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Embudu (+ Dubai), Dezember 2004
Vorbemerkung
Dieser (lange) Bericht enthält vor allem meine subjektiven Erfahrungen unserer Reise und von Embudu. Alle Fakten über die Insel habe ich separat gesammelt und für die Seite malediven.at aufbereitet. Ihr findet sie über DIESEN LINK (wird demnächst ergänzt).
Unsere Reise endete übrigens am 26.12. – also am Tag des Erdbebens und Tsunamis in Südasien. Da wir aber die letzten 3 Tage in Dubai verbrachten, haben wir davon erst nach unserem Rückflug erfahren.
Wie auf den meisten anderen Touristeninseln der Malediven gab es auch auf Embudu nur leichte Sachschäden. Bereits 2 Tage nach dem Hochwasser waren die Schäden dort fast alle wieder beseitigt und der Urlaubsbetrieb wurde normal weitergeführt. (Eine ausführlichere Beschreibung trage ich hier nach, sobald ich die Informationen habe).
Auswahl der Insel
Obwohl wir für unsere Verhältnisse schon sehr früh buchen wollten (ca. 5 Wochen vorher), waren viele Inseln im Dezember schon ausgebucht. Auch wenn in 2005 von der maledivischen Regierung gut 10 neue Inseln als Touristenresorts freigegeben werden sollen, ist vor allem in der Hauptsaison nicht mit einer Entspannung dieser Situation zu rechnen. Da wir uns außerdem keinen LTU oder Condor Viehtransporter zumuten wollten, kam uns ein Sonderangebot von Emirates Airlines gerade recht. Für 590 Euro gab es den Flug und wir entschieden uns zusätzlich noch für einen 3 Tages Aufenthalt in Dubai auf der Rückreise, welchen man vergünstigt über das Emirates Stopover Programm buchen kann.
Dies verringerte allerdings die Auswahl der Inseln noch weiter, da man bei den meisten Veranstaltern Flug und Hotel zusammen buchen muss. Da leider auch Meiers Weltreisen im letzten Jahr die alleinige Buchung von Hotels gestrichen hat, blieb als einziger großer Anbieter noch ThomasCook/Neckermann, sowie einige kleinere Veranstalter, wie Orca, SubAqua oder Maldivian.com.
Neben einem günstigen Preis ist uns Ruhe (also keine Animation) und ein nahes Hausriff zum Schnorcheln wichtig. Eines der interessantesten Angebote war Fihalhohi, was aber letztlich an 3 Tagen scheiterte.
So blieb uns Asdu, Ellaidoo und Embudu zur Auswahl. Bei vergleichbaren Preisen sprach für Asdu die wenigen Bungalows auf der Insel (50 Zimmer); dagegen aber der geringere Standard (keine Klimaanlage, Kühlschrank). Für Ellaidoo sprach die Ausstattung der Insel, die guten Schnorchel- aber auch Tauchgründe; dagegen die Unsicherheit, dass man auch in einer 2 stöckigen Unterkunft landen könnte und die Optik der Insel durch Mauern und Wellenbrecher. Für Embudu sprachen vor allem die kurze Transferzeit vom Flughafen, sowie die vielen positiven Berichte und die Tatsache, dass es kein besonderes Gegenargument gab. Also buchten wir Embudu über SubAqua für 14 Tage mit Vollpension (auch aufgrund des Hinweises in diversen Berichten, dass sich AI nur dann lohne, wenn man häufiger alkoholische Getränke zu sich nimmt).
Vor allem wegen der Klimaanlage entschieden wir uns für Superior Bungalows. Der Aufpreis für Wasserbungalows erschien uns zu hoch.
Die Anreise
Natürlich würde ich nie behaupten, dass LTU oder Conder Service grundsätzlich schlecht ist. Der Sitzabstand ist aber immer sehr begrenzt und für Personen über 1,90m fast unerträglich. Dazu kommt dann noch eine sehr magere und meist wenig aktuelle Bordunterhaltung.
Jetzt will ich nicht behaupten, dass ich in der Economy Klasse von Emirates meine Beine ausstrecken könnte. Aber zumindest bekomme ich meine Knie ohne Schuhanzieher hinter den Sitz des Vordermannes. Bein Einchecken gab es niemals lange Schlangen und zudem kann man kostenlos einen Platz vorreservieren. Der Service ist zudem wirklich sehr gut – und auch wenn ich ansonsten kaum Alkohol trinke, gönne ich mir bei Emirates immer den einen oder anderen süßen Cherry, der wie alle anderen Getränke (außer Schampus) nicht extra bezahlt werden muss. Erstaunlicherweise habe ich noch auf keinem Emirates Flug einen stark alkoholisierten Menschen getroffen, der dies ausgenutzt hätte (allerdings durfte ich ja auch nicht ins Cockpit , vielleicht feiern da Pilot und Co. Feucht-fröhliche Saufgelage …)
Wenn ich dann will, kann ich mir (auf der gesamten Strecke nach Male) immerhin 3 aktuelle Kinofilme anschauen, die ich dank eigenem Bildschirm aus einer (etwas eingeschränkten Auswahl) aussuchen kann. Zur Wahl stand zum Beispiel CatWoman, Bourne Identität 2, Without a paddle, Collateral, … (wählbar, ob englisch oder deutsch) Mit fast 4 Stunden Kino, Essen und etwas Lesen vergingen die ersten 6 Stunden so quasi im Fluge. Und die ca. 3 Stunden Aufenthalt in Dubai (von 0 bis 3 Uhr Ortszeit, also von 21 bis 0 Uhr deutscher Zeit) fand ich im zollfreien Flughafenkaufhaus eher entspannend als belastend.
Je nach Windrichtung fliegt man erst an Male vorbei und landet dann von Süden aus. Dabei kann man (auf der linken Flugzeugseite) Embudu von oben sehen. Das beigefügte Bild ist zufällig das einzige, dass ich während des Fluges aufgenommen habe. Man erkennt Embudu von oben vor allem an den gewähnungsbedürftigen Wassernungalows.
So kamen wir – zwar etwas müde – aber durchaus entspannt zwischen 8 und 9 Uhr morgens (Ortszeit) in Male an. Die Formalitäten hielten sich in Grenzen und wenn man seine Einreisekarte (die im Flugzeug verteilt wurden) korrekt ausgefüllt hatte, dann waren diese auch schnell überstanden. Auf dem Vordruck stand übrigens, dass man bei der Ausreise 10$ bezahlen müsste. Das war aber weder jetzt, noch bei unseren vorhergehenden Reisen der Fall. Ebenso schnell wie die Formalitäten abgewickelt waren, bekamen wir unser Gepäck mit dem wir vor dem Flughafen den Stand unseres Hotels ansteuerten. Auch hier mussten wir nur wenige Minuten auf andere Gäste warten und gingen dann zu den Bootsstegen, wo schon unser Boot auf uns wartete.
Da Embudu sehr nah an Male (und Hulule) liegt erfolgt der Transport im Gegensatz zu den meisten anderen Inseln statt mit Speedbooten mit (allerdings modernen) Dhonis. Je nach Strecke (es gibt 2 oder 3 verschiedene Routen, die je nach Seegang und Wasserstand gewählt werden) dauert der Transport zwischen gut 30 und 50 Minuten. Durch das gemächliche Tempo der Boote ist der Transfer gemütlich bis komfortabel. Seit neustem verfügt Embudu auch über ein Speedboot, welches man gegen Aufpreis buchen kann. Der Aufpreis soll um 50 US$ pro Strecke liegen (lt. einem Touristen der dies gemacht hat) und die Fahrzeit halbieren. Wenn man allerdings bedenkt, dass der (normale) Bootstransfer (hin und zurück) 40,- kostet (wir haben ja einzeln gebucht) und weiter entfernte Inseln für den Speedboottransfer (auch hin und zurück) ca. 100,- berechnen, dann erscheint mir dieser Aufpreis für diese kurze Fahrt doch sehr hoch zu sein.
Wir fuhren den langen Weg und kamen so kurz nach 10 Uhr auf Embudu an. Schon von weitem sieht die Insel sehr schön bewachsen aus. Üblicherweise legt man am Hauptsteg an und sieht Embudu dann von der ca. 350m breiten Schokoladenseite (ohne die hässlichen Wasserbungalows). Die vielen Palmen und Bäume ergeben einen dichten und hohen Bewuchs, der kaum einen Blick auf die Bungalows freigibt. Neben den beiden größeren Stränden an den Seiten sind außerdem einige sehr kleine und schattige Buchten zu erkennen. Trotz des nicht gerade guten Wetters bei unserer Ankunft ein wirklich schönes Bild.
