Kandholhu Ostseite mit Bar / Restaurant
Kandholhu Cruise and Spa Island Nov/Dez 2006

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Die Insel

StrandKandholhu liegt in der Mitte des Ari Atolls, ca. 70km von Male, bzw. Flughafen Hulule entfernt. 6-7 km östlich liegt Ellaidhoo und ebenso weit westlich Fesdu.

Seit 2003 kann die Insel Kandoludu, Kandholudhoo, Kandholudhu oder Kandholudoo (alternative Schreibweisen) besucht werden. Anfangs war dies nur als Tagesgast möglich. Die Übernachtung erfolgte zu dieser Zeit auf der Island Explorer, einem großen Segel- und Kreuzfahrtschiff mit ca. 50 Betten. Diese ist aber verkauft und nicht mehr auf den Malediven satationiert.

Kandholhu von obenDie Insel wird vom gleichen  Management wie Kuramathi betrieben. Was diese dazu veranlasst hat den Namen der Anlage um ein „ud“ auf Kandholhu zu kürzen, weiß ich nicht. „Cruise and Spa Isand“ ergibt sich aber aus dem umfangreichen Wellnessangebot und der fast permanenten Verfügbarkeit der Segelschiffs Ari Explorert/II.
Dies verbunden mit der gehobenen Ausstattung veranlasst das Management sich selber 5 Sterne zu verleihen. Europäische Reiseveranstalter geben die Insel zurückhaltender mit 4 oder 4 ½ Sternen an. Gebucht werden kann Kandholhu über z.B. TUI, DerTour, Maldivian.com, Manta Reisen, Blueoceantravel, e-two-travel, Trauminselreisen,  oder über Paradise Consult. Bei letzteren haben wir unseren 9 tägigen Aufenthalt gebucht. Um die Anreise (per Srilankan) haben wir uns selber gekümmert.

StrandKandholhu ist eine kleine, ovale Insel mit einem Durchmesser von unter 200m (offiziell 180*90). Von oben gesehen hat sie mit dem Hausriff die von vielen so gemochte Spiegeleioptik. Sie ist auch bei Flut komplett von einem teilweise recht breiten Strand umgeben und kann dort gemächlichen Schrittes in weniger als 10 Minuten umrundet werden.
Schuhe benötigt man hier nicht. Alle Wege, Bar, Restaurant und Rezeption sind mit (teilweise vermutlich gesiebtem) Sand ausgestattet. Der Sand ist an verschiedenen Stellen der Insel von unterschiedlicher Konsistenz. Vor der Bar und dem Restaurant ist er deutlich gröber und fester, an den meisten Stellen aber recht weich und nur wenig von groben Korallenstücken durchzogen.
Am Strand gibt es zwei Hütten mit Dusche, Toiletten und Umkleidekabine und eine Hütte, die als Überdachter Windschutz dient. Sie stören zwar den Gesamteindruck der Insel nur etwas, sind meiner Ansicht nach aber eher überflüssig und waren wohl eher für die früher häufigeren Tagesgäste nötig.
Die Gebäude und Einrichtung sind soweit möglich aus natürlichen Materialien gefertigt. So sind die Dächer mit Stroh gedeckt und auch in den Bungalows gibt es sehr viel Holz. Palmen und Bäume wurden wenn möglich erhalten und stehen ggf. auch im Halboffenen Bad oder (in einem Loch) auf der Terrasse.

Kandholhu aus dem WasserflugzeugFrüher waren auf der Insel ein Meeresbiologe und ein deutscher Arzt fest stationiert. Letzterer war u.a. für die immer noch vorhandene Druckkammer zuständig.
Der Meeresbiologe ist (leider) nicht mehr da und ein (meist deutsch sprechender) Arzt befindet sich nun nur noch manchmal auf Abruf auf Kandholhu. Dementsprechend kann die Druckkammer mangels Personal auch nicht mehr dauerhaft eingesetzt werden. Im Notfall ist ein Arzt in 30 Minuten zur Bedienung auf der Insel. Genau so lange dauert aber auch der Bootstransfer zur nächsten, immer besetzten Druckkammer auf Kuramathi.

Auf Kandholhu arbeiten gut 70 Angestellte, wobei viele davon unsichtbar bleiben. Für das Management ist es nicht immer einfach passendes Personal zu bekommen, da vor allem Malediver nicht gerne in so kleinen Resorts arbeiten. Eine etwas höhere Bezahlung im Vergleich zu größeren Inseln ist da schon zwangsweise nötig.

InselskizzeAuf der Insel gibt es zwei Wasserkreisläufe. Mit der modernen Entsalzungsanlage wird ein 52000l Wassertank vorgehalten. Dies stellt die „Trinkwasserversorgung“ sicher. Zusätzlich wird Regenwasser aufgefangen und in den zweiten Wasserkreislauf eingespeist. Dieser wird z.B. für Toilettenspülungen genutzt. Vorbildlicherweise wird z.B. das Wasser vom Duschen gereinigt und dann im 2. Kreislauf wieder verwendet.
Im weiteren, ebenfalls 52000l Tank, die man beide auch hinter der Strohwand sehen kann, wird Diesel gelagert, dass die Versorgung der Insel für ca. 3 Monate sicherstellt. Alle 2 Monate wird dieser Tank aufgefüllt.

Unser Transfer

Airtaxi TerminalAn eine Insel der gehobenen (Preis)Klasse darf man sicherlich auch höhere Erwartungen stellen. So war es schon etwas enttäuschend, dass am Flughafen keine besondere Begrüßung erfolgte. Von unseren anderen Aufenthalten waren uns ja die Schalter der einzelnen Inseln/Managements bereits bekannt. Dass man sich aber selber auf die Suche danach machen musste, ist nicht unbedingt 5* Niveau. Erschwerend kommt hinzu, dass Kandholhu auf keinem der Schalter verzeichnet ist. Zuständig ist der 3 Schalter auf der rechten Seite, auf dessen Schild u.a. Kuramathi angegeben ist.

Da wir den günstigeren Bootstransfer gebucht hatten, drückte man uns dort 2 Plastikkarten mit der Aufschrift „Kuramathi Boot Transfer“ in die Hand, zeigte in Richtung des Haupteinganges und wies uns an irgendwo dort ca. 60 Minuten zu warten, da man noch auf zwei andere Flugankünfte warten würde. Natürlich kann sich jeder, der sich einen Aufenthalt auf Kandholhu leisten kann, auch selber etwas zu trinken kaufen. Eine kalte Flasche Wasser (wie z.B. bei Reethi Beach) und die Begleitung zu einem Warteplatz würde aber eher dem Stil und Preis der Insel entsprechen.

Warten auf den AbflugGut 30 Minuten später kam dann jemand zu uns und sagte, dass wir jetzt doch mit dem Wasserflugzeug zur Insel gebracht würden. Die Koffer (wir hatten unser Freigepäck von Deutschland nach Male mit ca. 70 kg voll ausgeschöpft) sollten am Nachmittag mit dem Boot nachkommen. Da wir vorher schon in Sri Lanka waren, hatten wir leider keinen Koffer, der alle wichtigen Dinge für den ersten Tag enthielt. Dennoch nahmen wir sicherheitshalber einen Koffer mit zum Wasserflugzeug Abflug. Dies sollte sich als richtig erweisen, da die anderen beiden Koffer die Insel erst am folgenden Tag erreichen sollten. Dass wir deshalb einen Tag ohne Schnorchelausrüstung, Zahnbürste, Rasierer, Ladegerät für die Kamera und viele andere Dinge verbringen mussten, war zwar durchaus zu verschmerzen. Von einer Insel der Luxusklasse (die sich selber 5 Sterne gibt), sollte man das aber nicht unbedingt erwarten. Übrigens gab es für diese Unannehmlichkeit weder eine mündliche Entschuldigung, noch dergleichen in anderer Form, wie z.B. einen kostenlosen Drink oder zumindest das Angebot am ersten Tag kostenlos eine Schnorchelausrüstung auszuleihen. Auch das erscheint mir dem Anspruch der Insel nicht zu entsprechen.

Airtaxi WartehalleAlso wurden wir zu der relativ neu errichteten Abflughalle der Maldivian Air Taxis gebracht. Hier hat sich im Vergleich zu früher einiges getan. Die nicht klimatisierte Halle bietet viele Annehmlichkeiten eines kleinen Abflugterminals. Schnell wurden wir eingecheckt und Erfuhren beim Wiegen unseres Gepäcks (inkl. Handgepäck), dass wir nach Fesdu (dass sich nach dem Umbau zum Luxusresort nun www retreat and spa nennt) fliegen würden. Entsprechende Kärtchen wurden an unserem Gepäck befestigt und wir erhielten eine (braune) Bordkarte mit dem Hinweis, dass wir auf den Flug noch ca. 45 Minuten warten müssen.
Draußen vor der Halle lagen die Wasserflugzeuge und schöne, bequeme Liegen, so dass man sich die Zeit damit vertreiben konnte, Starts und Landung der Flugzeuge zu beobachten.

Luxus Wartebereich www retreat (Fesdu)Aufgrund unserer Fesdu Kärtchen schickte uns ein Mitarbeiter des Flughafens dann allerdings zu einem etwa 100m weiter gelegenen Raum. Dies ist der klimatisierte und sehr stilvoll ausgestattete Wartebereich deLuxus Wartebereich www retreat (Fesdu)r www Resorts. Hier gibt es in einem recht luxuriösen Ambiente kostenlos gekühlte Getränke und kleine Snacks.
Da wir jedoch (leider viel zu ehrlich) auf Nachfrage zugaben, dass nicht Fesdu, sondern Kandholhu unser Ziel ist, mussten wir diesen Bereich leider wieder verlassen. Natürlich muss so ein Luxus nicht wirklich sein. Da sich unser Abflug letztlich noch ca. 90 Minuten hinzog, wären wir auch gerne dort geblieben.

Da man draußen die Lautsprecherdurchsagen kaum verstehen kann und sich der einzige Bildschirm mit Abfluginformationen in der Halle befindet, schauten wir bei anderen Abflügen immer, welche Farbe denn die Anhänger der Passagiere hatten – braun war nicht dabei. In der Halle sieht man aber auch Ständer der verschiedenen Destinationen und dahinter die Koffer der wartenden Urlauber. Hinter „unserem“ Schild standen lange nur 3 Gepäckstücke und so mussten wir uns wohl noch etwas gedulden.
Maldivian AirtaxisLetztlich wurde auch unser Flug aufgerufen und ca. 15 Gäste nahmen in der kleinen Maschine Platz, in der ich erstmals einen (vermutlich) einheimischen Piloten sah, der ungewöhnlicherweise auch Schuhe trug. 2 der Urlauber wollten tatsächlich nach Fesdu und kamen dementsprechend auch aus der „Luxuslounge“, die meisten anderen flogen nach der Landung noch 5 Minuten weiter nach Athuruga. Bei dem ruhigen, ca. 25 Minuten dauernden Transfer überflogen wir gut sichtbar Ellaidhoo (am Außenriff des Atolls) und dann auch Kandholhu, dass genau zwischen Fesdu und Ellaidhoo liegt (jeweils ca. 6-7km Abstand). Neben Fesdu erfolge dann eine recht raue Landung, nach der 6 Personen mit uns das Flugzeug verließen. Zum Service von Fesdu gehörte es anscheinend, dass auch weiterfliegende Gäste mit einem Willkommensdrink und einem kalten Erfischungstuch bedacht werden – vorbildlich! Für Kandholhu wurden wir von Natascha erwartet, die noch bis April 2006 für „Guest Relations“ zuständig ist. Obwohl die Insel fast ausschließlich von deutschsprachigen Touristen gebucht wird, spricht Natascha leider nur englisch und ihre Muttersprache (ich glaube es war serbisch oder kroatisch).

