nicht schlecht - aber ohne Wolken wäre es noch besser...

Ertragsdaten unserer Photovoltaikanlage

UPDATE 2016:

Bis 2016 konnte man hier auf der Seite live die aktuellen Erträge sehen. Die Ertragskurvenfür einzelne Tage, sowie die Erträge der Tage, Monate und Jahre wurden über die Stromleitung per Powerline Modem direkt zu einem Server und dann ins Internet übertragen.

Der Powerlinesender in einem der beiden Wechselrichter hat nun aber schon vor mehr als einem Jahr begonnen zu schwächeln. Er war nicht mehr in der Lage, sich den Zählerstand dauerhaft zu merken, was die Messung natürlich erheblich erschwert und häufige manuelle Eingriffe nötig gemacht hat.
Mittlerweile scheinen beide Powerlinesender den Betrieb eingestellt zu haben; es kommen keine Daten mehr an. Natürlich könnte das auch an dem Powerlinemodem oder dem Rechner (der seriellen Schnittstelle) liegen. Am Rechner hat sich aber nichts geändert und der ist auch relativ neu. Auch habe ich ein Reserve Powerline Modem, was den Fehler tatsächlich eher bei den Sendern  erwarten läßt.
Leider gibt es weder Powerline Sender für die Wechselrichter (das sind kleine Platinen, die man damals extra dazu kaufen musste), noch passende Powerlinemodems von SMA zu kaufen. Diese sind schon seit Jahren nicht mehr verfügbar. Somit muss ich mich wohl dauerhaft von der automatischen Erfassung verabschieden, da es auch keine Alternativen gibt.

Aber: Die Anlage läuft immer noch ohne besondere Probleme und seit Anfang 2016 erfasse ich die monatlichen Daten nun manuell.

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Bei Aufruf dieser Seite sollte sich ein zusätzliches Fenster mit den Ertragsdaten unserer Anlage geöffnet haben. In diesem Fester können Sie sich Tages-, Monats- und Jahreserträge in Werten und Grafiken ansehen.

Sollte Ihr PopUp Blocker dies verhindert haben, können Sie hier die Übersichtsseite der Erträge und hier den momentanen Ertrag aufrufen.

 

Webcam - der Himmel über Glandorf (Akt. 15 min)

 

Die Leistung einer Solaranlage ist üblicherweise in Spitzenleistung (Peak) in Kilowatt angegeben. Bei einer Anlage mit 1 kW/Peak rechnet man in Deutschland mit einem jährlichen Stromertrag von 700 – 800 Kilowattstunden (kWh). Allerdings ist dieser Ertrag (ausser vom Wetter) auch von weiteren Faktoren abhängig:

Geografische Lage der Anlage
Zum Beispiel ist in Freiburg/ Breisgau ist mit einem deutlich höheren Ertrag als in Glandorf zu rechnen. Für NRW gibt es einen Solaratlas, in dem für die einzelnen Gebiete die durchschnittlichen Sonneneinstrahlungen der letzen Jahre abzulesen sind. Daraus könnte man sich genauer die zu erwartenden Erträge errechnen. Ob es vergleichbares auch für andere Bundesländer gibt, weiss ich nicht.
Bei meiner Anlage habe ich die Werte aus dem NRW Atlas für die Verteilung auf die Monate benutzt. Der Jahreswert ist bei mir aber einfach aus Anlagenwert  (3,6 kW/Peak) und 750 kWh errechnet. Daraus ergibt sich die (für meine Anlage durchaus optimistische Erwartung von 2700 kWh pro Jahr.

Ausrichtung der Anlage
Optimal ist ein genaue Ausrichtung nach Süden, wobei eine Abweichung von bis zu 40 Grad „nur“ 7% Ertragsverlust bedeuten soll.
Auch von der Dachneigung ist der Ertrag abhängig. Um 30 Grad ist dabei optimal.

