Sonnenuntergang betrachten.
Bar bei den WasserbungalowsAbends wird hier hin und wieder Live Musik angeboten, die aber relativ dezent und nicht zu laut ist. Über Tags läuft auch häufig Musik vom Band und dazu meist auch noch der Fernseher.

Die neue Bar bei den Wasserbungalows war während unseres Aufenthaltes meist leer. Zwar ist diese durchaus schön eingerichtet, leidet aber unter der Tatsache, dass hier AI Gäste bezahlen müssen.

Preise / AI Angebot

Rannalhi kann mit Halb-, Vollpension oder All Inclusive gebucht werden. Eine Information, was im AI Angebot enthalten ist, gibt es auf der Insel nicht wirklich. Hier muss man sich an der Bar durchfragen. Neben Softdrinks (keine light Getränke) gibt es „gepanschte“ Säfte und Bier an der sogenannten AI Bar. In der Bar bei den Wasserbungalows auf der Südseite müssen auch AI Gäste zusätzlich bezahlen.
Hauswein gibt es lediglich zu den Mahlzeiten innerhalb des AI Angebotes und ist an der Bar ebenfalls kostenpflichtig. Cocktails oder andere Alkoholika sind ebenfalls nicht inklusive.

Alle Getränke, selbst einfaches Wasser, wird ausschließlich in Gläsern ausgeschenkt, so dass man sich noch nicht einmal eine Flasche Wasser für die Nacht mit in sein Zimmer nehmen muss. Alleine schon beim Entfernen aus der Bar mit einem vollen Glas kann es passieren, dass man darauf angesprochen wird und sein Getränk direkt hier austrinken muss. Anscheinend hat man sehr viel (übertriebene) Angst, dass AI Gäste Getränke an nicht AI Touristen weitergeben. „Natürlich“ sind auch die Getränke in der Minibar nicht im AI Angebot enthalten.
Angeblich versprechen manche Reiseveranstalter in Ihren Prospekten ein besseres AI Angebot. Mitreisende hatten aber erfolglos versucht dies mit Ihrem Reiseleiter telefonisch und letztlich vergeblich zu klären. Was sich da nach deren Rückkehr nach Deutschland ergeben hat, weiß ich leider nicht.

Wer neben den 3 Hauptmahlzeiten noch Hunger haben sollte bekommt in der AI Bar zweimal am Tag kleine Snacks, die aber eine verpasste Mahlzeit nicht ersetzen können.

In wieweit sich AI lohnt, wird jeder für sich selber entscheiden müssen. Bei Preisen von 3,85 US$ für einen Softdrink und ca. 5 US$ für ein Bier kann sich der AI Aufpreis aber durchaus lohnen.

Preisbeispiel Minibar (gilt aber auch an der Bar)

Weststrand

Animation

DiscoSchon die Bezeichnung „Club“ im Namen Rannalhi weist auf verschiedene Unterhaltungsangebote hin. Bis Mitte Dezember 2008 war ein Team des italienischen VentaClubs für diesen Part verantwortlich. Dieser Club war aufgrund der Verträge, aber auch der Finanzierung ausschließlich durch die italienischen Touristen auch nur für diesen Teil der Gäste zuständig. Sicherlich war es erlaubt auch als nicht-italienischer Besucher z.B. an der Wassergymnastik oder an den Abendshows teilzunehmen. Diese fand aber ausschließlich in italienischer Sprache statt. Auch wurden ausschließlich italienische Gäste zu Teilnahmen animiert.

TheaterSeit dem 21.12.2008 ist nun ein neues Team für die Animation zuständig. Es handelt sich dabei um den ebenfalls italienischen Azemar Club, der übrigens schon seit längerer Zeit für die Animation der Insel Bathala zuständig ist und diese in 2009 auch komplett als Management übernehmen wird.
Leider konnten wir die neue Animation selber nicht mehr begutachten, da wir vor dem 21.12. abgereist sind. Das Management erzählte mir aber, dass der neue Club unaufdringliche, internationale Animation anbieten soll, von denen ruhesuchende Gäste möglichst wenig gestört werden soll. Alle Veranstaltungen sollen dabei spätestens um 23 Uhr beendet sein.
Auch fand während unseres Aufenthaltes keine Disco statt, die ansonsten in einer kleinen “Bude” am Strand untergebracht ist und ansonsten “open air” stattfindet.