Auf Embudu
Der Empfang auf Embudu war eher nüchtern und sachlich. Keine Trommeln, keine Kokosnuss – es musste eine Anmeldung ausgefüllt werden und dann wurde man zu seinem Bungalow geführt. Die Koffer kamen dann kurze Zeit später nach. Ob das immer so ist oder auch daran lag, dass wir nur 5 oder 6 Neuankömmlinge waren, weiß ich nicht.
Dabei bekamen wir allerdings noch den Hinweis, dass wir am Abend (18 Uhr) zu einer Informationsveranstaltung gebeten werden.
Der Bungalow
Ich hatte per Email aufgrund anderer Berichte ein Zimmer im Bereich um Bungalow 80 reserviert. Vor allem bat ich darum einen Randbungalow zu bekommen. Ob es Zufall war oder nicht. Wir bekamen den Bungalow 74. Ein Randbungalow, der bei anscheinend bei Wiederholungsgästen recht beliebt ist. Warum wir –im Gegensatz zu den meisten anderen Gästen- auch noch einen Obstkorb in unserem Bungalow vorfanden, kann ich nicht sagen. Der Bungalow ist geräumig, wozu auch sicherlich das hohe Dach beiträgt, welches Wohn und Badezimmer überspannt. Die Wand zum Badezimmer ist „nur“ gut 2 Meter hoch und lässt den Blick auf das Dach frei. Die Ausstattung ist einfach aber ordentlich. Unser Ventilator machte sich durch (leises) Knacken bemerkbar. Die Klimaanlage (mit Fernbedienung) war verhältnismäßig leise und recht kräftig. Der Kühlschrank war leer, kühlte aber auch auf kleinster Stufe sehr stark, ohne durch besondere Geräusche auf sich aufmerksam zu machen. Das (Doppel)Bett war nicht zu weich und angenehm. Die Sauberkeit war insgesamt gut. Die Ausstattung könnte jedoch gepflegter sein. Unser Kühlschrank sah noch recht brauchbar aus – wir haben aber auch durchaus rostigere und unansehnlichere Teile gesehen. Die großen Fenster (über der Eingangstüre) hätten durchaus hin und wieder mal geputzt werden können, was während unseres Aufenthaltes aber nicht passiert ist.
Insgesamt (verglichen mit den 4* von Eriyadu und Reethi Beach) sind die 3 Sterne aber voll auf berechtigt.
Im Zimmer hat man immer 2 große Handtücher, die (teilweise/immer) täglich gewechselt werden. Wir haben unseren Roomboy um 2 weitere Handtücher gebeten und darauf hin immer 4-5 Handtücher zur Verfügung gehabt. Diese hat er dafür allerdings „nur“ alle 2 Tage gewechselt, was meiner Ansicht nach immer noch zu oft ist. Eine Regelung, dass nur die Handtücher gewechselt werden, die man auf den Boden wirft, halte ich für wesentlich ökonomischer und ökologischer. Übrigens erzählten uns andere Gäste, dass Sie an der Rezeption um weitere Handtücher gebeten hätten, was mit dem Hinweis auf die hohe Belegung der Anlage abgelehnt wurde.
Im Badezimmer gibt es einen Seifenspender, einen Föhn und einen Stromanschluss für Rasierapparate. Die wenigen Stromanschlüsse im Wohn-/Schlafzimmer haben britische Norm, lassen sich aber auch mit deutschen Steckern nutzen, wenn man die obere Buchse mit einem Kugelschreiber (o.ä.) „entriegelt“. Auf dem Kühlschrank findet man 2 Gläser und eine Thermoskanne. Darin befindet sich abgekochtes Süßwasser. Es wird 2 mal am Tag nachgefüllt. Wir haben es zumeist mit Brause-/Mineralientabletten getrunken. Empfindliche Gemüter können es natürlich auch zum Zähneputzen verwenden. Wir (und die meisten anderen) haben dazu das Süßwasser aus dem Badezimmer genommen (linker Wasserkran. Aus dem rechten kommt Salzwasser!). In den Badezimmern befindet sich an der Dusche ein elektrischer Durchlauferhitzer, den ich eher als überflüssig bezeichnen würde, der aber durchaus zufrieden stellend funktioniert.
Der Fußboden ist gefliest. Es gibt einen Wandschrank mit Schiebetüren (wobei letztere nicht in jedem Bungalow vorhanden sind). Weiterhin gibt es eine Bank (für die Koffer), ein kleiner Schrank, wo unten der Kühlschrank eingebaut ist und ein Schreibtisch mit Stuhl im Zimmer. Bei 3er Belegung steht an der Stelle der Kofferbank ein Beistellbett. An der einen Seite vom großen Doppelbett befindet sich ein Nachtschrank mit einer Tischlampe. Die Beleuchtung des Zimmers ist durch einige Wandlampen, teilweise auch vom Bett zu bedienen, ausgestattet. Auf der Terrasse gibt es zwei Plastikstühle und einen Tisch. An der Terrasse ist im Boden ein Becken zum Sandabwaschen eingelassen.
Neben einigen Ameisen und 2-3 Geckos waren wir in unserem Bungalow meist alleine. Eine Kakerlake und eine Ratte haben wir draußen gesehen.
Der Roomboy kam 2 mal am Tag (zur Frühstücks- und zur Abendessenzeit). Dabei beschränkte sich der zweite Besuch am Tag aber eher auf ein „nach dem rechten sehen“ und das Bett aufzudecken.
Die Anlage
Nach dem Auspacken und Umziehen konnten wir uns dann genauer mit der Insel vertraut machen.
Dass Embudu Village nur 150 * 350m groß sein soll, fällt bei der ersten Besichtigung kaum auf. Aufgrund der vielen Bungalows und der wenig systematischen Verteilung und Weggestaltung fiel uns die Orientierung anfangs etwas schwer. Natürlich kann man sich auf Embudu nicht verlaufen. Die meisten Bungalows sind ja um die Insel herum am Strand verteilt und lassen sich aufgrund der aufsteigenden Nummerierung nicht verfehlen. Leider gibt es keine Stellen auf der Insel, die noch ursprünglich wirken. Dafür sind einfach zu viele Bungalows vorhanden und die übrigen Stellen der Insel werden fast alle irgendwie genutzt. Vor allem im Inselinneren findet man hinter den Bungalows recht unansehnliche (teilweise Schutt-) Plätze.
Im Gegensatz zu den anderen Inseln ist auf Embudu der Bereich der Angestellten (Staff) nicht so klar von dem Touristenbereich getrennt. So kann es bei den ersten Erkundungen durchaus passieren, dass man an den Staff-Ünterkünften vorbeikommt. Auf anderen Inseln wird dies deutlich mehr getrennt. Natürlich ist es auch auf Embudu nicht erwünscht, dass sich Touristen im Staffbereich bewegen oder aufhalten. Aufgrund der Wege ist dies aber kaum zu verhindern. So führt z.B. der Weg von der Tauchbasis zum Bootssteg mitten durch den Personalbereich.
Alle Bungalows liegen innerhalb des Bewuchses und sind deshalb vom Wasser aus nicht zu sehen. Allerdings hat man auch von den meisten Bungalows (außer Wasserbungalows) keine freie Sicht zum Wasser. Vielleicht war unser Bereich auch deshalb recht beliebt, weil man von hier auf das Meer blicken kann. Leider gibt es auf Embudu keine nummerierten Liegen zu jedem Bungalow. Auf der Insel verteilt gibt es zwar zahlreiche und unterschiedlichste Sitz- und Liegemöglichkeiten. Dies führt leider zu dem typisch deutschen Reservieren per Handtuch. Dennoch sollte es für jeden möglich sein irgendwo auf der Insel eine freie Sitzgelegenheit nach seinen Wünschen zu finden – vielleicht aber nicht genau am gewünschten Platz. Die Auswahl an verschiedenartigen Stellen ist groß. Ob es der größere Sandstrand mit Sonne oder das schattige Plätzchen unter Bäumen oder Palmen sein soll. Alles ist vorhanden. Lediglich einen wirklich einsamen Platz wird man bei hoher Belegung der Insel kaum finden.
Direkt am Hauptsteg befinden sich die Bar und ein Wassersportcenter (welches aber während unseres Aufenthaltes weitgehend ungenutzt blieb). Dahinter befindet sich die Rezeption mit einem (überdachten) Durchgang zum Restaurant. In Rezeption und Durchgang gibt es weitere Sitzmöglichkeiten, ein Dartbrett, der Fernseher (teilweise mit Live Bundesligafussball), ein Raum für Internet (kostenpflichtig / teuer) und eine „Bücherei“. An der Rezeption kann man sich Federball- oder Tischtennisschläger ausleihen. Der Platz befindet sich hinter der Rezeption.