Ari Explorer I und IIUm zur 200m entfernt wartenden Ari Explorer zu kommen, mussten wir zusammen mit einem Malediven erfahrenem, älteren Ehepaar bei leichtem Wellengang in ein recht kleines und wackeliges Beiboot ein- und von dort dann in die Ari Explorer umsteigen. Für die beiden älteren Herrschaften war das schon bei gemäßigtem Wellengang nur mit Hilfe möglich. Wie das bei etwas stärkeren Wellen aussieht, kann ich mir lebhaft (und feucht) vorstellen.
An der Insel angekommen musste erneut die Hürde mit dem Schlauchboot genommen werden, dann waren wir endlich an unserem leider bewölkten Ziel angekommen.

Allgemeines zum Transfer

Kandholhu bietet Bootstransfer und Flugtransfer an. Der Bootstransfer kostet dabei zurzeit 120$, der Flugtransfer 240$ pro Person (natürlich hin und zurück). Beim Flugtransfer ist zu berücksichtigen, dass hier grundsätzlich nur 25 kg Freigepäck inklusive ist. Da auch das Handgepäck mit gewogen wird, kommt man dabei recht schnell in den Genuss 2$ pro zusätzlichem Kilo Aufpreis zahlen zu müssen. Man kann aber durchaus auch Glück haben und trotz „Übergewichts“ kostenlos mitgenommen zu werden.

Schildkröte am HausriffDer Bootstransfer erfolgt üblicherweise mit dem Speedboot über Kuramathi. Dazu stehen auf Kuramathi 2 Speedboote zur Verfügung, von denen eines sehr groß ist und dementsprechend ruhig im Wasser liegt. Das zweite ist ebenfalls nicht sehr klein und recht komfortabel.
Die Fahrt vom Flughafen bis Kuramathi dauert knapp 90 Minuten und von dort aus eine weitere halbe Stunde. Da der Weg von Male nach Kuramathi überwiegend zwischen den Atollen erfolgt, kann dieser bei stärkerem Wellengang zu einem feuchten und anstrengenden Erlebnis werden. Die Strecke ab Kuramathi geht dann überwiegend durchs Ari Atoll und ist entsprechend ruhiger.

Der Flugtransfer (hin oder zurück) erfolgt niemals direkt nach Kandholhu, sondern über Maayafushi, Fesdu oder einer Platform nahe Ellaidhoo. Der zusätzliche Bootstransfer erfolgt entweder mit Speedboot oder Schlauchboot-Schiff (Ari Explorer I/II) Kombination und nur in seltenen Fällen mit dem Dhoni. Der Flug dauert jeweils 20-25 Minuten – der zusätzliche Bootsransfer je nach Transportmitel bis zu 30 Minuten.

Willkommen

RezeptionIn der Rezeption bekamen wir ein leckeres Sorbet (Eis) zum Empfang und dann von Natascha einige Informationen zur Insel. Diese sind auch in einer Mappe zusammen gefasst und liegen in jedem Zimmer – beides jedoch ausschließlich in englischer Sprache.

Einen Hinweis auf die (im Reisepreis enthaltenen) Schiffsausflüge erhielten wir dabei (wie einige andere auch) nicht. Dabei liegt am Empfang eine Mappe mit (auch nur englischer) Beschreibung der kostenlosen, aber auch aufpreispflichtigen „Cruises“ bereit – jeweils mit einer Liste zum Eintragen. Ebenso fehlte der Hinweis, dass auf Wunsch zusätzliche (kostenlose) Fahrten mit der AriExplorer unternommen werden können, wenn sich zumindest 4 Interessenten melden.

Nach der kurzen Begrüßung folgte dann ein (nicht ganz) vollständiger Inselrundgang mit vielen Erläuterungen, die ich dem älteren Ehepaar ins deutsche übersetzte. Wie das bei rein deutschsprachigen Gästen ohne Übersetzer funktionieren soll, ist mir nicht ganz klar.
Den Manager der Insel bekam man beim Empfang und auch später übrigens kaum zu Gesicht.

an der RezeptionDa wir die Nacht vorher noch in Sri Lanka ausschlafen konnten und außer dem Wasserflugzeug/Bootstransfer lediglich eine gute Stunde Anreise hinter uns hatten, war Inselrundgang und Erklärungen für uns kein Problem.
Der übliche Tourist hat aber in der Regel einen recht mühsamen Nachtflug mit wenig Schlaf und insgesamt eine Anreise von manchmal an die 20 Stunden hinter sich. Da wäre eine Nachfrage, ob man zuerst einmal auf das Zimmer möchte und später einen Rundgang über die Insel macht, sicherlich angebracht. Auf diesen Gedanken scheint man hier aber noch nicht gekommen zu sein. Wer lieber zuerst etwas ausruhen möchte, sollte also selber darauf hinweisen.

Obwohl noch nicht einmal alle (für uns Touristen zugängliche) Bereiche der Insel gezeigt wurden, war der Rundgang sehr ausführlich und man hatte anschließend den Eindruck, dass die Insel doch viel größer sein müsse, als eigentlich durch die genannten Maße erwartet. Nach dem Rundgang wurden wir dann zu unserem Bungalow gebracht und der Urlaub konnte beginnen.
Zuletzt wurden wir noch zur Tauchbasis geführt, bei der wir von einer Urlaubsvertretung eine kurze Einführung in deutscher Sprache zum Schnorchel und Tauchen auf der Insel bekamen.

Die Bungalows

Ursprünglich hatte Kandholhu 10 Bungalows mit maximal 20 Gästen. Nach einigen Erweiterungen hat die Insel zurzeit 18 Bungalows, die in 3 (Preis)Kategorien eingeteilt werden: 4 Wasser-, 8 Deluxe- und 6 Standardbungalows. Da allerdings die Ausstattung und Lage zweier Deluxebungalows erheblich voneinander abweicht, teile ich diese in 4 Rubriken ein.
In allen Bungalows gibt es bereits Doppelstecker nach Europäischer Norm. Die weiteren, ausreichenden Steckdosen sind vom britischen Typ. Zusätzliche Adapter kann man in der Rezeption bekommen. Allerdings kann man Eurostecker auch problemlos einstecken, wenn man in das obere Loch z.B. kurz einen Kugelschreiber steckt. Dies ist absolut gefahrlos, da in der oberen Buchse kein Strom fließt.

Standardbungalows (101 – 106)

Dieser Typ wird manchmal auch als Gartenbungalow oder Gardenview angegeben.

Standardbungalow 104Bis Anfang 2006 wurden diese 3 Doppelbungalows vorwiegend für Tagesgäste (z.B. von Kuramathi) aber auch bei Überbuchungen benutzt. Nach einer Renovierung, Erweiterung und Neueinrichtung kann man diesen Bungalowtyp seit Herbst 2006 eigenständig buchen.

Die Standardbungalows liegen auf der östlichen Seite der Insel, ca. 20 Meter vom Stand entfernt, haben aber nur eine sehr eingeschränkte Sicht auf Strand und Meer. Je nach Wetterlage freut oder ärgert man sich über den leichten oder starken Wind, der, wenn vorhanden, oft aus dem Osten kommt. Durch Palmen, Bäume und Büsche liegen die Bungalows recht windgeschützt. Auf der vorgelagerten und teils überdachten Holz-/Fliesenterrasse gibt es 1 bequemes Korbsofa und einen Tisch. An der Seite vor dem Eingang einen Schlauch zum Abspritzen der Füße oder auch Schnorchelausrüstung.

Standardbungalow von innenDer Wohn-/Schlafraum ist mit dem hinteren Abzweig zum Bad ca. 20qm groß. Auch hier sind die Möbel aus Holz und Korb. Es gibt ein großes Bett (2*2m, gute, mittelharte Einzelmatratze und gefütterter Decke), Nachttische, einen geräumigen Schrank, einen Schreibtisch mit Stuhl und Spiegel, Minibar und Kaffeemaschine, bzw. Wasserkocher. Unter der Holzdecke befindet sich ein Ventilator und an der Wand hängt eine (mäßig leise) Klimaanlage mit Fernbedienung.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass (noch?) nicht alle Zimmer des gleichen Standards absolut identisch ausgestattet sind. Ob das irgendeinen besonderen Grund hat oder gar Absicht ist, vermag ich nicht zu sagen. In Nummer 103 gab es z.B. einen Safe im Schrank, in 104 nicht. Dafür gab es in 104 eine edle Nakamichi Stereoanlage und einen größeren Schreibtisch mit mehr Stauraum. 104 hatte dafür anstatt des Wasserkochers (in 103) einen modernen Kaffe-/Teeautomat. In beiden Fällen sind Kaffe und Teebeutel im Pauschalpreis enthalten. Die Nachbestückung erfolgt aber nicht unbedingt zeitnah und gemäß Inselstandard.
Im Schrank findet man neben Wäschetüte und Regenschirmen möglicherweise auch Bademäntel. Ansonsten gibt es Bademäntel auch im Spabereich und die können dann auch mit ins Zimmer genommen werden.

Die Minibar ist gut gefüllt mit allem, was das Urlauberherz begehrt und die Urlaubskasse verringert. Sie ist kaum hörbar und kühlt sehr gut. Minibarpreise

Standardbungalow AußenduscheDas Badezimmer ist zweigeteilt. Hinter der ersten Tür befinden sich Waschbecken (nicht von Alessi, sondern Duravit), Toilette, Spiegel und Föhn. Durch eine teilweise Glastür kann man von hier nach außen gehen, wo sich die Dusche im halboffenen Badbereich befindet. Der Brausenkopf ist riesengroß (Regendusche) und auch alle Armaturen funktionieren sehr gut.
Seife, Shampoo und Conditioner liegt bereit – wenn auch nicht in allen Bungalows in gleicher Qualität. So erhielten wir kleine Plastiktütchen, die nach Benutzung am ersten Tag auch erst nach 4 Tagen wieder erneuert wurden. Im Nachbarbungalow (und auch den anderen Kategorien) gab es größere und qualitativ hochwertige Fläschchen, die täglich erneuert wurden.