Sicherlich werden sich die Arten der Animationen aber nicht grundlegend ändern und weiterhin aus Wassergymnastik, abendlicher Livemusik in der Bar, Sport wie Fuß- und Volleyball, Disko und abendlichen Shows im Theater bestehen.

Kinderclub

früher Spa, in Zukunft Kids ClubNach dem Neubau der (zusätzlichen) Wasservillen wurde das Wohngebäude (Zimmer 123 - 124) umfunktioniert, da hier nur die Aussicht auf die neuen Wasserbungalows vorhanden ist.
Seit dem befinden sich dort im oberen Geschoss das Coconut Spa und unten eine zusätzliche Bar, die nicht im AI Angebot enthalten ist.
Neben dem Wassersportcentrum befand sich früher der Bereich des Coconut Spa.

Hier soll nun der neue Kids Club entstehen, der Ende 2008 aber noch nicht bestand. Auch dieser soll für alle Gäste (nicht nur italienische) nutzbar sein.

Wassersport

WassersportDas Wassersportcentrum bietet ein großes Angebot. Hier gab es zwei engagierte Beschäftigte, die deutsch, italienisch und englisch sprechen, aber sich auch mit anders sprechenden Gästen (wie z.B. Chinesen) große Mühe gaben.
Hier werden Schnorchelausflüge zu sehr lohnenden Riffen oder auch Nachtschnorcheln am hauseigenen Riff angeboten. Natürlich kann man sich auch die notwendige Schnorchelausrüstung hier leihen. Aufgrund der recht hohen Leihgebühren, sollte man diese aber besser schon vor der Abreise kaufen.
Man kann auch Windsurfen, ein Kanu mieten, Katamaransegeln oder Jetski fahren. Natürlich besteht auch die Möglichkeit sich in allen diesen Angeboten unterrichten oder einweisen zu lassen.

Angebot1     Angebot2     Angebot3 und Preise Wassersport  (Stand 12/2008)

Oststrand Rannalhi

Andere Angebote

Wie auf (fast) allen Inseln bietet auch hier das Management zusätzliche Aktivitäten wie Morgen- oder Abendfischen, Maletour, Einheimische Insel, Fotoflug, U-Boot oder besondere Speiseangebote, wie Champagnerfrühstück oder ein romatisches Lobster Essen (52$ pro Person).

Die Preise dafür sind malediventypisch eher hoch.

Kostenlos sind die abendlichen Showveranstaltungen, die wir aufgrund des Anbieterwechsels aber nicht bewerten können.

Essen

RestaurantInsgesamt merkt man im Restaurant, dass das Essen hier etwas mehr auf den italienischen Gaumen ausgelegt ist als auf anderen Inseln. Das bedeutet aber keineswegs, dass andere Nationalitäten deshalb zu kurz kommen würden. Schließlich werden alle 3 Mahlzeiten in umfangreichen und vielfältigen Buffets angeboten.
Dabei verbirgt die Gestaltung des RestaurantRestaurants mit den verschiedenen Räumen/Höhen geschickt die wirklichen Ausmaße und verhindert die Atmosphäre einer großen Kantine. Den Pool-artigen Bereich fand ich zwar nicht wirklich schön, aber auch nicht störend.  Auch kam es am Buffet nie zu besonderen Wartezeiten, was sicherlich auch an der nicht kompletten Belegung der Insel lag. Zu einer Entspannten Situation am Buffet trägt aber auch bei, dass alle angebotenen Speisen in den 2 Stunden der Mahlzeiten immer zügig nachgefüllt werden und deshalb kein Grund besteht „pünktlich“ beim Essen zu erscheinen.

Auch auf Rannalhi wurde uns für den gesamten Aufenthalt ein Tisch und ein Kellner zugewiesen, der schnell, aufmerksam und sehr zuvorkommen war. Tee und Kaffee gab es zu allen Mahlzeiten per Selbstbedienung.