Hinter dem Restaurant ist das „ShoppingCenter“ (2 kleine Läden für Schmuck und touristischen Bedarf). Dahinter steht eine große Voltigiere mit vielen Kanarienvögeln und Sittichen. Ansonsten sind auf der Insel noch Krähen, Schönechsen, Katzen, Hühner, Flughunde und andere Vögel zu treffen.
Des Weiteren gibt es dann noch die Tauchbasis, diverse (technische) Einrichtungen (wie Tanks, Generator, Schreinerei, Moschee, Volleyballfeld…
Das Essen
Nach unserem ersten kurzen Spaziergang war es schnell 12:30 Uhr und somit Zeit für das Mittagessen. Wie auf den Malediven üblich wird man von einem Angestellten („dem Obergrinser“ – wer ihn gesehen hat, der wird mich verstehen ) an einen Tisch gesetzt, den man dann (inkl. Kellner) während seines Aufenthalts behält. Dabei hat man durchaus eine gewisse Auswahl und kann auch nach ein paar Tagen um einen anderen Tisch bitten.
Sagt man aber nichts, dann wird bei der Auswahl der Tischnachbarn aber rein willkürlich platziert. Nationalität, Alter, Taucher/Nichttaucher oder Rauchen spielt dabei keine Rolle.
Wir hatten das Glück einen Tisch an einem der Eingangsbereiche mit einem sehr netten Pärchen zu bekommen (Viele Grüße an Hubert und Tanja), die ebenfalls nicht geraucht haben. Manch anderen hätte dieser Platz vielleicht weniger gefallen, weil dort viele vorbeigingen, die zum Essen kamen. Mir gefiel daran aber vor allem, dass dieser Bereich etwas kleiner und abgegrenzt war und deshalb nicht so voll und gedrängt wirkte. Auch war der Weg zum Buffet recht kurz und immer frei. Auch wenn wir mit dem Mittagessen starteten (und deshalb übrigens am letzten Tag kein Mittagessen mehr bekamen!!!), hier kurz eine Übersicht ab dem Morgen:
6:30 – 9 Uhr Frühstück Verschiedene Brotsorten/Toast, Brötchen; Marmelade, Wurst, Käse. 4 Sorten Cornflakes, Obst (meist Ananas, seltener Bananen), diverse Warme Speisen, teilw. wechselnd (Speck, Würstchen, Kartoffelpuffer, Pfannkuchen, Fisch- oder Kartoffelcurry); Eier wurden frisch nach Wunsch zubereitet. Kalte Milch und ein Getränk wechselnder Farbe, das nur aufgrund des Schildes identifiziert werden konnte und nur geringste Ähnlichkeiten mit Saft aufwies.
Zum Frühstück gab es Tee und Kaffee – leider kein Kakao. Wer zu den seltenen Deutschen zählt, der wie ich weder Tee noch Kaffee trinkt, der sollte sich vielleicht eine Packung Schokoladenpulver zur Milch mitnehmen.
Insgesamt wenig abwechslungsreich, aber mehr als ausreichend Durch die 2,5 Stunden Dauer des Frühstücks wirkte es dabei nie voll und es kam niemals zu Gedränge.
12:30 – 14 Uhr Mittagessen (Freitags erst ab 13 Uhr) Eine wechselnde Suppe (meist sehr mild gewürzt). Auswahl frischer Salate. Immer mindestens ein Fisch und ein Fleischgericht. Dazu verschiedene Beilagen. Gemüse meist al dente oder sehr bissfest bis fast noch roh. Ein großes Nachtischbuffet meist mit zusätzlich 1-2 Sorten selbst gemachtem Eis. Dazu Obst (meist ausschließlich Ananas).
Insgesamt eine gute und mehr als ausreichende Auswahl.
19:30 – 21 Uhr Abendessen Das Abendessen steht immer unter einem Thema. Diese Themen scheinen sich bereits nach einer Woche zu wiederholen. Ansonsten vergleichbar mit dem Mittagessen (aber keine Suppe und kein Eis).
Wem ein Themenabend besonders gut gefallen hat, der wird sich freuen, dass er diesen in der zweiten Woche noch einmal erleben darf. Mir persönlich wären 14 Themen in 14 Tagen lieber. Das Essen war immer von guter Qualität und auch in ausreichender Menge vorhanden. Lediglich beim Nachtisch kam es häufiger vor, dass ein oder einige Süßspeisen schnell aufgegessen waren und dann durch Ananas oder gar nicht mehr ersetzt wurden. Obwohl alle warmen Speisen aber immer bis kurz vor Ende der Essenszeiten erneuert wurden, gab es bei fast voller Belegung der Insel besonders beim Abendessen Schlangen am Buffet. Ich habe versucht das damit zu umgehen, dass ich zuerst beim (zu diesem Zeitpunkt noch vollständigen) Nachtischbuffet zugeschlagen habe. Aber das ich sicherlich nicht jedermanns Sache. Nach einer halben Stunde war dann aber zumeist der erste Andrang vorbei. Dennoch würde ich mir eine etwas längere Zeit für das Abendessen wünschen, so dass sich der Ansturm etwas mehr verlagert.
Die Qualität des Essens war - wie auch die Präsentation - sehr gut. Die Speisen sind fast alle eher nach europäischem Geschmack gewürzt. Als Liebhaber von Currygerichten war ich etwas enttäuscht. In unseren 14 Tagen gab es beim Mittag- und Abendessen nur ein einziges Mal ein Currygericht. Eine ständige Curryecke (wie auf einigen anderen Inseln) hätte ich mir gewünscht. Zum Frühstück hätte ich auf das Currygericht gut verzichten können.
Wir hatten einen guten Kellner, der unauffällig aber zuverlässig war. Wie überall kann man mit „seinem“ Personal Glück oder Pech haben…
Belegung und Gäste (Nationalitäten)
Von den ca. 130 Bungalows, die durch 3er Belegung bis zu 300 Gäste aufnehmen können waren in unserer ersten Woche die meisten, aber nicht alle belegt. Zum Ende unseres Aufenthalts (also kurz vor Weihnachten) wurde es dann merklich voller und war wahrscheinlich komplett ausgebucht. Vor allem zu spüren war das beim Abendessen. Ansonsten fiel das auf der Insel weniger auf.
Ein großer Teil der Gäste kam aus dem deutschsprachigen Raum (D, A, CH). Ansonsten wird Embudu im Wesentlichen von Franzosen und Briten gebucht. Sicherlich kann man aber auch den einen oder anderen Japaner, Italiener oder Gast eines anderen Landes treffen. Das Alter der Gäste ist sehr gemischt. Familien mit Kleinkindern waren ebenso vertreten wie Rentner. Lediglich das Alter zwischen 15 und 30 Jahren war schwächer vertreten und vor allem am Ende unseres Aufenthalts kamen deutlich mehr ältere Urlauber auf der Insel an. Dies kann aber durchaus an der (Vor)Weihnachtszeit gelegen haben.
Viele der älteren Besucher sind Stammgäste und schon zum wiederholten Male auf Embudu. Als Stammgast hat man bessere Chancen „seinen“ Lieblingsbungalow zu reservieren und bekommt vielleicht auch als Willkommensgeschenk Obstkorb, Wein und/oder eine Torte.
Wir wurden an unserem Abreisetag gebeten den Bungalow um 9 Uhr zu räumen und in einen anderen umzuziehen, da dieser (und der Nachbarbungalow) von Stammgästen gebucht war, die gegen 10 Uhr eintreffen sollten. Da wir erst um 16:30 nach Male gebracht wurden, waren wir froh überhaupt bis dahin in einem Bungalow bleiben zu können und haben unsere bereits gepackten Koffer dann 4 Bungalows weiter (in Nr. 70) geparkt. So konnten wir auch am Abreistag noch nach unserem letzten Schnorchelgang gegen 14 Uhr noch ausgiebig duschen und uns reisefertig machen.
Über Tags war es auf der Insel immer angenehm ruhig. Lediglich an der Bar wurde eine Erweiterung gebaut und auch fertig gestellt. Dies war zwar bei den angrenzenden Bungalows hin und wieder vernehmbar aber kaum störend. Die Lautstärke der Unterhaltung an der Bar war bei unserem Bungalow niemals zu hören. Auch an den nahe liegenden Unterkünften hielt sich das in Grenzen – war aber durchaus hörbar und könnte empfindliche Naturen stören. Leider sind die Bungalows auch nicht unbedingt stark gegen Geräusche gedämmt. Wir hatten das Glück sehr leise Nachbarn zu haben, so dass wir nur selten etwas von ihnen gehört haben. Ich hoffe, dass das umgekehrt auch der Fall war. Beim Schließen der Türen sollte man allerdings sehr vorsichtig sein, damit es nicht noch 3 Bungalows weiter gehört werden kann. Leider haben diese keine Gummilippe oder irgendetwas anderes was das Geräusch beim Zumachen vermindert.