Standardbungalow innenKleinere Mängel trüben zwar den positiven Gesamteindruck leicht, stören aber sicherlich nicht das Urlaubsvergnügen. So gibt es etwas zu wenig Abstellflächen und keinen Stauraum, wo die ausgeräumten Koffer unsichtbar untergebracht werden können. Dabei bietet sich für beides ein passender Platz im Gang zum Bad an.
Leider kann man auch nicht alle Lampen im Wohnraum vom Bett aus an- und vor allem ausschalten. Unverständlich ist die Reihenschaltung der beiden Nachttischlampen, die gleichzeitig als Raumbeleuchtung (Schalter neben der Tür) dienen. Schaltet der „Linksschläfer“ seine Lampe aus, dann geht automatisch die rechte Lampe mit aus und rechter Bett- und Türschalter sind dann wirkungslos. Diese Unachtsamkeit ist leider in allen 6 Standardbungalows so ausgeführt. 

Standardbungalow BadInsgesamt würde ich den Bungalow als sehr wohnlich, geschmackvoll und komfortabel, aber nicht als luxuriös bezeichnen. Auch bei schlechtem Wetter bietet er ein schönes und positives Ambiente für einen angenehmen Urlaub. Dabei versteht sich von selbst, dass der Bungalow auch sauber ist.

Die Bungalows sind zwar nicht besonders schallisoliert, aber weit weniger hellhörig als das ansonsten auf den Malediven üblich ist. Wer ein sehr gutes Gehör hat, kann in allen Standardbungalows den Generator der Insel wirklich nur sehr leise vernehmen. Bei eingeschalteter Klimaanlage gelingt das dann nicht mehr.

Einen besonderen Vorteil einer der 6 Standardbungalows bei Lage und Aussicht vermag ich beim besten Willen nicht zu erkennen. Eine Vorreservierung einer bestimmten Nummer halte ich nicht für wichtig.
Die Nummerierung beginnt ab der Rezeption. Somit ist die 101 am nächsten zum Empfang und auch zum großen Bootssteg, 106 liegt am nächsten zu Bar/Restaurant oder Tauchbasis. Da die Doppelbungalows aber nur ca. 3m voneinander entfernt sind. Spielt dieser Unterschied wohl kaum eine Rolle

Kandholhu Westseite (Deluxe 2,3,4)
Deluxe- / Beachbungalows (D1-D6)

Die Deluxebungalows (auch oft als „Beachfront“ angeboten) sind die ältesten auf der Insel, was man Ihnen bei einem Alter von weniger als 3 Jahren aber (bisher) natürlich nicht anmerkt. Sie liegen auf der meist windgeschützen Südwestseite von Kandholhu. Ist es eher schattig, aber recht windig, dann freut man sich hier über den Windschatten; ist es sonnig und heiß, würde man sich eine leichte Brise wünschen.

Deluxebungalow D1-D6Die Bungalows haben keinen Zugang vom Weg, der hinter dem Strand die Insel umrundet und werden so üblicherweise über den Strand erreicht und betreten. Dennoch halten sich die vorbeilaufenden Menschen in geringen Grenzen und stören nicht.

Vor jedem Bungalow gibt es eine große, überdachte, geflieste Terrasse auf der sich zwei bequeme Korbsessel und ein kleiner Tisch befinden. An der Seite befinden sich (wie bei den Standardbungalows) Wasserschläuche zum Abspritzen des Sandes an den Füßen. Da sich die Kissen der Sessel immer in der feuchten Luft und Hitze befinden, sind bei manchen Stockflecken nicht zu übersehen. An den meisten Bungalows waren sie deshalb aber schon ausgewechselt.
Deluxebungalow D1-D6 Wohn-/Schlafraum
Die Eingangsfront mit zwei großen Flügeltüren ist voll verglast und gestattet von Innen einen schönen Blick auf Terrasse und ggf. aufs Meer. Der Innenraum ist gut 20 qm groß. Auf der einen Seite befindet sich das Himmelbett mit zwei großen Nachttischen. Die Matratze ist 2*2m groß und mittelhart. Die Bettdecke wie in den anderen Bungalows leicht gefüttert und flauschig weich. Sicherlich ist es Geschmacksache – aber ohne Klimaanlage (23-24 Grad) ist mir diese Decke zu warm. Die Klimaanlage ist wie Fernseher und Nakamichi Stereoanlage per Fernbedienung zu steuern.  Auf der anderen Seite stehen ein großer Schrank, ein Schreibtisch mit Stuhl, die Minibar und der Flachbildfernseher. Meist gibt es hier u.a. die deutsche Welle „DW“ zu sehen, die alle 2 Stunden deutsche Nachrichten und Berichte zeigt. Wegen schlechten Wetters und daraus resultierenden Empfangsschwierigkeiten kann der Sender aber auch einmal fehlen, was im Urlaub aber nicht unbedingt ein Nachteil sein muss. Natürlich ist auch hier eine Kaffee- und Teemaschine mit kostenloser Bestückung vorhanden.
Deluxebungalow D1-D6 (Sicht vom Bett)Im Schrank liegen Regenschirme, Bademäntel und ein Tresor bereit. Unter der mit Stroh gedeckten, hohen Decke befindet sich der Ventilator, der in mehreren Stufen geschaltet werden kann. Er ist ebenso leise, aber durchaus hörbar, wie auch die Klimaanlage. Der Inselgenerator ist in den Bungalows nicht zu hören und aufgrund der massiven Bauweise bekommt man auch von den Nachbarn wenig mit. Dies kann aber durchaus auch daran liegen, dass Kandholhu sowieso vorwiegend von sehr ruhigen Menschen gebucht wird.
Wie auch im Standardbungalow fehlt auch hier der Platz, um die leeren Koffer unsichtbar zu verstauen.

Deluxebungalow D1-D6 BadDas halboffene Badezimmer ist riesig und wirkt noch mal so groß wie der Wohn-/Schlafraum. Der hintere Bereich dieses Raumes ist nach oben offen und erlaubt freie Sicht auf Himmel und Palmen.
Links und rechts, jeweils in Nischen befinden sich Toilette und Dusche, dahinter auf beiden Seiten jeweils ein großzügiger Waschtisch mit Spiegeln. In der Mitte befindet sich die Badewanne mit Sprudelanlage, von der man sowohl noch nach draußen, als auch am DachDeluxebunbgalow, halboffenes Bad vorbei in den Himmel schauen kann. Im Feien befindet sich dann noch eine weitere, aus Steinen gemauerte Dusche.

Der Wohn-/Schlafraum ist insgesamt geschmackvoll eingerichtet, das Bad muss man schon als riesig und luxuriös bezeichnen. Auch wenn der Wohnraum im Verhältnis zum Bad recht klein wirkt, besteht dennoch auch bei schlechtem Wetter und häufigeren Aufenthalten im Bungalow kein Platzmangel.

Die Nummerierung der Bungalows beginnt im Süden von der Bootseinfahrt aus. D1 ist also Tauchbasis und Bar am nächsten. D6 hat den kürzesten Weg zu den Wasserbungalows. Sie haben voneinander nur einen recht geringen Anstand, sind jedoch leicht versetzt und durch Büsche voneinander getrennt. Die auf dem Foto zu erkennenden Bungalows mit der „offenen“ Lage, sind von rechts nach links D3, D4 und D5. Hier hat man auch vom Bett aus eine unverbaute Sicht auf Strand und Meer, was von vielen so geliebt wird. Gleichermaßen ist aber auch die Sicht von außen auf den Bungalow freigegeben. Schatten hat man hier vorrangig unter der eigenen Terrasse – einen schönen Platz an der Sonne (wenn das Wetter mitspielt) hat man direkt vor dem Bungalow.
Deluxbungalow D4 (Sicht aus dem Bett)Bungalow D1, D2 und D6 sind etwas „privater“. Auch hier ist vor dem Bungalow am Strand jede Menge Platz für die Sonnenliegen. Zusätzlich bieten sie aber auch einen kleinen, abgeschiedenen, nicht einsehbaren Schattenplatz vor der eigenen Terrasse. Dieser Vorteil wird natürlich durch die schlechtere Sicht vom Innenraum erkauft. Hier gibt es nicht die uneingeschränkte Meersicht wie in D3-5.
Hier sollte man also nach seinem Geschmack auswählen und wenn möglich vorreservieren.
Die Unterschiede zwischen diesen beiden Dreiergruppen sind meiner Ansicht nach zu vernachlässigen. D4 steht etwas vor D3 und D5 und ist deshalb diesen vielleicht vorzuziehen. Das sind aber letztlich nur Nuancen.
Bei der anderen Dreiergruppe würde ich vermutlich eher D6 nehmen, weil er noch etwas „privater“ wirkt. Aber auch hier ist der Unterschied sicherlich nur hauchdünn.

Deluxe- / Beachbungalows (D7-D8)

Deluxebungalow D7Bei diesen beiden Bungalows handelt es sich um die neusten der Insel, die erst im 3 Quartal 2006 fertiggestellt, bzw. als Gästebungalow umgebaut wurden. Bisher werden sie nicht als separater Typ angeboten, sondern zählen wie D1-D6 als Beachfront Bungalows. Diese Tatsache stellt zur Zeit eines der größten Probleme der Insel dar, denn obwohl diese Räume wunderschön und geräumig eingerichtet sind, möchte doch niemand gerne darin wohnen.

Hinter einer fast 8 Meter breiten Holz-/Glasfront befindet sich ein wunderschöner, ca. 35 qm Wohn-/Schlaf- und Baderaum, der auch zur Seite hin noch weitere Fensterfronten hat. Neben dem großen und bequemen Himmelbett befindet sich auf der einen Seite ein Whirlpool und auf der anderen Seite eine bequeme Sitzgruppe. Selbstverständlich gibt es auch einen geräumigen Schrank mit Tresor, Kaffee-/Teeautomat und das übliche Telefon. Waschtisch, Toilette und Dusche sind in separaten, etwas kleinen und geschlossenen Räumen untergebracht.

Deluxebungalow D7/8 Aussicht Richtung "Strand"Dabei ist es nicht das größte Ärgernis, dass D7 und D8 auf der Westseite hinter den Wasserbungalows liegen und diesen somit die freie Sicht auf das Meer verbauen. Vielleicht würde sich mancher Gast mit einem Blick auf Meer und Wasserbungalows durchaus zufrieden geben. Auch ist sicherlich das bisherige Fehlen eines TV Empfängers kein wirkliches Ärgernis und bei der wirklich schönen Einrichtung vermisst man das (fehlende) halboffene Bad nicht wirklich.