Frühstück, 7:30 - 9:30 Uhr

BuffetAußer Kaffee und Tee stehen je zwei kalte Saftmischgetränke und Milch am Buffet bereit. Kakao wird nicht angeboten - zumindest nicht am Buffet.
Erfreulicherweise gibt es neben Toastbrot, Brötchen, Croissants und verschiedenen Kuchen und Keksen auch manchmal etwas dunkleres Brot. Freunde deutscher, fester oder gar Vollkornbrote sollte sich vielleicht ein paar Pakete Pumpernickel ins Reisegepäck stecken.
Dazu gibt es immer frisches Obst, verschiedene Cornflakes und Natur oder Fruchtjoghurt, sowie Marmelade und zumeist je eine Sorte Wurst und Käse.
Pfannenkuchen und Eier werden auf Wunsch (live) in verschiedenen Variationen zubereitet, wobei sich Rührei und gekochte Eier auch am Buffet befinden.
Darüber hinaus gibt es bereits zum Frühstück verschiedene warme Gerichte, wie Bohnen, Kartoffeln oder auch Speck, aber meist auch irgendeinen Fisch oder Currygericht.

Mittagessen, 12:30 - 14:30 Uhr / Abendessen, 19:30 - 21:30 Uhr

Zu Brot und Suppe gibt es beim Abendbuffet teilweise noch eine alternative Vorspeise.

"live cooking" am BuffetDas große Salatbuffet gibt es bei beiden Buffets und besteht aus diversen frischen Salaten, wie Gurke, Tomate, Paprika, Blatt, aber auch bereits gemischten Salaten. Dazu gibt es verschiedene Salatsaucen und auch diversen Ölen und Essig.
Immer gab es live zubereitete Gerichte, wobei hierbei der italienische Einfluss am deutlichsten zu Tage tritt. Neben zumeist einer Sorte frisch gebratener Fleisch oder Fisch gibt es immer verschiedene Nudelsorten und zwei verschiedene Soßen (meist Tomate) nach Wahl.
Die weitere Auswahl am Buffet ist sehr vielfältig, wobei die maledivischen Currygerichte zwar immer angeboten werden, für meinen Geschmack aber etwas vielfältiger sein könnten.
BuffetDas Nachtischbuffet, welches immer aus verschiedenen frischen Obstsorten und diversen süßen Nachspeisen und Kuchen besteht, verhindert endgültig jegliche Vorsätze einmal ohne „Übergepäck“ aus dem Urlaub zurückzukehren.

Insgesamt fanden wir Qualität, Menge, Auswahl, Darbietung und Frische aller Speise ist sehr gut.
Auch die Hygiene scheint in Ordnung zu sein. Wir haben zumindest ohne irgendwelche Nebenwirkung täglich frischen Salat und am Nachtischbuffet auch mehrmals Eis gegessen.
Sicherlich wiederholen sich auch hier die Gerichte in bestimmten Intervallen und viele der leckeren Speisen gibt es ja auch jeden Tag. Dies können Nörgler als mangelnde Abwechslung bemängeln - oder man freut sich stattdessen auf die Wiederholung von diversen leckeren Gerichten.

Shopping / Ausflüge

InselshopIm Inselshop kann man sich mit diversen Kleinigkeiten und Mitbringseln versorgen. Auch wenn man hier Kleidung, Schnorchelausrüstung, Sonnenschutz, Süssigkeiten, Filme, Batterien und vieles mehr kaufen kann, sollte man sich angesichts der hohen Preise möglichst alles von zu Hause mitbringen.
Natürlich gibt es hier auch Postkarten und Briefmarken - und dieses auch zu durchaus akzeptablen Preisen.
Die Öffnungszeiten sind von 8:30 - 22 Uhr, allerdings nicht durchgängig mit vielen, teils auch längeren Pausen.

An der Rezeption kann man sich für verschiedene Ausflüge anmelden. Informationen dazu findet man in verschiedenen Sprachen an den Aushängen auf dem Weg zum Restaurant. Die Preise dafür liegen auf üblichem maledivischem Niveau. Da wir aber keinen dieser Ausflüge mitgemacht haben, können wir nichts über deren Qualität und Durchführung sagen.