Lage der Bungalows / Empfehlung
Auf dem eingangs erwähnten Link findet Ihr hierzu genauere Informationen mit diversen Fotos. Eine neutrale Beschreibung kann ich mir deshalb hier sparen. Auch werde ich hier keine Empfehlung für eine bestimmte Bungalownummer abgeben. Der eine bevorzugt die Nähe zum unbewaldeten Strand, der andere wünscht sich eine schattige Nische und der nächste möchte nahe der Tauchbasis wohnen. Vielleicht gibt es auch Menschen, die gerne in der Inselmitte wohnen.
Sicherlich erkennt man im Plan auch die nähe zu den Einrichtungen, die Geräusche machen können (Bar, Generator) oder einfach nur weniger schön aussehen (Öltanks).
Ich selber würde nicht in der Inselmitte wohnen wollen. Am liebsten wäre mir ein Bungalow mit einer kleinen „eigenen“ und schattigen Bucht. Einen großen Sandstrand brauche ich hingegen nicht. Aus dieser Sicht war unser Bungalow 74 nicht ideal. Vor diesen Bungalow gibt es einen etwas größeren Bereich (unter Palmen und Bäumen), der durch eine einigermaßen unauffällige Sandsackmauer vom eigentlichen (kleinen) Strand getrennt war. Vorteilhaft war die Nähe zum Riffeingang bei Bungalow 78 und auch die relativ freie Sicht auf das Meer. Auch die Tauchbasis war nicht weit entfernt. In den 14 Tagen wehte meist ein heftiger Wind, nur einige Tage gab es wenig oder keinen Wind. Je nach Windstärke kann man sich dann an eine andere Ecke setzen, wo es dann windstill war. Dieser bereits erwähnte Wind kann manchmal schon nerven, hat mich aber nicht gestört. Anscheinend gehört dieser Bereich aber zu den beliebten und gerne reservierten Bereichen. Andere möchten aber lieber in der Nähe der beiden größeren Strände an der Lagune oder beim Hauptsteg wohnen…
Wir waren mit dem Superiorbungalow zufrieden. Grundsätzlich hätten wir aber durchaus auch auf Haartrockner, warmes Wasser, Kühlschrank und Klimaanlage verzichten können. Inwieweit die Holzlamellen (statt Glasfenster) die Standardbungalows dunkler und ungemütlicher wirken lassen, kann ich nicht beurteilen.
Dass die Wasserbungalows von außen hässlich sind, wird sicherlich jeder Gast der Insel oder auch nur ein vorbeifahrender Tourist gerne bestätigen. Von innen sind sie zwar sehr schön und komfortabel eingerichtet, die Lage ist aber ungünstig vor Tauchbasis und Generator/Tanks. Es gibt weder einen Strand in direkter Nähe, noch eine Möglichkeit von der eigenen Terrasse ins Wasser zu kommen. Bei starkem Wellengang und Flut (wie in unseren ersten Tagen) klatscht zudem das Wasser von unten an den Fußboden, was für manche sicherlich keine einschläfernde Wirkung haben dürfte. Besondere Beobachtungen durch das beleuchtete Fenster im Boden sollte man sich dabei nicht erhoffen. Wer jedoch etwas mehr Komfort und eine freie Sicht aufs Meer und den Sonnenaufgang haben möchte, der sollte die Wasserbungalows durchaus in Betracht ziehen.
Und dann gibt es da noch 5 Zimmer (pro Etage) in dem doppelstockigen Gebäude neben der Tauchbasis. Dieses Gebäude stellt den Abschluss der Angestelltenwohnungen dar. Davor gibt es keinen Strand und wenn man durch die Büsche schaut, dann hat man eine „tolle“ Sicht auf die Wasserbungalows. Lediglich die besonders kurze Entfernung zur Tauchbasis könnte für Hardcoretaucher ein Grund für eine Reservierung dieser Räume sein. Für mich passen mehrstöckige Gebäude nicht zu einem Maledivenurlaub. Und wenn ich vorher gewusst hätte, dass es auf Embudu die Möglichkeit gibt in diesem Gebäude zu landen, dann hätte ich es niemals gebucht. Prinzipiell sind diese 10 Zimmer Superior, werden aber lt. Aussage des Managements nur für Überbuchungen (dann aber auch für Standardbucher) genutzt. Während unseres Aufenthaltes waren aber einige dieser Räume von Touristen belegt, obwohl die Insel ja angeblich nicht ausgebucht war.
Ein weiterer Nachteil dieser Bungalows war auch der hin und wieder auftretende faulige Geruch. Manchmal liegt auf der Insel ein dicker Plastikschlauch und dann war an manchen Orten (z.B. an diesem Gebäude) dieser unangenehme und schlechte Geruch festzustellen. Das war aber nicht allzu oft der Fall.
Von der Norseite der Insel kann man sowohl Male, als auch (je nach Windwindrichtung) startende oder landende Flugzeuge beobachten. Das ist zwar hörbar, aber sicherlich keine Lärmbelästigung.
Wetter
Die Temperaturen auf den Malediven bewegen sich ganzjährig um 30 Grad. Das war auch während unseres Aufenthalts nicht anders. Kalt ist es dann, wenn es draußen kühler als im Wasser (28 Grad) ist, was aber selten vorkommt. Dabei war es auf der Seite der Wasserbungalows fast immer windig, teilweise schon fast stürmisch. Auf der anderen Inselseite war davon praktisch nichts zu merken Da es in den ersten 4-5 Tagen häufig bewölkt war und auch mehrmals geregnet, teilweise sogar lang anhaltend geschüttet hat, war der Wind in diesen Tagen eher lästig. Nachdem es dann aber besser wurde empfanden wir den Wind oft als angenehm und die Windabgewandte Seite als zu heiß.
Einen komplett wolkenfreien Himmel hatten wir in den 14 Tagen nie. Zumindest ein paar kleinere Wolken waren immer zu sehen. Auch gab es in der Zeit keinen Sonnenauf- oder –untergang ohne Wolken. Zum Sonnenuntergang versammelten sich immer viele Gäste beim Bootsanleger um ein passendes Fotomotiv zu erwischen. Der Sonnenaufgang war auf unserer Inselseite von unserer Bungalow aus gut zu sehen.
Wie auf vielen Inseln üblich wird auch Embudu sehr sauber gehalten. Heruntergefallene Blätter werden aufgefegt und in Säcken entsorgt. Nach einigen ergiebigen Regenfällen (meistens in der Nacht) war von einigen Wegen der feine Sand weggespült. Darunter sind die Wege teilweise sehr hart und wirken fast betonartig. Dies ist aber nur stark komprimierter Sand, über den dann am nächsten Morgen wieder feiner Sand verteilt wurde.
Aktivitäten / Angebote
Auf der Insel gibt es grundsätzlich 2 Reiseleiter: eine Angestellte von ThomasCook/Neckermann und ein Einheimischer, der aber gut Deutsch spricht. Unabhängig vom gebuchten Veranstalter machen diese Beiden auch die Begrüßungsbesprechung mit Einweisung am ersten Abend. Dazu kommt auch immer ein Mitglied der Tauchbasis um grundsätzliche Dinge über das Schnorcheln und die Gegebenheiten am Hausriff zu erzählen. Natürlich wird man hierbei auch über die Ausflugsmöglichkeiten und Angebote unterrichtet. So kann man z.B. ein Lobsteressen buchen, das dann am Strand serviert wird.
An Ausflügen gibt es ein Inselhüpfen, bei dem ein anderes Touristenresort, eine unbewohnte Insel und eine Einheimischen Insel besucht wird. Wir haben daran kein Interesse. Teilnehmer dieser Veranstaltung erschienen mir weder besonders enttäuscht, noch besonders begeistert. Da ich niemanden gefunden habe, der am Nachfischen teilgenommen hat, kann ich dazu nichts sagen. Ich könnte noch nicht einmal mit Sicherheit sagen, ob ein solches während unseres Aufenthaltes überhaupt stattgefunden hat.