Hauptproblem dieser Bungalows liegt in der Tatsache, dass sie ursprünglich als Behandlungsräume für den Spa Bereich gebaut und konzipiert wurden und dabei mehr auf Abgeschiedenheit als auf eine schöne Aussicht geachtet wurde.
Jetzt wird mancher Leser denken: „Abgeschiedenheit – das ist doch genau das, was ich suche!“
Deluxebungalow D7/8 Wohn-/SchlafraumWer aber möchte für das viele Geld tatsächlich beim Blick aus den vielen und schönen Fenstern und Türen entweder „Mauern“ aus Strohmatten in 2 Metern Entfernung oder in Richtung Meer eine Dusche aus Stein sehen, die fast jede Aussicht auf Strand und Meer komplett nimmt. Ob diese Dusche den Zweck hat, auch bei diesen Bungalows von einem teilweise offenen Bad reden zu können, oder ob sie bei den ehemaligen Behandlungsräumen absichtlich so gebaut wurde, damit der Blick vom Strand auf die Behandelten versperrt wird, vermag ich nicht sagen.
Während unseres Aufenthaltes haben aber die meisten Gäste dieser beiden Bungalows nach Protesten nach wenigen Tagen in einen der anderen Deluxe Bungalows gewechselt.

Deluxebungalow D7/8 WhirlpoolMeiner Ansicht nach ist die Gestaltung des Wohn-/Schlafbereichs wirklich gelungen und schöner als bei den anderen Deluxe und Standardbungalows. Umso ärgerlicher sind die oben gemachten Einschränkungen.
Durch den einfachen Abriss der Aussendusche, bzw. Verlegung derselben an die hintere Seite wäre ein Grossteil des Problems schon beseitigt. Inwieweit die Kunden dann allerdings auf die bessere Aussicht auf die Wasserbungalows reagieren würden, kann ich nicht einschätzen. Hier hat mir der Manager in einem Gespräch aber zumindest signalisiert, dass über das Versetzen der Außendusche nachgedacht wird.
Deluxebungalow D7/8 WaschbeckenDa der Abstand von Bungalow zum „Strohzaun“ sehr knapp ist, lässt sich hier wohl leider keine Alternative per Pflanzen machen.
Natürlich haben auch die Standardbungalows keine oder nur eine sehr eingeschränkte Sicht auf Strand und Meer. Nach wenigen Schritten hat man dort aber dann immerhin einen unverbauten Blick. Außerdem kosten diese Bungalows je nach Saison nur weniger als die Hälfte von D7-D8.

Wer mehr Wert auf eine geräumige und gehobene Ausstattung des Bungalows legt als auf eine einigermaßen brauchbare Aussicht, dem lege ich diese beiden Räume ans Herz. Wer aber (zumindest von einem teueren Maledivenurlaub) auch eine nette Aussicht aus dem Bungalow erwartet, der sollte bei Buchung eines Beachfront/Deluxe Bungalows darauf bestehen, nicht in D7 und D8 untergebracht zu werden.

Wasserbungalows

WasserbungalowsDie 4 Wasserbungalows sind exclusiv ausgestattet, liegen an der Südseite der Insel und sind über einen bei Sonne recht heißen Holzsteg zu erreichen. Da jeder Bungalow am Ende einen eigenen Stegteil besitzt, laufen auch keine anderen Gäste hinter dem eigenen Bungalow her. So kann man seinen Urlaub ungestört und abgeschieden genießen. Selbstverständlich bieten sie alle Annehmlichkeiten der anderen Bungalowarten, die deshalb nicht extra erwähnt werden müssen.

Wasserbungalow Wohl-/SchlafraumSelbstverständlich bieten die Wasserbungalows alle Ausstattungsmerkmale der anderen Typen, allerdings kein halboffenes Bad. Der Generator der Insel ist nicht zu hören.

Im Wohn-/Schalfraum befindet sich das große Himmelbett, eine Sitzgruppe, Flachbild-TV und ein Schreibtisch. Einen Wasserbungalow BadGlasboden wie in vielen anderen Wasserbungalows gibt es hier jedoch nicht. Hinter der großen Fensterfront befindet sich ein Holz Terrasse mit Liegen und Sonnenschirm. Natürlich hat man sowohl vom Zimmer als auch von der Terrasse eine tolle Aussicht über den indischen Ozean. Über eine Treppe erreicht an die Holzplatform mit Dusche und eigener Leiter ins Meer. Schrank, Tresor und Kaffe-/Teemaschine sind im Vorraum (Eingangsbereich) untergebracht.
Das Badezimmer ist mit edler Alessi Keramik eingerichtet und verfügt ebenfalls über eine große Fensterfront mit schöner Aussicht. Direkt davor steht die Sprudelwanne.

Wasserbungalow Aussicht vom WhirlpoolW4 liegt der Rezeption am nächsten, W1 ist demzufolge aus Inselsicht am weitesten links.
Wirkliche Unterschiede, die für oder gegen einen der 4 Wasserbungalows sprechen, gibt es eigentlich nicht. Vermutlich würde ich eher einen der bWasserbungalow Terrasseeiden Äußeren wählen, weil man dann nur einen Nachbarn hat. Allerdings bekommt man weder optisch noch akkustisch viel von diesen mit.

Insgesamt sind die Wasserbungalows wirklich sehr schön und luxuriös eingerichtet. Hier kann man in schöner Atmosphäre und Abgeschiedenheit einen sicherlich sehr angenehmen Urlaub verbringen.

Zimmerreinigung

Wie auf den Malediven üblich, werden die Bungalows zweimal täglich gereinigt, bzw. überprüft. Im Gegensatz zu anderen Inseln ist aber hier nicht ein Roomboy für eine bestimmte Anzahl Bungalows verantwortlich. Auf Kandholhu gibt es eine Reinigungstruppe aus 3 Personen. Dies hat den Nachteil, dass man keinen (einzelnen) Ansprechpartner hat und es natürlich eine etwas längere Zeit dauert alle 18 Bungalows zu reinigen. So kann es vorkommen, dass die Truppe schon um halb 8 „auf der Matte steht“ oder Abends auch erst um 21:30 zum zweiten Mal „vorbeischaut“.

Die Reinigung und Sauberkeit war sehr gut. Allerdings hatte gerade das Personal gewechselt, weil die alten 3 Roomboys von einem auf den anderen Tag gekündigt und die Insel verlassen hatte. Die neue Truppe wurde während unseres Aufenthaltes deshalb oft vom Manager begleitet und überwacht.

Restaurant und Bar

BarSeit April 2006 wird Restaurant und Bar von einem deutsch/österreichischen Paar bewirtet. Da Marco und Stefanie Ihren Job mit großem Engagement betreiben, hat dadurch die Qualität von Restaurant und Bar einen für die Insel angemessenen hohen Standard. Marco ist als Koch für das Restaurant, Stefanie für die Bar verantwortlich. Darüber hinaus sind sie aber als deutschsprachige Angestellte oft auch Ansprechpartner für alle möglichen anderen Dinge, obwohl sie eigentlich nicht dafür zuständig sind.

Bar innenDer Urlaub auf Kandholhu kann mit ÜF, HP und VP gebucht werden, wobei man pro Mittag- und Abendessen derzeit einen Aufpreis von 25$ rechnen muss.

Wie üblich erhält man beim ersten Besuch zwar auch einen Tisch zugewiesen. Diesen muss man aber nicht unbedingt während des kompletten Urlaubs behalten. Im Gegensatz zu allen mir bisher bekannten Maledivenresorts wird man dann aber nicht ständig von einem Kellner bedient, sondern vom gerade verfügbaren Personal.

Im Restaurant arbeiten 3 Malediver und 2 Frauen von den Philippinen. In der Küche arbeiten für den Koch 8 Angestellte aus Sri Lanka, Bangladesh und Indien.

RestaurantpersonalDas Restaurant hat üblicherweise nur 2er Tische. Je nach Besucherzahl werden mehr oder weniger Tische im feinsandigen Raum aufgestellt. Bei voller Belegung der Insel mit jetzt 36 Gästen ist der Speisesaal etwas zu klein. Während unseres Aufenthalts habe ich dort aber nie mehr als 15 Tische gezählt, was meiner Ansicht nach auch die Obergrenze sein sollte. Laut Manager ist geplant das Restaurant um einen weiteren Kreis zu erweitern.
Die Bestuhlung ist bequem. Bei schlechtem Wetter, bzw. starkem Wind werden zum Schutz durchsichtige Kunststoffrollos heruntergezogen, so dass man weiterhin nach draußen schauen kann.

Im Restaurant befindet sich auch eine Holzablage in Bootsform auf der überwiegend deutsche Bücher abgelegt wurden, die man nun kostenlos nehmen und lesen kann. Natürlich kann man eigene, ausgelesene Bücher und Zeitschriften dort hinlegen. Unsere Zeitschriften fanden auf jeden fall schnell andere Leser.

Frühstück im Restaurant
Frühstück (7:30 – 10 Uhr)

Zum Frühstück ist ein kleines Buffet aufgebaut. Hier gibt es täglich 2 Sorten (meist) frisch gepressten Saft, 3-4 Sorten frisches Obst (vom Orangen über Bananen zu exotischen Früchten wie „Dragonfruit, die ich vorher noch nie gesehen habe), verschiedene Sorten Brot (hell, dunkel, mit/ohne Körner, Toast), Kuchen, 2-3 Sorten Käse, meist 3 Sorten Wurst, Oliven und Gurkenscheiben, verschiedene Cerealien und eine Schale mit wechselndem Salat, Obstsalat und Joghurt.
ZFrühstückusätzlich erhält man jeden Morgen einen kleinen Zettel, auf dem man ankreuzen kann, ob und wie man sein(e) Frühstückseier haben möchte, kann kleine Zutaten wie Bohnen oder Pilze anfordern und darauf auch ein maledivisches Frühstück aus Fischcurry, Thunfischsalat, dünnem Fladenbrot und Reis bestellen.
Zusätzlich befinden sich auf jedem Tisch noch viele kleine Gläschen mit verschiedenen Marmeladensorten, Mayonnaise und Ketchup.

Dazu gibt es Kaffee und Tee – aber für mich gab es auch einen sehr leckeren Kakao.
Der Orangensaft schmeckte fast wie frisch gepresst. Als ich die Stefanie neugierig nach der Sorte fragte, sagte sie mir fast etwas gekränkt, dass es natürlich frisch gepresster Saft wäre. 15 Minuten später wurde Saft aus einem Tetrapak nachgefüllt. Ich glaube kaum, dass in der Küche Saft ausgepresst und dann erst in Tetrapaks umgefüllt wird .
In der Regel scheinen die Säfte vom Geschmack her beurteilt aber tatsächlich frisch gepresst zu sein.

FrühstückAlles ist gut zubereitet und frisch. Die Zutaten sind sicherlich hochwertig.
Die Auswahl eines (teilweise schon übertrieben ausgestatteten) Buffets wie z.B. auf Velidhu kann das Frühstück jedoch nicht bieten. Auch scheint das Personal teilweise etwas träge zu sein (vor allem, wenn Koch und „Cheffin“ nicht in der Nähe sind). Leere Schalen am Buffet werden nicht mit größter Aufmerksamkeit bedacht und nachgefüllt. Trotz Hinweis (auf diverse leere Schüsseln) wurde z.B. der Joghurt nicht nachgefüllt. Als ich Stefanie 30 Minuten später direkt fragte, dauerte es keine Minute…
Natürlich sind wir im Urlaub und haben Zeit. In einer Anlage dieser Preislage sollte ein Gast aber nicht mehrmals nachfragen müssen.