Angebote und Programm:     Bild 1     Bild 2     Bild3    Bild 4     Bild 5

TCM / Coconut Spa / Arzt

chinesische TCM ÄrztinRannalhi bietet neben einem Inselarzt auch zwei Wellness, bzw. Gesundheitsangebote an:
TCMGegenüber der (AI)Bar ist die junge TCM-Ärztin mit ihrem kleinen Behandlungsraum untergebracht. Hier kann man sich nach traditioneller chinesischer Medizin behandeln lassen, wozu Akkupunktur, Akkupressur und Massagen gehören. Wir haben beide Massagen ausprobiert und waren mit Qualität und Durchführung sehr zufrieden. Auch ist der Preis für eine knapp einstündige Massage mit 55 US$ insgesamt als durchaus preiswert anzusehen.

Blumen vor dem Coconut SpaIm ehemaligen Bungalow gegenüber den Wasserbungalows, in dem sich unten nun eine Bar befindet, ist im Obergeschoss nun das Coconut Spa untergebracht, eine Filiale des balinesischen Massage und Wellnessanbieters, der auf verschiedenen Malediveninseln vertreten ist. Hier wird eine riesige Palette an Wellnessbehandlungen angeboten. Massagen, Cellulitebehandlungen oder Wohlfühlbäder. Die Preise sind nicht günstig, aber durchaus angemessen. Während unseres Aufenthaltes bekam man aber 20% Nachlass bei der ersten Behandlung. Wir waren mit der Durchführung absolut zufrieden. Das Preis/Leistungsverhältnis liegt dabei ungefähr auf europäischem Niveau und ist mit knapp einem Euro pro Minute durchaus angemessen.

Rannalhi wirbt nicht besonders für seine Wellnessangebote. Dabei sind diese absolut empfehlenswert und lohnen jeden Besuch. Aufgrund der Platzverhältnisse sind diese Wellness-/Gesundheitseinrichtungen aber sicherlich nicht so ansprechend gestaltet, wie man es sich auf einer Trauminsel wünschen würde. Der Qualität der Behandlungen schadet dies aber natürlich nicht.

Preise Coconut Spa:     Seite 1     Seite 2     Seite 3     Seite 4     Seite 5     Seite 6     Seite 7     Seite 8

Die Korallen erholen sich überall

Schnorcheln

DrückerfischDas Hausriff von Rannalhi ist auf der Nordseite teilweise nur 20 m vom Strand entfernt und eignet sich sehr gut zum Schnorcheln. Hier findet man schon wenige Meter hinter dem Strand erste Korallen und viele Fische. Auf der Südseite befindet sich eine Lagune in der auch schlechte, bzw. Nichtschwimmer problemlos ins Wasser gehen können. Das Riff ist hier gut 50m vom Strand entfernt und ebenfalls für maledivische Verhältnisse in einem sehr guten Zustand. Trotz der Lage in der Nähe des Außenriffs sind die Strömungen meist nur sehr schwach.

Sowohl die Mitarbeiter vom Wassersport, als auch der Tauchbasis geben gerne Auskünfte und Tipps zum Schnorcheln. Allerdings wurde mir dort auch gesagt, dass eine komplette Umschnorchelung der Insel weniger als eine Stunde dauert. Dies ist zwar nicht unbedingt falsch, bezieht sich aber nicht direkt auf die Hausriffkante.
KugelfischEine komplette Umrundung an der Hausriffkante ist zwar grundsätzlich möglich. Dabei entfernt man sich hinter den Wasserbungalows allerdings sehr weit von der Insel und benötigt für eine solche Umrundung mindestens 3 Stunden. Besser wählt man hier eine Abkürzung durch das flachere Wasser hinter den Wasserbungalows. Aber auch dann dauert eine komplette Runde in gemütlichem Tempo sicherlich auch noch 1,5 - 2 Stunden.
Da man fast überall das Riff überschwimmen kann, sind spezielle Ein-/Ausgänge weder gekennzeichnet, noch nötig.