Auf Embudu hatten wir erstmals eine kostengünstige Gelegenheit Male zu besuchen. Der ½ Tages Ausflug kostet hier nur 19$. Darin enthalten ist die Bootsfahrt sowie eine Führung auf Male. Wir sind also nach dem Mittagessen (welches wir 30 Minuten eher einnehmen konnten) nach Male gefahren. Auf der Anmeldung (Zettel am Aushang) sollte man seinen Reiseveranstalter angeben und auf Male angekommen gab es dann verschiedene Reiseführer – je nach Veranstalter. Bei dem gut 3 Stunden langen Aufenthalt wird man gut eine Stunde durch folgende „Attraktionen“ geführt: Moschee, Fischmarkt, Stadtpark (hier ist auch das Museum und Males höchster „Berg“), Gemüsemarkt und Regierungssitz (von außen). Anschließend wird man noch zu einem Getränk eingeladen – sprich: in einen Trödelladen gelotst. Da ich keine Lust auf diese Art von Verkaufsförderung hatte, bin ich stattdessen einmal die Straße auf und wieder ab geschlendert (verfolgt von 2 penetranten Verkaufsförderern). Danach hat man dann noch 1-2 Stunden Zeit Male auf eigene Faust zu erkunden bis das Boot um 17 Uhr wieder am Hafen abfährt. Wenn man sich von dort aus noch ca. 5-10 Minuten weiter vom Hafen entfernt trifft man auf die Haupteinkaufsstraßen von Male. Manche Dinge sind (zumindest nach einigen Verhandelungen) günstiger als später im zollfreien Laden im Flughafen und weit aus günstiger als bei uns zu Hause. Unweit von Hafen findet man auch günstige Möglichkeiten ins Internet zu gehen oder Supermärkte um seinen Zimmerkühlschrank preiswert mit Getränken aufzufüllen.
Ich fand den Besuch auf Male interessant, würde aber bei der Überschaubarkeit der Stadt auf die Führung verzichten und die Zeit komplett alleine verbringen (wer dabei die Moschee besuchen möchte, kann das natürlich auch ohne Reiseführer. Allerdings müssen Knie und Schultern bedeckt sein und selbstverständlich am Eingang die Schuhe ausgezogen werden). Ein absolutes Muss ist der Besuch auf Male aber auch nicht. Ich bin froh, dass wir nicht schon von einer anderen Insel (für viel mehr Geld) einen solchen Ausflug gemacht haben.
Schnorcheln
Embudu liegt in der Nähe des Außenriffs (ganz im Norden des Südmale Atolls) und nahe am Embudu Kanal. Meist strömt durch diesen Kanal Wasser vom Außenriff an Embudu vorbei in das Südmale Atoll. Deshalb herrscht an der östlichen Spitze meist eine Gegenströmung, die teilweise recht stark sein kann. Eine komplette Umschnorchelung der Insel ist prinzipiell nur bei geringer oder komplett fehlender Strömung möglich. Dies ist aber fast nie der Fall und eine vollständige Runde würde dann sicherlich auch min. 2 ½ - 3 Stunden dauern.
Auf beiden Inselseiten gibt es je 2 gekennzeichnete Ausgänge zum Hausriff. Selbst bei Flut ist es nur mit größter Vorsicht möglich auch an anderen Stellen über das Hausriff zu Schnorcheln; bei Ebbe ist es absolut unmöglich.
Von oben beschrieben geht die Strömung auf der einen Seite meist von der Spitze zum Ausgang bei den Wasserbungalows bis zum Ausgang an der Lagune und auf der anderen Seite von der Spitze zum Ausgang bei Bungalow 78 bis zum Hauptsteg.
So bieten sich zum Schnorcheln folgende Wege an:
Bungalow 78 (über Korallengarten) bis zum Hauptsteg.
Fast immer herrscht leichte Strömung in Richtung Korallengarten. Dabei ist es durchaus möglich, dass die Strömung während des ersten Wegstückes kurz ab- oder zunimmt. Sie bringt uns aber letztlich immer in die gewünschte Richtung. Kurz vor dem Korallengarten hört die Strömung immer auf und der Weg über den Korallengarten bis zum Ausgang beim Bootssteg ist somit sehr unproblematisch.
Je nach Tageszeit und Gezeiten kann direkt am Eingang bei B78 eine stärkere Strömung sein, die zur Seite oder auch von der Insel weg zieht. Letzterer hört aber immer auf, sobald man die Riffkante erreicht und einige Meter Richtung Korallengarten geschwommen oder getrieben ist.
Bis auf den (selten) etwas problematischen Einstieg ist diese Tour besonders für Anfänger gut geeignet, da es in diesem Bereich selten wellig ist und eine möglicherweise vorhandene Strömung bis zum Korallengarten immer verschwindet. So hat man niemals Probleme mit dem Ausstieg. Je nach Strömung und persönlicher Geschwindigkeit dauert diese Strecke min. 30 Minuten, kann bei intensiven Beobachtungen aber auch eine Stunde benötigen.
Wasserbungalow bis Lagunenausgang
Die Strömung geht fast immer in die diese Richtung. Auf dieser Seite ist es oft etwas welliger, meist aber noch gut zum Schnorcheln geeignet. Die Chance auf den einen oder anderen größeren Fisch ist auf dieser Seite etwas größer. Selten kann es am Einstieg eine Ziehende oder Schiebende Strömung geben, die aber auch (wie oben) nachlässt, sobald man an der Riffkante wenige Meter um die Ecke geschwommen ist.
Dann benötigt man je nach Strömung 20-40 Minuten bis zum Lagunenausgang und (da hier das Hausriff etwas weiter von der Insel entfernt ist) von dort noch einmal 5-10 Minuten durch die strömungsfreie Lagune zum Strand. Direkt am Ausgang (Boje) kann noch eine leichte Strömung herrschen.
Lagunenausgang – Hauptsteg
Dieser Schnorchelgang führt um die Seite der Insel, die fast immer im Strömungsschatten liegt. Lediglich im Bereich am Lagunenausgang kann eine leichte Strömung sein, die dann fast immer in Richtung Hauptsteg geht.
Grundsätzlich kann man diese Tour in beide Richtungen machen. Wer aber auf keinen Fall auch nur ein kleines Stück gegen eine evtl. Strömung schnorcheln möchte, der sollte in der Lagune starten.
Da das Hausriff auf dieser Seite etwas weiter vom Strand entfernt ist, dauert diese Tour min. 45-60 Minuten.
Bungalow 78 – (Inselspitze) - Wasserbungalow
Diese Strecke kann man von beiden Richtungen starten. Sie ist aber mit einiger Vorsicht zu genießen. Zumeist hat man bis zur östlichen Inselspitze eine Gegenströmung, die dann meist bis zum erreichen der Spitze immer stärker wird.
In diesem Fall kann man es probieren, ob man es bis zur Spitze schafft. Schafft man es, dann kann man sich mit der Rückenströmung zum Ziel treiben lassen. Schafft man es nicht, dann lässt man sich einfach zum Ausgangspunkt zurücktreiben. Dabei ist der Teil auf der Seite der Wasserbungalows meiner Ansicht nach der interessantere und deshalb würde ich eher dort starten. Nur in wirklich seltenen Fällen ist an dieser Stelle keine Strömung und dann ist diese Strecke in ca. 30 Minuten zu bewältigen.
Wenn jedoch (in sehr seltenen Fällen) die Strömung in Richtung Spitze geht, dann sollte man diese Strecke auf keinen Fall angehen, da man dann ja ab der Spitze eine Gegenströmung hat, die man vorher nicht einschätzen kann und ein Zurücktreiben ist dann ja nicht möglich.
Hauptsteg
Natürlich kann man auch einfach vom Hauptsteg, der immer strömungsfrei ist, links oder gerade aus im Korallengarten herum schnorcheln – oder nach rechts in Richtung Lagune und dann jederzeit wieder zurück schwimmen. So ist man in seiner Zeiteinteilung natürlich völlig von einer bestimmten Strecke unabhängig. Aufgrund der fehlenden Strömung und der schnelleren Erwärmung der oberen Wasserschicht ist die Sicht in diesem Bereich aber oft nicht ideal und der Fischreichtum nicht so hoch wie an den anderen Stellen.
Insgesamt gilt meist: Je weniger Strömung, desto weniger Fischschwärme befinden sich am Riff. Ob es Zufall oder typisch war, dass an dem einen völlig verregneten Tag besonders viele Fische unterwegs waren, weiß ich nicht. Natürlich darf man durch den Begriff „Korallengarten“ auch nicht zuviel erwarten. Auch das Hausriff von Embudu ist durch die Korallenbleiche an vielen Stellen ein riesiges Trümmerfeld und dabei macht auch der Korallengarten leider keine Ausnahme. Aber auch um Embudu erholt sich das Riff allmählich. Im Nachhinein schien mir das aber auf Eriyadu und Reethi Beach etwas stärker erkennbar gewesen zu sein.
Wie auch auf den anderen Inseln hat das dem Fischreichtum aber nicht geschadet. Neben den vielen Rifffischen habe ich bei meinen Schnorchelgängen folgende Fische/Tiere am Hausriff gesehen: freischwimmende Muränen, Napoleons, Adlerrochen, Hai, Lobster, Manta, Schildkröten und jede Menge Fischschwärme von Minifischen bis großen Makrelen. Obendrein gibt es am Hausriff in der Lagune noch die (fast für jede Lagune) obligatorischen Babyhaie (über 10 Stück, von ca. 40/50cm bis knapp über einen Meter), die oft langsame Bahnen durch einen größeren Fischschwarm ziehen. Wenn man häufiger am Hauptssteg nachschaut, dann kann man die Babyhaie auch beim Jagen beobachten – ein interessantes Spektakel.