FrühstückNatürlich kann man sich das Frühstück auch ins Zimmer bringen lassen und dort Essen. Dafür wird ein Aufpreis von 5$ berechnet.

Uns hat das Frühstück immer gut geschmeckt. Sicherlich könnte man über die mangelnde Abwechslung klagen. Aber im Ernst: Bei den meisten Besuchern dürfte das Frühstück zu Hause weit weniger gut und abwechslungsreich sein.

Erstaunlich war allerdings bei einem gehobenen Resort, dass nie genügend Teekannen am Buffet standen. Anscheinend gibt es schicht nicht genügend auf der Insel.

Mittagessen / Snacks

Zum Mittagessen gibt es weder ein fertiges Menü, noch ein Buffet. Wer Vollpension gebucht hat, kann sich mittags nach Belieben aus der Speisekarte bedienen. Wer ÜF oder HP gebucht hat, kann das selbstverständlich auch, muss jedoch dafür die in der Karte eingetragenen Preise bezahlen.
Lässt man sich die Speisen aufs Zimmer bringen, dann bezahlt man dafür anstatt der üblichen 10% stolze 20% Service Charge. So steht es zumindest in der Preisliste, obwohl mir Stefanie versicherte, dass sie im Kassensystem überhaupt keine 20% eingerichtet haben.

Abendessen

AbendmenüAn 5 Tagen wird ein Menü serviert, bei dem man bei jedem der 4 Gänge zumindest eine Alternative hat. Auf besonderen Wunsch, bei Unverträglichkeiten oder z.B. für Diabetiker wird selbstverständlich Rücksicht genommen. Dies sollte man nach seiner Ankunft mit Marco besprechen.

An zwei Tagen der Woche wird ein Gala Dinner angeboten. Nur bei gutem Wetter wird dann am Strand ein Buffet oder Barbecue aufgebaut. Aufgrund der Platzverhältnisse im Restaurant kann dort kein reichhaltiges Buffet veranstaltet werden. Deshalb gibt es bei schlechtem Wetter das Galadinner im Restaurant als 5 Gänge Menü.

GalamenüDas Essen ist von hoher Qualität und fast jeder Gast äußerte sich ausgesprochen lobend über das Menü. Um zu Hause ein Abendessen gleicher Qualität zu bekommen, wird man sich schon ein Haus mit sehr guter Küche auswählen müssen und deutlich mehr bezahlen, als man das auf Kandholhu tun muss.
Aber auch wenn die Speisen sehr schön auf den Tellern angerichtet sind, waren alle von mir befragten Gäste auch mit der Menge des Essens absolut zufrieden.

Natürlich bietet ein Buffet mehr Auswahl und auch die (wie ich finde eher schlechte Möglichkeit) sich sinnlos voll zu stopfen. Wer aber bereits eine gehobene Küche gewohnt ist, der wird auf der Insel nicht enttäuscht und wer so etwas nicht kennt, wird etwas Neues und Gutes kennen lernen.

Preisgestaltung

ZigarrenauswahlWer auf einer Insel der gehobenen Klasse auch hohe Preise für Getränke, Essen und weitere Dienstleistungen erwartet, der wird auf Kanholhu nicht enttäuscht. So kostet ein Liter Wasser (Evian) aus der Minibar 5,50$ und eine 1,5l Wasserflasche immerhin 4,40$. Ein Softdrink kostet 4,40$ und das günstigste Bier knapp 5$. Eine Suppe belastet die Urlaubskasse mit 7,70$ und ein Hamburger mit Pommes schlägt mit 15,40$ zu Buche (alle Preise inkl. Servivecharge).

25 Dollar (während unseres Aufenthalts knapp 20 Euro) muss man für ein mehrgängiges Abendessen gehobener Küche aber sicherlich als preiswert ansehen – auch wenn es zugegebenermaßen viel Geld ist. Für ein Galadinner am Strand oder ein 5 Gang Menü kann man das durchaus schon als Schnäppchen ansehen.

Cocktail des TagesDer überwiegende Teil der Rohstoffe stammt übrigens aus Deutschland, Dubai und Singapur. Auch viel des zubereiteten Fischs stammt nicht von den Malediven. Wie bei der gesamten Ausgestaltung der Speisen hat der Küchenchef auch beim Bestellen der Produkte relativ freie Hand.
Viele Produkte sind über Händler in Male weitaus teurer als in Deutschland – bei bestimmten Waren sind die Preise in Einzelfällen über 10-mal so hoch.
Wie mir Marco erzählte, sind deshalb Preise für das Essen aufgrund dieser Zutaten eher zu günstig. Hier wird es bald eine neue Karte (für Mittags und Snacks) geben, die er selber ausgearbeitet hat. Letztlich ist aber das Management für die Preise verantwortlich.

Preis1 * Preis2 * Preis3 * Preis4 * Preis5 * Preis6 * Preis7

Getränke / Bar

GetränkekarteFür die Getränke trifft das nicht in demselben Maße zu. Durch die recht hohen Preise werden die Verluste beim Essen gedeckt und möglichst Gewinne eingefahren, was sicherlich vom Management auch verlangt wird.

Trotzdem könnte dem einen oder anderen Gast bei 4,40$ für 1,5l „Einfachwasser“ der Schluck im Halse stecken bleiben. Übrigens ist das Wasser aus dem Kran von recht hoher Qualität. Nicht nur die Einheimischem, sondern auch Koch und Frau trinken das ohne Folgen für Leib und Leben seit mehreren Monaten! So lassen sich vielleicht der eine oder andere Dollar einsparen …

An der Bar arbeitet zurzeit entweder eine Philippinin oder ein Angestellter aus SriLanka. Maldiver, die üblicherweise Moslems sind, dürfen hier übrigens nicht eingesetzt werden.
Die Bar ist nach dem Frühstück geöffnet und schließt, wenn keine Gäste mehr da sind. An jedem Tag gibt es einen „Cocktail of the day“ zum reduzierten Preis von 7$. Eine Happy Hour (Zeitraum mit vergünstigten Preisen) gibt es nicht.

Preis8 * Preis9 * Preis10

Zukunft

gelber KofferfischInsgesamt machen Bar und Restaurant einen sehr guten und vor allem gut geführten Eindruck. Zwischen der hohen Motivation und Bereitschaft von Marco und Stefanie die Gäste zufrieden zu stellen schimmert leider aber immer auch ein wenig Enttäuschung/Verärgerung über das Management, welches wohl nicht den gleichen Einsatz zeigt.
Dies könnte dazu führen, dass Marco und Stefanie die Insel Kandoholhu Mitte März 2007 nicht nur für einen verdienten Urlaub, sondern dauerhaft verlassen. Dies wäre sicherlich ein herber Verlust für Insel und Gäste.

Trinkgelder

ClownfischNatürlich freut sich auch auf Kandholhu jeder über ein Trinkgeld. Marco und Stefanie kann man darüber hinaus mit ein paar deutschen Mitbringseln (Lakritz, Gummibärchen, etc.) eine kleine Freude machen.

Wegen der Wechselnden Bedienung ist das Geben von Trinkgeldern hier etwas erschwert. Auch gibt es keine „Tipbox“, wie sie an anderen Stellen zu finden ist. Stefanie und Marco nehmen aber gerne Trinkgelder für das Personal entgegen und verteilen das dann gerecht auf alle Angestellten.

Service

Internet
Weißspitzenhai am Hausriff
In der Bar besteht die Möglichkeit kostenlos per WLan ins Internet zu gehen. Dafür braucht man allerdings ein passenden Computer oder PDA. Ein entsprechender Notebook kann an der Rezeption ausgeliehen werden. Das kostet dann 0,50$ pro Minute der Internetnutzung.
Mit meinem eigenen Notebook funktionierte das Internet anstandslos, wenn auch nur mit recht geringer Geschwindigkeit. Für Emails (ggf. mit einem kleinen Bild als Anhang) war es jedoch völlig ausreichend. Wenn man jedoch letztlich 50ct pro Minute dafür bezahlt, dann könnte man sich über die langsame Geschwindigkeit schon ärgern, denn die geht dann ja direkt in, bzw. aus dem Geldbeutel.

Wäschereinigung
Wäschereinigungspreise
In jedem Zimmer befinden sich Tüten und eine Preisliste für die Reinigung von eigener Wäsche. Mit der hier beigefügten Liste könnt Ihr überlegen, ob Ihr vielleicht doch etwas weniger einpackt und dafür vor Ort waschen lasst.

Kaffee/Tee nachfüllen
Auch bei kostenloser Bestückung sollte man ein tägliches Auffüllen erwarten. Zumindest bei uns war das leider nicht der Fall. Allerdings kann man dies beim Tee dadurch umgehen, indem man sich beim Frühstück einen Beutel mit aufs Zimmer nimmt.
Inwieweit dies in unserem Fall mit dem neuen Personal (dann aber auch nachlässiger Kontrolle durch den Manager) zu tun hatte, weiß ich nicht.

Sauberkeit
Hier wird die Insel ihrem eigenen Anspruch gerecht. So habe ich u.a. gesehen, wie auch an unsichtbaren und schwer zugänglichen Stellen (z.B. oben auf dem Ventilator) gereinigt wurde. Das ist sehr positiv und nicht selbstverständlich!

Handtücher
ausgefranste Strandtücher
Die Handtücher werden täglich gewechselt. Im Zimmer hat man je 2 Bade- und Handtücher, die von sehr guter Qualität sind und auch niemals muffig oder schlecht riechen.
Die zusätzlichen Strandtücher werden ebenfalls täglich getauscht, sehen aber schon etwas mitgenommen aus.

Einen Hinweis zum Wassersparen und Umwelt schonen, z.B. dass Handtücher nur dann gewechselt werden, wenn man sie in einen speziellen Korb oder auf den Boden wirft, gibt es leider nicht.

Betten
Unsere Betten wurden nach 1 Woche neu bezogen, was ich auch völlig ausreichend finde. Bezüge und Decke sind dabei angenehm, kuschelig und riechen einwandfrei.

Duschzeug
Neben Seife und Shampoo gibt es auch Conditioner und Bodylotion.
Zumindest die Variante in den Flaschen ist von sehr guter Qualität.
Die Nachlieferung klappte bei uns nicht oder nur schleppend. Dass in manchen Bungalows unterschiedliche Mittel zur Verfügung gestellt wurden ist zumindest merkwürdig.

Insektenbekämpfung per ChemiekeuleTierwelt (über Wasser)

Wie auf den Malediven üblich und auch nicht weiter verwunderlich beschränkt sich die Tierwelt über Wasser auf einen Reiher, Geckos, ein schwarzes, scheues Huhn, einige Laufvögel, wenige Krähen, Krebse, Einsiedlerkrebse, Libelllen, Schmetterling und Flughunde. Darüber hinaus findet man über Wasser auch noch Kühe, Schweine, Fische und anderes. Diese aber lediglich in totem und verarbeitetem RiesenlurchiZustand auf seinem Essensteller

Natürlich gibt es auch noch Ameisen, Mücken und andere Insekten. Wwie auf allen anderen Inseln wird gegen Ungeziefer gesprüht. Dies passiert aber .recht unauffällig und ohne besondere Geruchsbelästigung. Inwieweit diese Mittel (ausser für die Insekten) schädlich sind, kann ich nicht sagen.