Anemone mit ClownfischenMir gefiel das östliche Hausriff hinter den neuen Wasserbungalows besonders gut. Schöne Stellen mit teilweise gut erhaltenen und nachgewachsenen Korallen gibt es aber überall.
Auf jeden Fall sollte man vom Weststeg zu den beiden kleinen Riffen schwimmen, von denen sich das erste in etwa 50m Entfernung befindet. Auf dem großen Inselbild in der Bar kann man diese Stellen übrigens gut erkennen.
Hier sind die Korallen zwar nicht schöner als an anderen Stellen des Hausriffs. Dafür bestehen hier aber gute Chancen Schildkröten und Adlerrochen zu sehen. Ich habe bei meinen Ausflügen zu diesen Riffen tatsächlich immer ein oder mehrere Schildkröten und auch mehrmals Adlerrochen beobachten können
Daneben findet man am gesamten Hausriff das komplette Spektrum der maledivischen Unterwasserwelt. Ich habe neben Stachel-, Adlerrochen und mehreren Schildkröten auch mehrere Oktopusse, Sepia, Muränen, Kofffer- und Kugelfische, Rotfeuerfische, Clownfische und viele, viele weitere Riffbewohner beim Schnorcheln sehen können

KaiserfischDirekt am Steg auf der Westseite der Insel werden Nachmittags oft Fischabfälle ins Wasser geworfen, weshalb man hier um diese Zeit größere Mengen an Fischen und meist auch 1-2 Stachelrochen sehen und auch auf sehr geringen Abstand nähern kann.
Starke Strömungen habe ich am Hausriff nicht erlebt. Eine leichte Strömung aus nördlicher Richtung war aber bei vielen meiner Schnorchelgängen vorhanden, aber nicht störend.
Leider sind auf der Ostseite einige übergebliebene Stahlträger einfach im Sand liegen gelassen worden. Dies spricht nicht unbedingt für besonderes Umweltbewußtsein bei der Erweiterung der Insel.

Insgesamt bietet Rannalhi für Schnorchler somit beste Bedingungen am sehr schönen Hausriff, welches meiner Ansicht nach über dem Durchschnitt der maledivischen Touristeninseln liegt. Für Schnorchler ist Rannalhi somit ein absolut empfehlenswertes Ziel. Schnorchelvideos:

Oktopus     Muräne1     Muräne2     Muräne3     Angriff     Schildkröte 
 Rochen1     Rochen2     Rochen3     Picasso     Koralle     Adlerrochen

Tauchbasis Dive Point Rannalhi

 Tauchen

Wie auch auf den anderen Inseln der Adaaran Hotelgruppe, befindet sich auch auf Rannalhi eine Niederlassung der Konzerneigenen Dive Point Tauchbasis.
neugieriger Fisch beim TauchenHier wohnt außer den anderen Beschäftigen auch Markus, ein „alter Maledivenhase“. Er leitet (zusammen mit zwei Kollege, die auf anderen Inseln stationiert sind) alle Dive Point Tauchbasen der Adaaran Hotelgruppe.
Seinen Einfluss und seine Erfahrung macht sich auf Rannalhi positiv bemerkbar. Die Zusammensetzung  der Mitarbeiter stimmt sowohl in Bezug auf fachliche Qualität, wie aber auch menschlich. Im Gegensatz zur übrigen Insel steht mit dem jungen und kompetenten Leiter der Tauchbasis ausreichend deutsch sprechendes Personal zur Verfügung. Zusätzlich gibt es einen italienischen Tauchguide. Englisch ist ohnehin kein Problem, aber auch mit Interessenten anderer Sprachräume (wie z.B. mit Chinesen) gibt man sich sehr viel Mühe.