Natürlich gehört neben häufigen Schnorchelgängen auch etwas Glück dazu einen Adlerrochen, (ausgewachsenen) Hai oder einem Manta am Hausriff zu treffen. Wer letzteres Glück hatte, wird das Erlebnis sicherlich so schnell nicht wieder vergessen. Für die anderen bietet die Tauchbasis oft ein Mantaschnorcheln an:
Mantaschnorcheln
Je nach Jahreszeit bietet die Tauchbasis ein Mantaschnorcheln an. Dies wird teilweise sehr kurzfristig bekannt gegeben und da immer nur 20 Personen mitgenommen werden, kann das Boot oft sehr schnell ausgebucht sein. Bei Interesse sollte man einfach mal öfter an der Tauchbasis anfragen. Das Boot fährt dann die max. 20 Teilnehmer zu einem Platz wo Mantas gesichtet wurden. Während unserer 14 Tage fand das 5 oder 6 mal statt und war dann (außer dem ersten Mal) aufgrund der begeisterten Erzählungen immer ausgebucht. Nach einer Einweisung über das Verhalten im Wasser (nicht zu oder hinter den Mantas her schwimmen, weil man sie damit eher vertreibt, den Arm heben, wenn man einen Manta sieht) schippert das Boot dann in nicht allzu großer Entfernung um die Insel. Oben auf dem Aussichtsdeck wird gespannt nach Mantas Ausschau gehalten, was dem unerfahrenen Tourist meist aber nicht so recht gelingen will. Wenn Mantas gesichtet wurden, werden die Schnorchler ins Wasser gelassen und der Oberspäher gibt vom Boot aus Handzeichen, wo denn gerade ein Manta herumschwimmt. In diesem Moment haben natürlich alle die Hinweise vergessen und schwimmen wie von der Seenadel gestochen von der einen zur anderen angezeigten Seite. Der schnellste sieht vielleicht noch einen Schatten von hinten – und vertreibt den wahrscheinlich erschrockenen Fisch aus dem Sichtfeld. Diese lästige Schwimmerei dauerte es fast 30 Minuten. Dann beruhigten sich die Schnorchler allmählich und plötzlich kamen auch mehrere Mantas in Sicht, die dann auf uns zu und teilweise in geringen Abstand an uns vorbeischwebten. Manchmal waren sie so nah, dass Sie uns dabei sogar leicht berührten. Wirklich ein tolles Erlebnis.
In unserem Fall war das Mantaschnorcheln letztlich an der strömungsarmen, westlichen Seite der Insel, nicht allzu weit vom Hausriffeingang an der Lagune entfernt. Da das Boot auch am nächsten Tag dort festmachte und in diesem Bereich keinerlei Strömung war, bin ich von der Insel zu den Mantaschnorchlern geschwommen. Vom Riff aus waren das nur gute 5 Minuten. So hatte ich dieses Vergnügen noch ein weiteres Mal (diesmal ohne extra dafür bezahlen zu müssen). Am nächsten Tag hatte ich dann mein Mantatreffen direkt am Hausriff (nicht allzu weit von den Wasserbungalows entfernt).
Der Preis für das Mantaschnorcheln war während unseres Aufenthalts auf 15Euro (sonst 20€) reduziert. Dies mag für eine kurze Bootsfahrt recht teuer erscheinen. Wenn man aber dadurch erstmalig das Vergnügen hat Mantas zu sehen, dann spielt dieses Geld keine besondere Rolle mehr. Auf dem Boot waren übrigens auch meist viele Taucher – manche sogar mehrere Tage hintereinander.
Tauchen / die Tauchbasis
Auch bei Tauchern erfreut sich Embudu einer recht großen Beliebtheit und so findet man auch unter den tauchenden Gästen einige Wiederholungstäter. Diese Beliebtheit liegt sicherlich zu einem Teil an den recht nahen Tauchplätzen mit „Großfischgarantie“. Tauchplätze wie Embudu Express, Embudu oder Ghuli Channel werden gerne auch von anderen Inseln oder Tauchbooten angefahren. Einen weiteren Anteil an der Beliebtheit macht aber sicherlich auch die Tauchbasis aus.
Diverland Embudu ist eine von 3 Diverland Basen. Alle wichtigen Informationen (auch für die Basen von Summer Island und Gan) gibt es auf der Diverland Homepage nachzulesen. Auf Email Nachfragen wird immer schnell und kompetent geantwortet.
Da die Tauchbasis auf Embudu seit gut einem Jahr in Euro abrechnet gibt es kaum noch einen Grund ein Tauchpaket vorab zu buchen. Lediglich SubAqua Reisen bietet einen 5 Tages NonLimit Paket an, was gut zu meiner Urlaubsplanung passte und was man vor Ort nicht bekommt. Ansonsten sind die Preise fast identisch (außer, dass man sich durch vorausbuchen über einen Reisveranstalter die 5% Servicegebühr spart, die auf der Insel erhoben werden).
Dennoch sollte man sich vor dem Tauchen darüber im Klaren sein, ob man 6 Tage Nonlimit oder Einzeltauchgänge machen möchte. Ein 6 Tages NL Paket lohnt sich bereits dann, wenn man in 6 aufeinander folgenden Tagen 9 Tauchgänge (oder mehr) macht. Eine Bestabrechnung gibt es nämlich leider nicht. Und wenn man dann während des Urlaubs feststellt, dass man in den letzten 6 Tagen (z.B.) 11 Tauchgänge gemacht hat, dann werden diese anschließend nicht als 6 Tage NL, sondern als 10TG + 1 Einzeltauchgang berechnet. Lediglich bei min. 10 TG wird automatisch das 10er Paket berechnet. Dies braucht man im Gegensatz zum NL Tauchen nicht vorher anzugeben.
Die Tauchbasis macht einen sehr ordentlichen und gut gepflegten Eindruck. Ich habe die Leihausrüstung nicht getestet, sie macht aber optisch einen guten und nicht zu alten Einruck. Im Trockenraum gibt es ausreichend Platz seine eigene Ausrüstung zu lagern. Persönliche Fächer oder nummerierte Körbe gibt es jedoch nicht. Insofern muss man seine Ausrüstung vor jedem (Boots)tauchgang selber aus dem Geräteraum holen. Leider gibt es nur 10 (oder wie mir gesagt wurde: in Wirklichkeit knapp 11) Liter Flaschen. Da diese nicht besonders alt sind, ist in absehbarer Zeit auch nicht mit der Anschaffung größerer Flaschen zu rechnen.
Jeden Tag um 10:30 Uhr findet ein Checktauchgang für Neuangekommene Taucher statt. Dabei wird einem auch alles Wissenswerte über die Tauchbasis erklärt. Leider wird bei diesem Termin kein besonderes Entgegenkommen gezeigt. Ein Taucher, der mit mir angekommen ist und sein Tauchpaket am Anreisetag beginnen wollte/musste, da er nur für eine Woche auf der Insel war, konnte dies nicht. Er war leider erst gegen 10:45 an der Tauchbasis und konnte deshalb an diesem Tag keinen Checktauchgang mehr machen und deshalb an diesem Tag überhaupt nicht tauchen. Etwas mehr Entgegenkommen hätte ich in einem solchen Fall schon erwartet. Wer weniger als 30 Tauchgänge hat, darf nur begleitet (von einem Tauchlehrer) tauchen. Oft finden begleitete Tauchgänge direkt im Anschluss an den Check statt. Ausnahmen bezüglich dieser Regelung werden nicht gemacht. Das hat zur Folge, dass Paar mit unterschiedlicher Erfahrung entweder beide begleitet tauchen müssen oder nicht zusammen tauchen können.
Begleitete Tauchgänge (weniger als 30 TG oder auf besonderen Wunsch): Bei den meisten Bootstauchgängen besteht die Möglichkeit begleitet zu Tauchen. Solange ich auf Embudu war, war lediglich ein Embudu Express Tauchgang mal ausdrücklich als „nur für unbegleitete Taucher“ angegeben. Wer am Hausriff begleitet tauchen will, der muss dies mit der Tauchbasis absprechen. Meist einmal pro Woche wird auch ein begleiteter Nachttauchgang am Hausriff angeboten.
Wer unbegleitet tauchen darf hat die Wahl zwischen Hausriff und Boot:
Hausriff Jederzeit kann am Hausriff getaucht werden. Solange man einen Tauchpartner hat nimmt man sich seine Ausrüstung, eine volle Flasche und trägt sich auf der „Hausrifftafel“ ein. Dabei ist man völlig frei und taucht einfach drauflos. Hinterher bringt, stellt man die leere Flasche zurück und trägt sich auf der Tafel wieder aus.