Das Hausriff

Von allen bisher von uns besuchten Inseln ist Kandholhu eindeutig die Insel mit dem für Schnorchler besten Hausriff – und zwar mit weitem Abstand. Da ich auch in meinen älteren Berichten anderen Inseln gute Noten gegeben habe, dann bleibt mir für das Hausriff von Kandholhu eigentlich keine passende Schulnote mehr übrig, denn das Riff ist zumindest aus Sicht der Korallen mindestens zwei Klassen besser als die anderen.

Korallenwelt
Wo El Ninjo und Korallenbleiche in Schnorcheltiefe auf den anderen Malediveninseln 80-90% der Korallen zerstört hat, da ist wie durch ein Wunder auf Kandholhu die gleiche Prozentzahl erhalten geblieben. Muss man auf anderen Inseln bis 5m Tiefe länger zwischen dem abgestorbenen Korallenschrott nach einer fotogenen Koralle suchen, da benötigt man hier die gleiche Zeit, um einen abgestorbenen Bereich zu finden.

Korallen am HausriffBei aller Euphorie: Die Farbenvielfalt und Pracht vor El Ninjo und Korallenbleiche ist auch hier nicht mehr ganz zu finden. Der Besucher von Kandholhu ist aber zumindest nicht ganz so weit von der ursprünglichen Schönheit entfernt.
Selbst in der Lagune und hinter dem Riff finden sich wirklich schöne Stellen und selbst an der (in die Korallen gehauenen) Bootseinfahrt kann man bessere Korallen sehen, als an manchen Inseln am Außenriff. Insofern ist das Hausriff sogar dazu geeignet Nichtschwimmern im Stehen oder Knien einen Teil dieser Schönheit zu zeigen.
Korallen bei NiedrigwasserWarum die Erwärmung von El Ninjo 1998 hier wenig Schaden angerichtet hat, ist nicht endgültig bekannt. Leider gibt es ja auch nicht mehr den Meeresbiologen auf der Insel, den ich gerne danach gefragt hätte. Eine Erklärung könnte aber sein, dass aufgrund der Beschaffenheit des Riffs, dieses schon länger auf höhere Temperaturen vorbereitet war. Sieht man sich das Riff nämlich bei Ebbe an, dann ragen viele der lebenden Korallen weit aus dem Wasser hinaus und das wenige Wasser um die übrigen erwärmt sich bei Sonne sicherlich auch schneller. Korallen, die sich in Jahrzehnten an diese Tortur gewöhnt haben, konnten über die 5 Grad Erwärmung durch El Ninjo sicherlich nur lachen …
Dies ist aber lediglich (m)ein Laienhafter Erklärungsversuch, der keinerlei Anspruch auf Richtigkeit erhebt.

Sei es, wie es sei – das Riff alleine ist die Anreise wert und hat mir viele schöne Schnorchelstunden beschert. Übrigens sind alle Unterwasserfotos in diesem Bericht und in der Diaschau zu Kandholhu ausschließlich beim Schnorcheln fotografiert und nicht beim Tauchen!

Wie man an der Luftaufnahme (ganz oben, drittes Bild) und auch an der Inselskizze recht gut erkennen kann, hat die Insel 3 Ein-, bzw. Ausstiege. Im Süden ist die Einfahrt für Boote ins Riff gesprengt worden. Sie ist sehr breit und bietet viel Platz zum Starten oder Beenden einer Schnorchelrunde. Im Norden gibt es den langen Bootssteg, der per Sprung den Beginn oder mit der Leiter Beginn oder Ende eines Schnorchelgangs darstellt. Leider ist die Leiter rutschig, unbequem und zumindest bei Ebbe ist die unterste Stufe etwas zu hoch. Dritter und leider letzter Ein-/Ausstieg ist der kleine Kanal an der Ostseite der Insel – zwischen den beiden vorgenannten Stellen.

Korallenlandschaft
Schnorcheln

Da das Hausriff überall nur knapp vom Wasser überspült wird, kann und darf man nicht über das Riffach schwimmen. Dies ist aber tatsächlich auch nicht möglich ohne sich selber und die Korallen zu verletzten. Insofern hat man leider keine große Auswahl bei der Planung seiner Schnorcheltour.
Papageifischschwarm beim FressenWenn ich dann auch noch der Empfehlung der Urlaubsvertretung an der Tauchbasis gefolgt wäre, die davon abrät die (weite) Westseite zu umschnorcheln, wäre nur noch ein relativ kleiner Teil des verfügbaren Riffs verblieben. Wir wurden nämlich bei der Kurzeinführung nach der Willkommen-Tour von der Ersatzbasisleiterin über die Insel gewarnt, dass es aufgrund der Strömung gefährlich sei rechts vom Bootskanal (also westlich) zu Schnorcheln und dass es daher nicht möglich wäre die Insel komplett zu umrunden. Die Basis hätte in letzter Zeit immer wieder hätte abgetriebene Schnorchler per Boot einsammeln müssen. Außerdem solle man immer zu zweit und mit Flossen schnorcheln müsse.

Suppenschildkröte am HausriffOb letzteres wirklich stimmt, kann ich nicht beurteilen. Der Rest ist schicht gesagt einfach Unsinn. Sinnvoll war allerdings der (völlig selbstverständliche) Hinweis, dass man zum Schnorcheln immer Flossen anziehen soll.
Natürlich kann man westlich Schnorcheln und die Insel dabei auch komplett umrunden. Wie überall muss man dabei aber auf die Strömung achten, die falls vorhanden oft vom östlichen Außenriff kommt. Während unseres Aufenthaltes war das Wetter nicht optimal. Es gab viel Wind und auch Wellen. Mal war die Strömung mittel bis stark, manchmal aber auch nur schwach bis nicht vorhanden.

Ohne oder bei leichter Strömung kann das Hausriff in ca. 60 Minuten umrundet werden. Unsere Bungalownachbarin schaffte es in 45 Minuten und wenn ich viel geschaut und fotografiert habe, dann konnte es auch mal 2 Stunden dauern. Entsprechend kurz sind die Abschnitte vom Kanal zum Bootsanleger oder nur bis zum schmalen Ausgang dazwischen. Zügig geschnorchelt schafft man es in 20 Minuten vom großen zum kleinen Steg.

blauer FischNatürlich hat das Hausriff bei Strömung seine Tücken. So hat man bei der Tour um die Westseite keinerlei Chance abzukürzen. Auch hier ist der Weg über das Riffdach zu den Wasserbungalows selbst bei Hochwasser unmöglich. So startet man (wenn vorhanden) in diesem Fall also immer mit der Strömung und hat ganz zum Schluss den Teil gegen die Strömung. Sollte man sich dabei sehr viel Zeit lassen, können sich die Bedingungen natürlich ändern, so dass das letzte Stück gegen eine möglicherweise stärkere Strömung als beim Tourstart geht. Der Rückweg hilft dann auch nicht, weil dort ja dann die gleiche Gegenströmung herrscht.

Ich will niemandem Angst machen, aber genau so wenig diejenigen, die sich erstmals mit Flossen ins Wasser begeben dazu verleiten sofort bei starker Strömung um die komplette Insel zu paddeln. Wie bei allen Dingen braucht man auch hier ein wenig Erfahrung und etwas gesunden Menschenverstand.

wenig scheue SchildkröteInsgesamt bin Ich mehr als 10 mal bei unterschiedlichen Wetterbedingungen um die Insel geschnorchelt und es ist mir dabei auch passiert, dass ich mir über 2 Stunden Zeit gelassen habe und bei der Rückkehr mehr (Gegen)strömung vorfand, als ich beim los schwimmen hatte. Einmal musste ich dann tatsächlich schon ordentlich Dampf machen; problematisch oder gar gefährlich war es aber für mich nie.
Wäre die Strömung dann aber tatsächlich so stark gewesen, dass ich nicht mehr dagegen hätte anschwimmen können, hätte ich mich einfach nur zurücktreiben lassen müssen. Im Bereich hinter den Wasserbungalows ist dann ein großer Bereich mit Strömungsschatten und dort hätte ich dann auf meine „Rettung“ warten müssen. Da ist es dann natürlich auch eher von Vorteil, wenn der Mitreisende nicht neben einem schwimmt, sondern auf der Insel wartet und hin und wieder nach dem „rechten“ sieht.

noch ein FischEin paar Tage später hörte ich zufällig noch bei einer guten und sehr ausführlichen Schnorcheleinführung von Anestis, dem aus dem Urlaub zurückgekehrten Tauchbasisleiter, zu. Dieser konnte ich fast voll zustimmen. Lediglich die Pauschalaussage, dass die Strömung niemals so stark ist, dass man nicht dagegen ankommt, würde ich so allgemein nicht stehen und nur für erfahrenere Schnorchler gelten lassen.

Während unseres Aufenthalts war entweder keine oder aber Strömung aus dem Osten. Beim Weg von Steg zu Steg hat diese den Vorteil, dass man bis zum östlichen Punkt zuerst gegen diese anschwimmen muss, sich dann aber zum Ausgang treiben lassen kann. Beim Weg um die Insel ist dann fast der ganze westliche Bereich im Strömungsschatten. Erst beim Rückweg heisst es dann einen kleinen Teil gegen die Strömung zu schwimmen.
Genau so kann es aber auch Strömung aus dem Westen geben. Dann ist die Runde um die Westseite nicht nur interessanter (weil dann am westlichen Punkt mehr Fische sind), sonder auch einfacher, weil man zuerst gegen die Strömung schimmen kann/muss und sich auf dem Rückweg von der Strömung nach Hause bringen lassen kann.

an den Korallen konnte ich mich nicht satt sehen
Die Unterwasserwelt

Wie schon oben vorweggenommen erfreut die Insel Schnorchler und Taucher mit einer überdurchschnittlichen Riffqualität. Dieser Vergleich bezieht sich aber ausschließlich auf die Korallen. Glücklicherweise hat der Schaden an den Korallen bei anderen Inseln keine erkennbaren Auswirkungen auf den Fischreichtum.

Schildkröte im SpiegelIn diesem Punkt bietet Kandholhu ungefähr das, was man bei einer Innenatoll-Lage erwarten kann. Viele Fische, Schwärme kleinerer Fische, Schwarz- und Weißspitzenriffhaie und viele Schildkröten, aber weniger Großfische.
Grundsätzlich gilt aber auch hier, dass bei Strömung mehr Fisch am Riff zu sehen ist und an der Strömungsspitze (als hier entweder der östliche oder westliche Punkt) üblicherweise am meisten los ist.