Die Tauchbasis befindet sich direkt am Ankunftssteg im Norden der Insel. Hier sind alle notwendigen Einrichtungen im Erdgeschoss untergebracht. Darüber wohnen die Mitarbeiter der Tauchbasis und auch des Wassersports.
Bei der Anmeldung füllt man das übliche Formular aus. Anschließend werden die eigenen Sachen verstaut, bzw. das geliehene Equipment in einen nummerierten Korb gelegt. Den Zustand der technischen Geräte vermag ich nicht einzuschätzen, vermute aber bei der Qualität der Basis, dass hier sehr genau hingesehen wird. Die Leihanzüge sind zum Teil aber schon recht alt und müssten sicherlich kurzfristig erneuert werden. Hier zeigt sich ein möglicher Nachteil des übergeordneten Managements. Eine selbstständige Tauchbasis hätte hier wahrscheinlich schon lange reagiert. Zwar sind neue Anzüge wohl schon länger angefordert, aber noch nicht vom Management genehmigt/bestellt.
Anschließend wird man dann kurz auf der Basis herumgeführt und der Tauchbetrieb erklärt. Üblicherweise finden auf Rannalhi morgens (8:15) und nachmittags (14:45) Tauchfahrten statt. Morgens wird dabei nach einer einstündigen Pause ein zweiter Tauchgang durchgeführt. Nachmittags findet immer ein Single Dive statt. Zusätzlich und/oder auf Wunsch der Taucher werden aber auch Ganztagestouren angeboten, die aufgrund der geringen Taucherzahl während unseres Aufenthaltes nicht stattfanden. Die Zeiten sind dabei so gewählt, dass man keine der Mahlzeiten auf der Insel verpasst.

Dive Point Tauchbasis

Die Tauchziele sind üblicherweise auf einem Blatt vor der Tauchbasis angegeben, auf dem man sich auch eintragen/anmelden sollte. In der Tauchbasis befindet sich zudem eine Tafel mit den Tauchzielen. Solange die Boote aber nicht überfüllt sind, ist es grundsätzlich aber auch kein Problem, kurzfristig zu einem Bootstauchgang zu kommen.
Während unseres Aufenthaltes waren die Wetterbedingungen wenig stabil. Deshalb wurden die Ziele der Tauchfahrten erst am Morgen festgelegt, wobei wir Taucher uns unter den geeigneten Zielen eines aussuchen durften. Deshalb habe ich vorher auch nicht nach Beschreibungen der Tauchplätze gesucht und kann nicht sagen, ob diese in der Basis verfügbar sind. Allerdings war immer, wenn ich dort vorbeigekommen bin, irgendjemand verfügbar und beantwortete jederzeit gerne offene Fragen.

Lager- /TrockenraumVor dem ersten Bootstauchgang ist aber erst noch ein Checkdive am Hausriff fällig, was aufgrund des schönen Hausriffs auch keineswegs als verschwendet, sondern als sinnvolle Akklimatisierung anzusehen ist. Sicherlich ist das Hausriff auch für den einen oder anderen zusätzlichen (Nacht)Tauchgang zu empfehlen.
Getaucht wird mit 12l Aluflaschen - üblicherweise mit INTernationalem Anschluss. Einen gewünschten DIN Anschluss muss man pro Tauchgang auf dem Anmeldeblatt angeben. Gleiches gilt für Nitrox, welches auf Rannalhi für zertifizierte Nitrox Taucher keinen Aufpreis kostet. Unüblicherweise wurden während unseres Aufenthaltes hierbei die Flaschen mit einem O2 Gehalt von 30% befüllt, bzw. wurde dieser Wert den Tauchern angegeben.