Wer vor 8 Uhr und nach 20 Uhr tauchen will, muss allerdings sein Material vorher aus dem Trockenraum holen, da dieser ansonsten abgeschlossen ist.
Boot
Jeden Abend so gegen 8 Uhr wird auf der Tafel an der Rezeption und an der Tauchbasis die beiden Tauchfahrten für den nächsten Tag bekannt gegeben. Über die meisten Tauchplätze gibt es in einem (genau genommen 3: dt., e., fr.) bebilderten Ordner ausführliche Beschreibungen. Schön wäre es vielleicht, wenn auf der Tafel zusätzlich die Nummer der Beschreibung in dem Ordner notiert würde. Die Basis bemüht sich Wünsche für bestimmte Tauchgänge zu berücksichtigen, was während meiner Anwesenheit auch mehrmals gemacht wurde. Die Bootstauchgänge finden meist um 9 und 15 Uhr statt. Darüber hinaus gab es aber z.B. auf Wunsch eines Tauchers auch einen Early morning Bootstauchgang um 6 Uhr (Embudu Express).
Im Gegensatz zu anderen Tauchbasen muss man sich hier für keinen Bootstauchgang anmelden. Man erscheint einfach 30 Minuten vor der Abfahrt des Bootes an der Tauchbasis, baut sein Equipment zusammen und legt das dann (Blei, Flasche/Weste und Tasche mit dem Rest auf die bereitstehenden Wagen. Eine passende (nummerierte) Tasche bekommt man dafür übrigens kostenlos zur Verfügung gestellt. Dann geht man aufs Boot wohin die Ausrüstung dann von der Bootscrew gebracht wird. Auf dem Boot baut man seine Sachen dann (noch einmal) komplett zusammen und wenn alles gut geklappt hat, geht es dann pünktlich los. Zuvor wird meist noch geprüft, ob alle Taucher einen Buddy haben und ggf. „Einzeltäter“ miteinander verheiratet. Dabei wird nicht immer besonders Rücksicht auf Erfahrung und Luftverbrauch genommen. Deshalb sollte man lieber vorher selber prüfen, wer den ggf. noch als Tauchpartner zur Verfügung steht und sich den Buddy selber aussuchen.
Die Tauchplätze liegen zwischen 15 und gut 60 Minuten entfernt. Wobei die Fahrt zu den meisten Plätzen min. 30 Minuten dauert. Es gibt ein kleines und ein großes Boot. Das große Boot fasst schätzungsweise 25-30 Personen, obwohl es dann sicherlich recht eng wird. Nur an einem Tag waren wir recht viele (über 20) Taucher und sind an diesem Tag mit 2 Booten gefahren. Ansonsten waren in der (Vor)weihnachtszeit nicht übermäßig viele Taucher auf der Insel. Bei einigen Ausfahrten am Morgen waren wir nur 4-5 Taucher. Da es keine Anmeldungen gibt, weiß man das vorher ja nicht. Die Fahrten fanden aber trotz der wenigen Interessenten statt. Beim ersten Mal auf dem Boot bekommt man eine Sicherheitseinweisung. Je nachdem welcher Guide auf dem Boot ist, kann die auch schon einmal englisch ausfallen. Gleiches gilt für die immer sehr ausführliche und gute Einweisung in den aktuellen Tauchplatz. Vor dem Tauchgang prüft ein Guide fast immer noch die Strömungsgegebenheiten und gibt anschließend ggf. noch zusätzliche Hinweise.
Jede Einweisung endet übrigens mit dem Hinweis, dass man max. 30 m, 60 Minuten und nur innerhalb der Nullzeit tauchen darf und spätestens bei 50 Bar mit dem obligatorischen Sicherheitsstopp (3 Min auf 5m) auftauchen muss. Geprüft wird das hinterher nicht. Allerdings ist es für die meisten (Urlaubs)Taucher mit dem begrenzen Luftvorrat kaum möglich die 60 Minuten überhaupt zu erreichen. Bei bestimmten Tauchgängen (z.B. Embudu Express) liegt das angesteuerte Ziel bereits bei 35 Metern.
Dann geht das Tauchen los – und jedes Team taucht so, wie es ihm gefällt. Viele Tauchgänge sind Strömungstauchgänge – niemals gibt es aber ein Tauchen zu einem vorgegebenen Auftauchziel. Jede Gruppe beendet Ihren Tauchgang dort, wo es sie gerade hingetrieben hat und wird dann vom Boot wieder eingesammelt. Deshalb ist das Mitführen und Setzen einer Tauchboje beim Auftauchen obligatorisch. Nach dem Auftauchen gibt es dann einen Becher heißen Tee und dann geht es wieder nach Hause. Man zerlegt seine Ausrüstung wieder in die 3 Pakete und kann sie dann etwas später bei der Tauchbasis wieder in Empfang nehmen und waschen.
In anderen Berichten habe ich gelesen, dass die Crew der Tauchboote das Beste überhaupt sein soll. Tatsächlich kann ich auch nicht das Geringste gegen die Crew vorbringen. Alles war prima und jeder war nett und hilfsbereit. Das habe ich aber bei anderen Tauchbasen nicht anders erlebt und deshalb wäre mir dieser (wirklich gute Service) eher Malediventypisch vorgekommen.
Gleiches gilt aber auch für die Mitarbeiter der Tauchbasis die (obiges Beispiel man ausgenommen) immer freundlich und hilfsbereit waren. Ob man einfach nur mal einen Plausch halten will oder ein wirkliches Problem hat – man findet immer ein offenes Ohr. Apropos „offenes Ohr“: Nach den ersten 5 Tagen Tauchen hatte ich selber nur noch eines davon. Die Tauchbasis besitzt auch die „Apotheke“ auf der Insel und hat mir ganz unkompliziert erst ins Ohr geschaut und dann gute Ohrentropfen „verschrieben“. So konnte ich auch meine zweiten 5 Tage Tauchpaket schmerzfrei genießen. Genau so unkompliziert wurde mir nach einer Begegnung mit irgend etwas Nesselndem (Feuerkoralle ???) eine Salbe ausgehändigt, die zumindest den Juckreiz stark gemildert hat.
Eine Kleinigkeit hat mir nicht ganz gefallen:
Selbstverständlich wird auch bei jeder Tauchplatzbeschreibung darauf hingewiesen, dass man nicht alleine tauchen darf und dass Buddyteams immer zusammen bleiben müssen. Da finde ich es unverständlich, wenn dann auch noch genau derjenige Tauchlehrer, der dies vorher noch gepredigt hat, seine Begleiteten Taucher zurück an Board bringt und dann noch gut 10 Minuten alleine „seine Flasche leerzieht“. Alle anderen Taucher saßen schon an Bord und mussten diese 10 Minuten warten. Dies passierte mir an einem Tag mit dem gleichen Tauchguide übrigens zweimal.
Tauchgänge am Hausriff
In meiner ersten Woche bin ich recht viel am Hausriff getaucht. Mit Abstand der beste und interessanteste Abschnitt ist ein Tauchgang um die Strömungsspitze – also von den Wasserbungalows zum Ausgang bei Bungalow 78. Hier sind die Korallen meines Erachtens in einem recht guten Zustand und hinter der Spitze gibt es noch einen recht netten Überhang auf ca. 12m. Diese Strecke lohnt sich auf jeden Fall und ist sehenswerter als mancher Bootstauchgang. Leider kann man sie nur bei günstigen Verhältnissen (keine oder nur leichte Gegenströmung) tauchen. Dies ist mir in den 14 Tagen leider nur 2 mal gelungen.
Von den Wasserbungalows zum Ausgang an der Lagune ist der Weg zwar nicht so schön wie der obige, dennoch aber nicht schlecht. Er hat allerdings den Nachteil, dass man bei mittlerer Strömung (die hier oft herrscht) schon nach 20-30 Minuten am Ziel angekommen ist. Eine Verlängerung dieses Tauchgangs bis zum Hauptsteg ist wegen der großen Entfernung etwas problematisch. Nur Taucher mit geringem Luftverbrauch werden dies schaffen. Wir haben bei meinem Checktauchgang kurz Versucht um die Spitze (also zum B78) zu tauchen, sind dann aufgrund der Gegenströmung aber schnell umgedreht und über den Lagunenausgang in Richtung Hauptsteg getaucht. Als unsere Luft verbraucht war, waren wir ungefähr auf halbem Weg zwischen Lagune und Steg und mussten noch gut 15 Minuten zurück schwimmen.