Bereits in der Lagune kann man im Stehen oder Sitzen einen Großteil der Fischwelt des indischen Ozeans bestaunen. Auch hier tummeln sich einige (völlig ungefährliche) Babyhaie, sowie kleine und ein größerer Rochen. Auf der Außenseite des Hausriffs findet man viele unterschiedliche Schwärme kleiner Fische und sieht auch hin und wieder ausgewachsene Riffhaie um die Insel patrolieren.
KofferfischHighlight des Riffs sind aber die besonders vielen Teller- und Geweihkorallen und Korallenformationen an denen ich mich einfach nicht satt sehen konnte und die mich immer wieder veranlassten bis kurz vor der Ablösung meiner Haut im Wasser zu bleiben.
Leider kann meine alte Digitalkamera diese Panoramen nicht annähernd in der gleichen Pracht widergeben, die mir hier bei jedem Schnorchelgang größten Spaß gemacht hat.

Bei jedem Besuch am Riff sieht man das breite Spektrum der bunten und vielfältigen Unterwasserwelt des indischen Ozeans. Darunter viele kleine, unterschiedliche Fischschwärme, alle Arten von Doktor- und Drückerfischen, viele Kugel- und Igelfische, Barsche, Süßlippen und Schildkröten. Ich weiß nicht, wie repräsentativ meine Erfahrungen waren, aber von meinen ca. 15 Schnorchelgängen habe ich ein einziges Mal „nur“ eine Schildkröte gesichtet. Ansonsten waren es fast immer 2-4, einmal sogar 6. Dabei sind die meisten dieser anmutigen Schwimmer an ruhigen Schnorchlern eher desinteressiert und lassen und auch mal auf wenige Zentimeter an sich herankommen. Falls Ihr dies tut, dann macMuschelht das aber bitte sehr langsam und vorsichtig. Vor allem, wenn Ihr eine Schildkröte beim Auftauchen/Atmen stört oder gar erschreckt, dann kann es sein, dass sie sich vor Angst in die Tiefe zurückzieht und dort im schlimmsten Fall ertrinkt!
Im Gegensatz dazu erschien mir die Fluchtdistanz bei vielen anderen Fischen teilweise etwas größer zu sein, als auf anderen Inseln. Glücklicherweise (für die Fische) und leider (für uns) bietet das Riff mit seinen vielen und großen Tellerkorallen seinen Bewohnern ja auch ausgesprochen viele Möglichkeiten sich zu verstecken.

Bei den meisten Besuchen des Hausriffs hat man auch gute Chancen Weiß- oder Schwarzspitzenriffhaie zu beobachten – und zwar nicht nur die Jungen, die sich in Lagune und Innenriff tummeln. Um aber wie ich 4 Haie zusammen mit diversen Makrelen beim Jagen zu beobachten muss man aber schon etwas Glück haben und vielleicht auch mal einen Schnorchelgang vor dem Frühstück wagen.
DrachenkopfIm Vergleich zu anderen Inseln etwas seltener sind Muränen und besonders Rotfeuerfische. Gleiches gilt für größere Fische, wie Makrelen und Thunfische. Außer in der Lagune (hier schwimmen fast ständig kleinere Rochen herum), habe ich ansonsten am Hausriff nur zweimal einen Stacherochen gesehen. Ebenso selten waren meine Beobachtungen von Lobstern, Putzergarnelen, einem Ammenhai, einem Oktopus und zwei Skorpionfischen, wobei zumindest letzteres eher an meiner Beobachtungsgabe, als an deren Häufigkeit am Riff liegen dürfte.
Adlerrochen und Mantas bekam ich nicht zu Gesicht. In wieweit sie sich mal in die Nähe Kandholhus verirren, kann ich nicht sagen. Dass dies aber eher selten passiert, dafür spricht das nicht vorhandene Angebot einer Bootsfahrt zum Mantaschnorcheln, wie auf einigen anderen Inseln.

Insgesamt betrachtet ist Kandholhu für mich bisher mit Abstand die schönste Schnorchelinsel, was sowohl am Ambiente der Insel, aber vor allem an dem wunderschönen Korallenriff liegt.

„Fremdschnorchler“

Sträflingsfisch (orientalische Süßlippe)Natürlich ist Kandholhu längst kein Geheimtipp der Riffqualität mehr. Häufig kommen Boote von andern Inseln (Ellaidhoo, Bathala, DhoniMighili, und anderen) zu Schnorchelausflügen an dieses Riff.
Auch wenn ich jedem diese prächtige Aussicht von Herzen gönne, hatte ich doch leichte Befürchtungen als nicht weit entfernt von mir ein Haufen schnatternder Italiener und Japaner mit Schnorcheln und teilweise Handschuhen bewaffnet vom Boot aus Bathala vor „meiner“ Insel ins Wasser gelassen wurden. Ich möchte dabei aber auf keinen Fall verallgemeinern, dass Italiener Riffraudis sind.
Dennoch bleibt auf Dauer nur zu hoffen, dass das Riff diese häufigen Gäste nicht schlechter als El Ninjo verkraftet.

Tauchen / Tauchbasis

TauchbasisDie Padi Tauchbasis ist eine Niederlassung von Kuramathi. Von dort wird vor allem die Preisgestaltung vorgegeben, die auch für die Malediven recht hoch ist. So kostet ein Einzeltuchgang 55$ (bei eigener Ausrüstung) und 70$ (inkl. Leihausrüstung). Ab 10 Tauchgängen reduziert sich dieser Preis um 6$. Nitrox wird für 4$ Aufpreis pro Tauchgang angeboten. Jede Bootsfahrt schlägt mit zusätzlichen 10$ ein weiteres Loch in die Urlaubskasse.
Non Limit Pakete werden nicht angeboten, Vergünstigungen für Vorausbuchen ab Deutschland gibt es (zurzeit) nicht. Auch das Preisniveau der Kurse ist recht hoch. So kostet ein Open Water Diver Lehrgang inkl. Zertifizierungsgebühr stolze 600$.

LeihausrüstungDie Tauchbasis wird seit März 2006 von dem Griechen Anestis und der Dänin Maja geleitet. Sie werden die Basis aber im April 2007 wieder verlassen. In den ersten Tagen unseres Aufenthalts waren beide noch in Urlaub und zwei Vertretungen aus Deutschland (eine davon ist üblicherweise in Kuramathi) in der Basis. In den letzten Tagen war „nur“ Anestis dort. Maja haben wir nicht kennen gelernt.
Neben den Muttersprachen der beiden Tauchlehrer sprechen beide englisch und Maja auch deutsch. Unterlagen und Videos zum Erlernen des Tauchsports liegen in englisch und deutsch vor.

das Spülbecken braucht man nicht selber nutzen!Die Tauchbasis ist in verschiedene Räume aufgeteilt, von denen der Taucher aber meist nur das relativ kleine Hauptgebäude am Strand zu Gesicht bekommt. Hier befindet sich der Großteil der Leihausrüstung, die einen recht guten Eindruck erweckt (wobei ich meine eigene Ausrüstung besitze und das technisch nicht wirklich einschätzen kann). Bis auf die geringe Zahl an Lampen (4+1) erscheint auch die Anzahl ausreichend zu sein. Schließlich ist Kandholhu keine typische Taucherinsel. Als Tauchflaschen stehen 10l und 12l (überwiegend) Stahlflaschen mit Din. und Int. Anschluss zur Verfügung. Einen Trockenraum gibt es nicht. Die Anzüge hängen draußen, sind aber etwas geschützt. Der separate Kompressorraum macht einen ebenso gepflegten Eindruck, wie die gesamte Basis.

Tauchplatzbeschreibung der nächsten TGChecktauchgänge sind hier übrigens keine Pflicht, wobei ansonsten die (malediven)typischen Regeln gelten: max. 30m (AOWD und gleichw.), max. 18m (OWD und gleichw.), max. 60 Minuten Tauchzeit, Sicherheitsstopp 3 Minuten bei 5 Metern und mindestens 50 Bar, sowie Computer- und Bojenpflicht.

Ansonsten wird Service und individuelle Betreuung bei der Basis großgeschrieben. Nach dem Einchecken bekommt man seine Ausrüstung nur noch beim Tauchen zu Gesicht. Zusammenbau, Tragen und Spülen der Ausrüstung wird von der Basis übernommen. So beschränkt sich die Eigenleistung nur noch auf eine kurze Kontrolle und schon beginnt der Spaß.
Morgens und nachmittags findet jeweils ein Tauchgang statt. Volle Boote sind auf der Insel eine Seltenheit. Tauchfahrten finden auch statt, wenn nur 2 Taucher sich auf der abends vorher ausgehängten Liste eingetragen haben, was durchaus keine Seltenheit ist.
KompressorBei so wenigen Tauchern ist es natürlich einfach auf unsere Wünsche einzugehen, was bei passender Wetterlage auch immer getan wird.
Die Beschreibung der Tauchplätze im Aushang an der Basis ist ausführlich und deutsch, das Briefing auf dem Boot je nach Tauchern und Guide entweder deutsch oder englisch.

Neben einigen Tauchplätzen in der Umgebung (z.B. Kandholudu Thila) gehören auch hier die bekannten Plätze „Maaya Thila und Fish Head“ zu den Highlights.

Hausrifftauchen

Lobster unter TischkoralleNatürlich gilt beim Tauchen am Hausriff alles, was ich schon beim Schnorcheln beschrieben habe. Allerdings ist der kleine, mittlere Ausstieg vor allem bei Ebbe von Tauchern nicht, oder nur in Notfällen nutzbar. Hier ist die Gefahr die Korallen zu zerstören einfach zu groß. Dies ist aber kein wirkliches Problem, da die Entfernung der beiden anderen Ein-/Ausstiege auch für unerfahrene Taucher mit einer Flaschenfüllung problemlos zu bewältigen, bzw. schon eher zu gering ist.

Das Riff fällt an den meisten stellen leicht bis auf 12 – 25m ab. An der Ostseite ist eine kleine Steilwand, die in ca. 15m in sandigen Boden übergeht. StachelrochenHier gibt es ein paar kleinere Überhänge. Die Wand ist auch für einen Nachttauchgang gut geeignet. In der Nähe – ebenfalls an der Ostseite gibt es zahlreiche Anemonen. An der Ostseite gibt es ebenfalls eine kleine Steilwand, die allerdings in gut 20m hinabreicht. Hier sind die Überhänge etwas größer und auch ein paar Höhlen vorhanden.
Außer an diesen beiden Steilwänden sind die schönsten Stellen des Riffs nicht tiefer als 10m tief, was das Riff ja auch für Schnorchler so interessant macht.

Insgesamt ist das Hausriff für mehr als einen Tauchgang und evtl. einem Nachttauchgang weniger interessant. Da haben viele der angefahrenen Tauchplätze schon mehr zu bieten. Die einzigartige Qualität des Hausriffs beschränkt sich nämlich vor allem auf die ersten 3-5 Tiefenmeter.
Aufgrund der privaten Atmophäre und der schönen Tauchplätze in der Umgebung eignet sich Kandholhu durchaus auch für einen Tauchurlaub, wobei man für die  recht hohen Preise einen besonderen Service und eine individuelle Betreuung bekommt.