Zur angegeben Zeit trifft man sich dann an der Basis, holt sein Equipment aus dem Trockenraum und stellt es auf den Wagen. Leider hieß es anschließend immer Warten, denn die Tauchboote standen nie pünktlich zur Verfügung. Vor allem fand ich es morgens doch recht ärgerlich sich beim Frühstück beeilt zu haben, um dann noch 15-30 Minuten auf das Boot warten zu müssen. Diese Warterei war wohl leider auch eher Normalzustand als eine Ausnahme.
Imperator KaiserfischVor der Abfahrt wurde dann noch die Ausrüstung geprüft, wobei es hier nicht üblich war (beim 2-Tank dive) vorher beide Flaschen zu überprüfen. Stattdessen waren immer Reserveflaschen mit dabei. Auch war es weder an der Basis, noch auf dem Boot üblich den Nitroxgehalt seiner Flasche zu prüfen und dies dann zu notieren. Soweit ich das herausfinden konnte, lag dies daran, dass es hier an entsprechenden Messgeräten mangelte, die (wie neue Anzüge) beantragt, aber noch nicht eingetroffen waren. Anscheinend wurde deshalb auch „sicherheitshalber“ nur dieser O2 Wert von 30% angegeben, was allerdings nur in Bezug auf die Tauchzeit, aber nicht auf die max. Tiefe ein Sicherheitskriterium darstellt.
Die Bootsfahrten liegen zumeist (klar) unter 60 Minuten, wobei es natürlich von Vorteil ist, dass einige wunderschöne Riffe wie Vagali Thila und Vagali Kandu nur 15-20 Minuten entfernt sind. Da wir immer nur wenige Taucher waren, war auf den Booten natürlich reichlich Platz. Wie das bei vielen Tauchern geregelt wird, kann ich natürlich nicht sagen.
Wie üblich erfolgt vor Erreichen des Tauchplatzes eine ausführliche Tauchplatzbeschreibung mit Hilfe eines anschaulichen Bildes. Auch auf Rannalhi wird max 60 Minuten, max 30m tief und spätestens bei 50bar mit einem Sicherheitsstop von 3 Minuten auf 5m getaucht. Da wir maximal 5 Taucher waren, blieben wir anschließen zusammen, obwohl Buddyteams dies natürlich nicht müssen. Fast alle Tauchgänge fanden als Strömungstauchgänge statt, wobei immer Plätze ausgesucht wurden, bei denen die Tauchgänge nicht zu anspruchsvoll wurden und das Tauchen so immer absolut entspannend war.

Nacktschnecke

Nach der Rückfahrt wäscht man sein Equipment selber und hängt es dann auf. Becken und Trockenräume sind ausreichend bemessen. Einen schönen Platz um die Tauchgänge ausklingen zu lassen, gibt es an der Basis allerdings nicht. Dazu trifft man sich ggf. in der Bar.

Insgesamt habe ich mich im DivePoint Rannalhi bestens aufgehoben gefühlt.
Gute Räumlichkeiten, ein stimmiges, motiviertes und kompetentes Team, sehr schöne Tauchplätze und vor allem eine ungezwungene und lockere Atmosphäre und entspannende Tauchgänge verdienen absolute Bestnoten.
Dagegen stehen die kleinen Mängel in der Ausstattung und die Unpünktlichkeit des Boots, die eine eindeutige Empfehlung von Rannalhi als Taucherinsel nicht verhindern können.

Nationalitäten und die „Invasion aus China“

Üblicherweise wird man auf Rannalhi mit einem großen Anteil italienischer Gäste rechnen können. Ansonsten wird Rannalhi international angeboten, weshalb man hier ansonsten ein breites Spektrum vor allem an europäischen Touristen findet. Deutsche stellen dabei oft die zweitstärkste Nation.

Sonnenuntergang am Oststrand von RannalhiWie schon erwähnt, war unser Aufenthalt in der Zeit des italienischen Anbieterwechsels. Aus diesem Grund war die Insel bei weitem nicht ausgebucht und das Management hatte kurzfristig freie Plätze an Chinesische Agenturen abgegeben. Teilweise (vor allem beim Essen) hatten wir den Eindruck, dass 30-50% der Gäste aus Fernost kamen. Hierbei handelte es sich wohl in vielen Fällen um „Firmenausflüge“ verdienter Kader, die meist nur 3-5 Tage auf den Malediven bleiben. In dieser Zeit versuchen die chinesischen Gäste so viel wie möglich mitzunehmen und probieren gerne alles aus. Wir fanden es durchaus unterhaltsam ihnen beim Schnorcheln, Schnuppertauchen oder Windsurfen zuzusehen. Die chinesischen Verhaltensregeln beim Essen scheinen sich aber doch erheblich von den unseren zu unterscheiden. So manch anderer Gast war davon weniger angetan und wechselte deshalb seinen Tisch. Wir fanden das (zumindest zum Teil) durchaus belustigend oder zumindest interessant, wenn auch das Spucken, Sammeln von Teetassen auf dem Tisch oder das Schlagen auf den Nackten Bauch durchaus befremdlich erscheinen mögen.