Ein einfacher und durchaus brauchbarer Tauchgang geht von B78 zu den (nicht wirklich spektakulären) Wracks – von dort aus am „Atompilz vorbei“ durch den Korallengarten zum Hauptsteg. Wegen der Strömung am Anfang von B78 wird er meist in dieser Richtung getaucht. Bei geringer Strömung habe ich diesen Tauchgang aber auch schon in der anderen Richtung gemacht. Dieser Tauchgang eignet sich auch recht gut für einen Nachttauchgang. Alternativ kann man natürlich auch nur einfach vom Hauptsteg über den Korallengarten zu den Wracks und wieder zurück tauchen. Über Tags sollte letzteres aber eher ein Einführungstauchgang am Anfang des Urlaubs sein, denn wirklich spektakuläres wird man dabei wahrscheinlich nicht sehen.
Insgesamt gesehen würde ich das Hausriff zum Tauchen als guten Durchschnitt (für Maledivenverhältnisse) ansehen. Könnte man die Strömungsspitze immer umtauchen oder würden die anderen Stellen gleich gut aussehen, dann wäre Embudu sicherlich überdurchschnittlich. Mir persönlich hat das Hausriff von Eriyadu zum Tauchen (und auch zum Schnorcheln) besser gefallen, auch wenn man auf Embudu mehr Chancen auf einen größeren Fisch hat. Ansonsten trifft man beim Tauchen die gleichen Riffbewohner, die ich auch schon beim Schnorcheln gesehen habe. Unvergesslich wird mir der Riesen Riffbarsch bleiben, der beim Nachttauchgang unter mir schwamm, dann von unten wenige Zentimeter vor mir auftauchte und mich dabei mächtig erschreckte. Beim nächsten Nachttauchgang hat das Riesenvieh uns im Korallengarten fast komplett begleitet und zum Schluss meinen Tauchpartner Thomas gerammt.
Bootstauchgänge Ich gehöre nicht zu den Tauchern, die gewissenhaft über jeden Tauchgang Buch führen. Insofern kann ich jetzt auch nicht jeden besuchten Tauchplatz genau beschreiben. Einige Tauchgänge sind mir jedoch als besonders interessant oder weniger spannend in Erinnerung geblieben:
So fand ich Velasaru Caves Nord und Süd recht lahm und eher unter Hausriffniveau.
Embudu Channel war gut – obwohl mir persönlich Guhli Channel noch besser gefallen hat. Beides sind Plätze, an denen man einen Aussichtspunkt für Großfische anschwimmt, sich festhält und genießt. Aufgrund der Tiefe dieser Aussichtspunkte kann man sich dort meist nur gut 10 Minuten innerhalb der Nullzeit aufhalten. Bei Ghuli Channel gefiel mir vor allem das anschließende Riff bedeutend besser, welches bis auf 4-5 Meter ansteigt und mir so ein insgesamt rundes Taucherlebnis beschert hat.
Embudu Express ähnelt dem Channeltauchgang. Nur wird hier der Aussichtspunkt nicht von der Seite am Riff entlang an-, sonder direkt auf ca. 35m abgetaucht. Diese Tauchplätze bietet eine fast sichere Haigarantie – es sei denn, dass die Strömung ungünstig ist, ich an Bord bin und es 6 Uhr Morgens ist. Dann kann es auch passieren, dass die Sache in ein 20 Minütiges Kampfschwimmen gegen die Strömung ausartet, bei der nur die schnellsten Schwimmer irgendwelche Schatten von Fischen gesehen haben wollen…
Guhli Outside war gut, The Wall war durchschnittlich.
Besonders gut hat mir Canyon (die Schlucht/Passage) gefallen. Genau an dieser Stelle ist das Riff wirklich noch besonders gut erhalten und man kann sich vorstellen, wie schön es einmal vor der Korallenbleiche überall gewesen sein muss.
Auch wenn ich nicht mitgefahren bin, so haben sich alle Teilnehmer auch sehr lobend über den Wracktauchgang bei Male geäußert. Leider wurde er während meines Aufenthalts nicht noch einmal angeboten.
Insgesamt habe ich mich bei Diverland Embudu sehr gut aufgehoben gefühlt. Die Organisation war gut, die Mitarbeiter freundlich und kompetent und das Tauchen (vor allem am Hausriff, aber auch auf dem Boot) unkompliziert. Natürlich war die Berechnung der Tauchpreise in Euro etwas nachteilig. Bei anderen Basen hätte man aufgrund des aktuell guten Dollarkurses sparen können. Dennoch gehört Embudu im Vergleich zu anderen Tauchbasen auf den Malediven eher noch zu den günstigeren Tauchschulen.
Preise / Getränke.
Nicht nur aufgrund des aktuell günstigen Dollarkurses sind die Getränkepreise auf Embudu für maledivische Verhältnisse sehr günstig. Vielleicht liegt das auch an der kurzen Entfernung zu Male. Denn wenn auch fast alles nach Male importiert werden muss, so liegen die Preise dort im Supermarkt auf Male bei normalen Lebensmitteln im Ganzen durchaus auf europäischem Niveau. Eine 2 Liter CocaCola Flasche kostete dort z.B. ca. 1 Euro.
Der gern geschriebene Grund, dass man auf den Malediven schließlich alles importieren müsse und deshalb z.B. die teilweise hohen Getränkepreise verständlich wären, ist für mich nicht nachvollziehbar oder glaubhaft. Wenn ein Liter Cola auf Male also nur 50 ct kostet, dann ist der Preis auf einer Touristeninsel von 6-7$ pro Liter nicht durch eine zusätzliche Transportfahrt mit dem Boot oder die hohen Gehältern für die Angestellten entstanden, sondern durch einfache Kalkulation des Managements und durch mangelnde Konkurrenz.
Aber sei es, wie es ist … Auf Embudu kostete zur Zeit unseres Aufenthaltes eine 0,33l Flasche Cola nur ca. 1 Euro, eine 1,5l Flasche Wasser 1,50 Euro, ein Bier gut 2 Euro und ein Cocktail knapp 5 Euro.
Da kann man wirklich nicht meckern und muss schon einiges konsumieren, damit sich ein All Inclusive Aufpreis von 150 Euro pro Woche (je nach Reiseveranstalter auch mehr) lohnt. Je nach $ Kurs kann es übrigens auch günstiger sein AI vor Ort dazuzubuchen. Es kostet vor Ort nach aktuellem Kurs weniger als 120 Euro (ungefähr 17 Euro pro Tag).
Die Währung auf den Malediven ist die maledivische Rufia (MRf). Der Kurs zum US$ ist amtlich festgelegt (1 $ = 12,75 MRF) und diese Umrechnung benutzen auch d. Der Kurs zum Euro berechnet sich auch dem US$/€ Kurs – oder besser: Er müsste sich daraus berechnen. Wenn man seine Rechnung mit Euro bezahlt oder an der Rezeption Geld wechselt, dann wird der dort ausgehangene Kurs genommen. Das waren bei uns 14,50 Rufia für 1 Euro. Korrekt wären aber ca. 17 gewesen. Also bitte nicht mit Euros bezahlen oder Umtauschen (bevor Ihr den Kurs überprüft habt). Bezahlung per Kreditkarte ist unproblematisch, weil die Kreditkarte auf den Malediven üblicherweise mit dem Betrag in US$ belastet wird.
Persönliches Fazit
Embudu ist eine schöne, legere und auch preisgünstige Insel mit einem kurzen Transfer von Male/Hulule. Sie bietet viel Ruhe, keine Animation und meist recht unauffällige abendliche Unterhaltung. Das Essen ist reichhaltig und gut, wenn auch nicht wirklich abwechslungsreich. Die Möglichkeiten zum Schnorcheln und Tauchen sind gut und die Tauchbasis ist kompetent, freundlich und preislich auf mittlerem Maledivenniveau.
Die Insel ist allerdings recht stark bebaut und bietet praktisch keinen naturbelassenen Bereich. Sie ist bei voller Belegung eher gut gefüllt und bietet dann kaum „private“ oder abgeschirmte Stellen. Ich kann die Gäste durchaus verstehen, dass Sie sich hier wohl fühlen und deshalb wieder kommen. Auch mir hat es gut gefallen. Dennoch würde ich Eriyadu oder Reethi Beach vorziehen. Wenn ich den nächsten Urlaub auf den Malediven plane und von den bezahlbaren Inseln nur noch Embudu frei wäre, würde ich auch noch einmal dort hin zurückkommen. Ansonsten werde ich aber lieber eine andere Insel ausprobieren …
Dieser Bericht ist noch nicht ganz fertig. Es fehlen noch ein paar Inhalte an einigen Stellen und der Link zu dem Inselbericht bei Malediven.at. Bitte schaut in 1-2 Wochen doch noch einmal vorbei
Wenn Euch dieser Bericht gefallen/ geholfen hat, dann freue ich mich über einen Eintrag in meinem Gästebuch. Fragen oder Fehlermeldungen bitte per Email!
Hintergrundbilder über und unter Wasser hier downloaden!
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