Wellness / Spa / Fitness

Kandholhu verfügt über einen großen, vielfältigen und sehr gut geführten Wellness und Spa Bereich. Dieser ist in zwei grundsätzliche Teile zu unterscheiden; der kostenlose Bereich und die kostenpflichtigen Angebote. Preisliste.

Fitnesscenter

Fitnesscenter mit Spiegelwand
Die Nutzung des kleinen Fitnesscenters ist kostenlos. Hier gibt es eine gute Auswahl an modernen Geräten (Laufband, Rad, Stepper und zwei „Kraftgeräte“).
Der Raum kann jederzeit genutzt werden. Die Klimaanlage und ein CD Player mit CDs steht dabei zur freien Verfügung und können nach Belieben eingestellt werden..

 

Relaxbereich / Wellness

kostenfreier Wellnessbereich
Auch der Relaxbereich kann kostenlos und nach Belieben genutzt werden.
Dieser Bereich steht in gleicher Ausstattung einmal für Männer und einmal für Frauen zur Verfügung. Aber auch als Paar kann man diese Einrichtung alleine nutzen. Dazu wurde die einfache Regelung getroffen, dass man sich als Pärchen einfach einen der freien Bereiche aussucht den Eingang schließt und davor zum Zeichen der Belegung seine Schuhe vor die Tür stellt. Man sollte allerdings berücksichtigen, dass es zwei Eingänge (von verschiedenen Seiten) gibt und diese Zeichen auf beiden Seiten setzen!
SaunaDiese Räume befinden sich im inneren der Insel, sind also vor Blicken von Außen geschützt. Das Meer kann man demzufolge natürlich auch nicht sehen.

Im Vorraum gibt es Umkleidekabinen, Schränke, Toilette und eine Dusche mit seitlichen „Strahlern“.
Im hinteren Bereich stehen eine Dampfsauna und eine finnische Sauna bereit. Die Temperatursteuerung kann jeder nach Belieben selber steuern. Es gibt einen Waschbereich mit Spiegel, Schränken und Bademänteln.
WaschbereichIm Ruhebereich stehen zwei bequeme Liegen. Hier stehen auch (meist) Trinkwasser und/oder Tee bereit. Dahinter befinden sich in einem kleinen Garten ein warmes und ein gekühltes Tauchbecken.

Auch wenn mir bei diesen Temperaturen nicht wirklich nach Sauna ist, so ist dieser Bereich wirklich schön und einladend eingerichtet und wird demzufolge auch hin und wieder genutzt.

Yogapavillons

YogapavillionsUnd dann sind da noch diese beiden hässlichen Stelzenpavillons, die die Südseite der Insel verschandeln und ausschließlich für Yoga verwendet werden. Unter den Pavillons ist ein Betonboden angebracht.
Während unseres Aufenthaltes wurde diese Einrichtung nicht genutzt. Eine kurzfristige Entfernung dieser Teile ist aber zurzeit unwahrscheinlich, weil sie zum Wellnessbereich gehören und dieser wie die Tauchbasis von einem separaten Unternehmen bewirtschaftet wird.

Behandlungsräume

Behandlungsraum mit BodenmatteInsgesamt gibt es 4 Behandlungsräume. Zwei davon öffnen sich nach außen zum Strand und sind jeweils für 2 Personen (üblicherweise Paarbehandlungen) gedacht. Neben den beiden Behandlungsliegen gibt es auch noch Sofas, Holzliegen und eine steinerne Badewanne, die in den Boden eingelassen ist und eine schöne Aussicht auf den Strand und Ozean liefert.
Manche Paarmassagen, die gerne abends in Anspruch genommen werden, enden mit einem gemeinsamen Bad, zu dem dann anregende Getränke gereicht werden.

Behandlungsraum für PaareDa man auch hinter, bzw, vor diesen Behandlungsräumen am Strand entlanglaufen konnte, sah man abends oft Paare im Kerzenschein in dieser Wanne sitzen und sich mit Sektgläsern zuprosten (auf Fotos dieser Szenen müsst Ihr leider verzichten. Dafür war weder mein Blitz ausreichend, noch mein Anstand zu gering .

Behandlungsräume für Paare am StrandDie beiden anderen Behandlungsräume sind von außen nicht einsehbar, aber ähnlich, allerdings jeweils nur für einen Patient eingerichtet. Bestimmte Behandlungen (fragt mich jetzt nicht mehr welche) finden z.B. immer in einem dieser Räume statt, weil nur der eine entsprechende Matte auf dem Boden hat.
Im anderen Einzelbehandlungsraum steht ebenfalls eine spezielle Liege für eine besondere Behandlungsart.

Aussicht aus BehandlungsraumObwohl keine besondere Werbung für die Behandlungen gemacht wurde und die Mitarbeiter einfach nur in der Rezeption für Termine und Fragen bereit standen, wurden die Massagen und Paarbehandlungen gerne genutzt. Die Zufriedenheit mit der Durchführung war anschließend ausgesprochen hoch.

Auch die Preise sind hierbei nicht wesentlich höher als auf anderen Inseln und teilweise sogar günstiger als in Deutschland. Durch das wirklich schöne Ambiente und die professionelle Durchführung können diese Einrichtungen uneingeschränkt empfohlen werden.

Wetter

Im November 2006 gab es ein recht großes und lang anhaltendes Schlechtwettergebiet, welches vor allem den Philippinen einen Taifun, Erdrutsche und einige Tote bescherte.
Von diesem Wetter waren auch die Malediven stark betroffen, so dass es nicht nur auf Kandholhu viel und heftig regnete und sich die Sonne kaum blicken lies.
Als wir Ende November ankamen hatte sich das Wetter zumindest soweit verbessert, dass sich der Regen meist auf die Nacht beschränkte und sich Wolken und Sonne abwechselten. Leider brachte auch die erste Dezemberwoche keine deutliche Besserung. Der Tag vor unserer Abreise war insgesamt noch der beste – in der Nacht vor unserer Abreise und auch noch am Morgen goss es in Strömen.

Regen im Anzug
Grundsätzlich gilt immer noch Dezember bis Februar als beste (und teuerste) Reisezeit für die Malediven. November und März sollten aber eigentlich auch überwiegend trocken und sonnig sein.
Die Aussagekraft von Internetwetterberichten (auch dem der Malediven auf http://www.meteorology.gov.mv/) sollte man dabei nur geringen Glauben schenken. Vor allem die Prognose von Regen, Dauerregen oder Gewittern kann regional sehr unterschiedlich sein.
Verhält sich das Wetter nicht so, wie es in den letzten Jahrzehnten üblich war, dann wird das immer gerne dem Treibhauseffekt, der allgemeinen Erderwärmung, dem Ozonloch oder andern von uns Menschen gemachten Einflüssen zugeschoben. Ob unser schlechtes Wetter aber tatsächlich etwas damit zu tun hatte – oder einfach nur zufällig der hiesige „Winter“ nicht ganz so war, wie wir uns das gewünscht haben, wird mir wohl niemand eindeutig beantworten können.

Insgesamt hat das etwas mäßige Wetter unseren Spaß auf Kandholhu aber keineswegs getrübt. Ich würde sogar sagen, dass gerade Kandholhu zu den Inseln gehört, die man auch bei schlechterem Wetter noch sehr genießen kann.

Ausflüge / Ari Explorer I/II

Sunsetcruise mit der Ari ExplorerIm Reisepreis (wie ja auch der Namensteil „Cruise“ schon verspricht) sind einige Fahrten mit der Ari Explorer bereits enthalten, bzw. können ohne Aufpreis mitgemacht werden.

Montags findet eine Halbtagesfahrt zu einer unbewohnten Insel mit Schnorchelmöglichkeit statt,
Mittwochs eine Fahrt in den Sonnenuntergang (meist um die Insel DhoniMighili) und
Freitags wieder eine Halbtagesfahrt mit Schnochelmöglichkeit.

mit dem "großen" Schlauchboot zum SchiffDarüber hinaus können auf Wunsch von mindestens 4 Teilnehmern weitere Fahrten durchgeführt werden (auch mit Übernachtung an Bord!). Vorbildlich und nicht unbedingt selbstverständlich dabei ist, dass die Verpflegung von der Insel dabei ohne Aufpreis an Bord eingenommen werden kann. Getränke kosten genau so viel, wie auf der Insel. Bei der netten und 2,5 Stunden dauernden Sunsettour gab es sogar kostenlos belegte Brote. Zusätzlich hatten wir noch das kurze Vergnügen einen großen Delfin in der Bugwelle des Schiffs schwimmen zu sehen.

Bad zur KajüteDa die Ari Explorer nicht am Steg anlegt, erfolgt der Transfer auf das Schiff per Schlauchboot – entweder mit dem ganz kleinen oder dem etwas größeren orangen. Bei leichtem Wellengang kann das schon mal etwas wackelig und feucht werden.
Bett in KajüteWährend unseres Aufenthaltes war auch ein „Segelprofi“ auf der Insel. Auch wenn ich das als Laie weder beurteilen, noch erkennen konnte, sollen sich beide Ari Explorers vor allem aus seglerischer Sicht in einem eher schlechten Zustand befinden. So wird bei den Fahrten auch nur aus optischen Gründen das vordere Segel hochgezogen, aber nicht wirklich gesegelt.

Abfahrt von KandholhuAnsonsten macht das Schiff aus meiner Sicht einen guten Eindruck. Es ist viel Platz vorhanden und auch die 6 Doppelkabinen machen einen (für die beengten Verhältnisse auf einem Schiff) ordentlichen Eindruck. Dabei ist die (in der Regel für Hochzeitsreisende vorbehaltene) Kabine im Bug noch geräumiger gestaltet.

Zusätzlich werden auch einige kostenpflichtige Ausflüge angeboten.  Und weil ja Cruisen im Reisepreis enthalten ist, heissen diese Fahrten dann Excursions.

Liste der kostenlosen Cruisen  *  Liste der kostenpflichtigen Exkursionen

Fazit

Kandholhu ist eine wunderschöne Insel bei der fast alles stimmt und die alle Voraussetzungen für einen anspruchsvollen und angenehmen Urlaub bietet. Inwieweit der recht hohe Preis dafür angemessen ist, muss jeder selber beurteilen.

Die Insel bietet für Schnorchler ein herausragendes Korallenriff, eine gute, wenn auch teure Tauchbasis mit besonderem Service, ein tolles Spa Center – teilweise kostenlos und ansonsten mit malediventypischen Preisen und die Möglichkeit zu schönen Schiffscruisen.

Letztlich macht die gute Küche und die schönen Bungalows Kandholhu zu einer absoluten Empfehlung. Wenn Geld keine Rolle spielen würde, dann würde ich sicherlich jedes Jahr dorthin fliegen.

Wenn Euch dieser Bericht gefallen/ geholfen hat, dann freue ich mich über einen Eintrag in meinem Gästebuch. Fragen oder Fehlermeldungen bitte per Email!

Hintergrundbilder über und unter Wasser hier downloaden!

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.Kandholhu vom Hauptsteeg / Jetty