Ich gehe davon aus, dass die große Zahl der chinesischen Gäste aber eine einmaliger Ausnahmesituation war, von der ich mich allerdings auch bei einem weiteren Besuch nicht abschrecken lassen würde.

Nordseite Rannalhi

Service

Sicherlich waren auch auf Rannalhi fast alle Mitarbeiter sehr bemüht und natürlich muss man jedem Angestellten auch einmal einen schlechten Tag zubilligen.
Aber auch ohne diese Einschränkung hatten wir keinerlei Grund uns über einzelne Mitarbeiter zu beschweren. Alle waren immer freundlich, präsent und meist sehr hilfsbereit.

WeststrandDie Organisation des Managements erschien mir aber durchaus verbesserungsbedürftig. So dauerte es nach unserer Ankunft doch sehr lange, bis die Entscheidung getroffen wurde, dass wir tatsächlich AI bekamen, wobei dies durchaus dadurch zu entschuldigen war, weil wir Rannalhi ja nicht per Reiserveranstalter gebucht hatten.
Ein schwaches Bild war aber, dass man bei der Ankunft keinerlei Information über die Insel bekam; eine Karte, die Restaurantzeiten, sowie das AI Angebot wäre sicherlich sinnvoll gewesen. Dummerweise fehlte es aber nicht nur an solchen gedruckten Informationen. Alleine die Nachfrage, was denn nun genau im AI Angebot enthalten sei, stellte die Mitarbeiter an der Rezeption vor ein unlösbares Problem.

Wie schon beim Tauchen erwähnt, waren die Dhonis immer sehr unpünktlich. Diese werden vom Inselmanagement zur Verfügung gestellt und ja auch separat bezahlt.
Auch die Besichtigung der Wasserbungalows, zu der wir uns schon vorher in eine Liste eingetragen hatten war entweder vergessen worden oder es war auch hier üblich die Gäste warten zu lassen.

Rannalhi WestseiteSpäter  funktionierte unsere Toilettenspülung nicht. Ein Anruf bei der Rezeption mit dem Ergebnis einer Zusage jemanden vorbeizuschicken, brachte keine Hilfe. Als ich dann nach einer selbstständigen Notreparatur persönlich bei der Rezeption vorbeiging, wurde mir mitgeteilt, dass ich im Bungalow auf den Techniker zu warten hätte. Dabei habe ich im Urlaub wahrlich besseres zu tun als auf Handwerker zu warten oder diese dann ggf. noch zu beaufsichtigen, weil diese dann mehrfach wieder verschwanden (zuerst um Verstärkung, dann um Werkzeug zu holen) und keinen Generalschlüssel hatten.

Wir sind wirklich keine typischen Urlaubsmeckerer und wir hatten auch kein Problem damit, dass die Toilettenspülung auch nach mehreren Reparaturversuchen nur leidlich funktionierte. Sicherlich ist es überhaupt zu begrüßen, dass wir uns die Wasservillen anschauen konnten und natürlich kann man im Urlaub auch mal 15-30 Minuten warten.

Dennoch sollen auch diese Kleinigkeiten nicht unerwähnt bleiben, auch wenn diese die gesamten Urlaubsfreuden natürlich nicht wirklich beeinträchtigt haben.

Rannalhi Weststrand

Fazit

Rannalhi ist eine legere, unkomplizierte und kleine Insel.

Kleinere Mängel im Managementbereich kann man sicherlich problemlos verschmerzen und in den Standardbungalows lässt es sich durchaus aushalten. Die Beschränkung auf Gläser beim AI Angebot kann allerdings nerven und das AI Angebot ist auch recht eingeschränkt.

Dafür gibt es einen schönen Strandbereich und diverse kleinere Buchten, diverse Animations- und Unterhaltungsangebote, ein überdurchschnittliches Hausriff zum Schnorcheln und Tauchen, ein gutes und motiviertes Wassersport- und Tauchteam, angenehme Gesundheits- und Wellnessangebote und ein gutes Speiseangebot.

Insgesamt also gute Voraussetzungen für einen erholsamen und für maledivische Verhältnisse preisgünstigen Urlaub.

Internet / Emailadressen Meedhupparu

 

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Rannalhi Nordstrand