Technische Ausstattung der Anlage
Solarmodule werden von unterschiedlichen Herstellern angeboten. Unabhängig vom Funktionsprinzip der Module (monokristallin oder polykristallin) scheint es dabei durchaus nennenswerte Unterschiede zu geben. Aufgrund der anderen Faktoren ist aber ein direkter Vergleich nicht einfach.

Meine ersten Module waren von der Marke Sunpower und nach längerer Beobachtung wirklich schlecht. Die heutige Firma Sunpower hat aber nichts mehr mit diesen Modulen zu tun!  Ich vermutete einen Minderertag zwischen 10 und 20%. Die Kyocera Module, die ich nun habe, sind tatsächlich um ca. 15% besser und scheinen damit im oberen Mittelfeld zu liegen. Aufgrund der Werte scheinen manche BP Module besonders leistungsfähig zu sein – eine zuverlässige und aussagekräftige Liste habe ich bisher noch nicht gefunden.

SonneAuch bei den Wechselrichtern (das sind die Geräte, die aus dem Solarstrom 230 Volt Wechselstrom produzieren) gibt es unterschiedliche Verluste zwischen verschiedenen Geräten. Beim gleichen Modell hängt der Verlust von der Temperatur des Wechselrichters ab. Deshalb sollte dieser, wenn möglich, nicht unter dem nicht isolierten Dach aufgestellt werden.
Unsere Anlage haben wir 2001 von einer Firma (die heute unter diesem Namen und indieser Art nicht mehr existiert) komplett aufbauen und anschließen lassen. Das hat grundsätzlich sehr schnell und reibungslos funktioniert. Zudem war der Preis im Verhältnis zu anderen Angebot durchaus günstig.
Für unsere 3,24 kW/Peak Anlage haben wir 17410 Euro (alle Preisangaben zuzüglich MwSt..) bezahlt; das sind also 5373 Euro pro kW/Peak
Dieser Preis beinhaltete die kompletten Kosten. Eigenleistungen konnten und haben wir nicht geleistet; Zusatzkosten (z.B. für Elektroarbeiten) gab es nicht. Der Aufbau und Anschluss erfolgte also quasi “schlüsselfertg”. Folgende technische Ausstattung war enthalten:

  • 27 Module Sunpower 120
  • Wechselrichter Sunnyboy 2000
  • Wechselrichter Sunnyboy 850
  • 2 Module zur Dateneinspeisung ins Stromnetz
  • Powerline Modem zur Datenabfrage aus dem Stromnetz
  • Rahmen, Halterungen, Kabel und diverses Montagematerial

SonnenuntergangIm Laufe der Zeit wurde meine anfängliche Vermutung, dass diese Module relativ schlecht sind und mindestens 10% weniger als andere leisten, durch diverse Vergleichswerte bestärkt. Dazu kam dann noch die Eigenart der Anlage, dass der Schutzschalter häufig auslöste – und zwar besonders gerne, wenn wir mehrere Tage nicht zu Hause waren.
Da ich wohl nicht der einzige war, der sich über diese Sunpower Module beschwerte, hat unsere Firma  sich dieses Problems angenommen und mir irgendwann angeboten, wahlweise entweder kostenlos ein paar zusätzliche Sunpower Module (20% mehr Module) zu bekommen oder kostenlos die Sunpower Module gegen Kyocera Module zu tauschen. Lediglich einen kleinen Aufpreis für das bessere und teurere Montagesystem musste ich bezahlen. Bei dieser Gelegenheit habe dann ich noch 3 weitere Module dazu gekauft. Dies ist für meine Wechselrichter / Modulkombination nun die maximale Ausbaustufe, weshalb ich mein Dach zu diesem Zeitpunkt nicht gleich komplett mit Solarmodulen “zugepflaster” habe.
Mit den 30 Kyocera 120 Modulen hat die Anlage nun eine Nennleistung von 3,6 kW/Peak .

Mitte 08/2002 ist dieser Umbau erfolgt. Seit dem ist die bei der Anlage kein einziges Mal der Schutzschalter rausgeflogen, was vorher häufiger passiert war. Auch die Erträge haben sich merklich verbessert. Seit dem sind wir mit der Anlage sehr zufrieden.